In der 2. Klasse Ost-Mitte musste sich 1. SVG Gumpoldskirchen am Freitag dem SC Siebenhirten/Wien mit 0:2 geschlagen geben. Schon zur Pause lagen die Gastgeber zwei Tore zurück, nach dem Seitenwechsel kam auch noch eine Rote Karte dazu. Obmann Andreas Kolm sprach zwar von einem „vielversprechenden Beginn“ nach dem Trainerwechsel, nannte die fehlende Cleverness nach der Überzahl als entscheidenden Punkt.

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Was aus Sicht der Gastgeber ein neuer Anlauf werden sollte, bekam früh einen ersten Rückschlag. In der 14. Minute brachte Nico Volny die Gäste aus Wien mit 1:0 in Führung und stellte Gumpoldskirchen damit rasch vor eine unangenehme Aufgabe. Die Hausherren mussten von diesem Moment an einem Rückstand nachlaufen und fanden bis zur Pause keinen Weg zurück ins Spiel. Stattdessen legte Volny in der 36. Minute noch einmal nach und erhöhte auf 2:0 für Siebenhirten. Damit war die Partie schon nach 45 Minuten in eine klare Richtung gelaufen. Andreas Kolm wollte nach dem Schlusspfiff trotzdem nicht alles verwerfen und sagte: „Nach dem Trainerwechsel war das grundsätzlich ein vielversprechender Beginn.“ Gleichzeitig schob er aber auch nach: „Wir sind zwar in Rückstand geraten, spielerisch war das natürlich ausbaufähig.“
Als hätte der Zwei-Tore-Rückstand nicht schon gereicht, wurde die Aufgabe nach Wiederbeginn noch komplizierter. In der 55. Minute sah Matteo Sostar die Rote Karte, Gumpoldskirchen konnte damit die Partie also nicht mehr versuchen in Überzahl zu drehen. Gerade bei einem 0:2 war das ein zusätzlicher Schlag, weil damit nicht nur der Rückstand bestehen blieb, sondern auch die Möglichkeiten auf eine Wende deutlich kleiner wurden. Kolm legte sich bei seiner Analyse deshalb klar fest und machte aus diesem Moment den entscheidenden Punkt des Abends. „Die Rote Karte für uns war entscheidend“, sagte der Obmann. Viel deutlicher ließ sich seine Sicht auf den weiteren Verlauf kaum zusammenfassen. Aus einer ohnehin schwierigen Ausgangslage wurde damit endgültig ein Abend, an dem für die Gastgeber kaum noch Spielraum blieb.
Wenn man diese Niederlage einordnet, sagt die Reihenfolge der Ereignisse fast mehr als das nackte 0:2. Zuerst der frühe Rückstand durch Volny, dann noch vor der Pause das zweite Gegentor, später auch noch das nicht ausnutzen der Überzahl nach der Roten Karte gegen Sostar: Genau daraus ergibt sich, warum Gumpoldskirchen nie mehr richtig in Reichweite kam. Siebenhirten hatte mit dem Doppelpack seines Torschützen die Grundlage früh gelegt und musste diesen Vorsprung danach nur noch verteidigen. Für Gumpoldskirchen bleibt damit eine Heimniederlage, bei der Kolm zwar Ansätze gesehen hat, insgesamt aber auch offen ansprach, dass spielerisch noch Luft nach oben da ist. Gerade nach dem Trainerwechsel steckt in seiner kurzen Einschätzung deshalb beides: ein vorsichtiger Hinweis auf einen ordentlichen Beginn und zugleich die klare Erkenntnis, dass dieser Beginn gegen Siebenhirten nicht gereicht hat.