In der 2. Klasse Ost-Mitte hat Perchtoldsdorf II den FC Laxenburg mit 7:2 besiegt und damit aus Sicht von Laxenburg-Trainer Christian Gruber völlig verdient gewonnen. Trainer Christian Gruber redete nach dem Spiel nicht lange um den heißen Brei herum. Laxenburg habe sich den Sieg "nicht verdient", sagte er, weil der Gastgeber präsenter war, mehr Zweikämpfe gewann und nach jedem Rückschlag fast sofort wieder antwortete.

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Mit dem frühen 0:1 durch Christian Gruber schien der Nachmittag für die Gäste zunächst in eine gute Richtung zu laufen. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht, denn Luca Kammerer glich schon in der 12. Minute zum 1:1 aus. Perchtoldsdorf blieb danach das aktivere Team und drehte die Partie durch Jakob Palan auf 2:1. Laxenburg kam zwar noch einmal zurück, erneut war es Christian Gruber, der in Minute 39 das 2:2 erzielte und seiner Mannschaft damit noch einmal Hoffnung gab. Genau dieser Moment blieb dem Trainer nach dem Spiel aber besonders hängen. "Gerade nach dem 2:2 war das 3:2 dann einfach tödlich", sagte er. Tatsächlich traf Phillip Pitsch noch vor dem Seitenwechsel zum 3:2, sodass die Gastgeber trotz des neuerlichen Ausgleichs mit einer Führung in die Kabine gingen.
Nach der Pause entwickelte sich das Spiel dann endgültig in Richtung der Hausherren. Fabian Frantl erhöhte in der 52. Minute zunächst auf 4:2 und legte nur zwei Minuten später auch das 5:2 nach. Spätestens da war die Partie für Laxenburg kaum mehr zu drehen, weil Perchtoldsdorf das Spiel weiter im Griff hatte und den Gästen keine echte Rückkehr mehr erlaubte. In der Schlussphase schraubten Julian Reitbauer mit dem 6:2 und Luca Kammerer mit seinem zweiten Treffer zum 7:2 das Ergebnis noch weiter in die Höhe. Christian Gruber suchte danach keine Ausreden. "Wir haben es nicht verdient zu gewinnen. Perchtoldsdorf war stärker im Spiel, war präsenter, hat mehr Zweikämpfe gewonnen und wollte das Ganze einfach mehr", sagte der Laxenburg-Coach. "So kommt dann auch einfach das hohe Ergebnis raus und die verdiente Niederlage."
Deutlicher konnte die Analyse des Gästetrainers kaum ausfallen. Auf die Frage, was bei seiner Mannschaft nicht funktioniert habe, antwortete Christian Gruber nur knapp mit "Alles", und auch beim Blick auf den Gegner fiel sein Urteil eindeutig aus: "Auch alles." Dahinter steckte vor allem die klare Anerkennung dafür, dass Perchtoldsdorf an diesem Tag in fast allen Belangen besser war. Gruber sah den Unterschied nicht in einzelnen Szenen, sondern im gesamten Auftreten beider Mannschaften. "Perchtoldsdorf war stärker, Perchtoldsdorf wollte mehr, Perchtoldsdorf hat eine Mannschaft und Perchtoldsdorf hat Tore gemacht. Verdiente drei Punkte für die Heimmannschaft", sagte er. Über den Schiedsrichter wollte er nichts sagen, da sich bei "diesem Thema der Verband seit Wochen schon hinterfragen sollte, welche Leute sie zu den Spielen schicken – lächerliches Verhalten des Schiedsrichters" – und lenkte den Blick lieber auf die eigene Leistung. Für Laxenburg bleibt nach dieser deutlichen Niederlage in Runde fünf damit vor allem die Aufgabe, auf diese sehr offene Selbstkritik sportlich die richtige Antwort zu geben.