In der 2. Klasse Ost-Mitte hat der SC Moosbrunn gegen den FSV Velm mit 1:4 verloren. Für Trainer Alexander Stiglitz war die Partie früh zugunsten seiner Mannschaft gelaufen, weil Velm die Anfangsphase ernst nahm, zwei schnelle Tore nachlegte und vor der Pause bereits alles Wesentliche erledigte. Dass am Ende noch mehr möglich gewesen wäre, störte ihn trotz des klaren Auswärtssiegs dennoch.

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Velm brauchte nicht lange, um die Weichen auf Auswärtssieg zu stellen. Schon in der 10. Minute brachte Serkan Ciftci die Gäste in Führung, nur fünf Minuten später legte Kevin Grubmüller das 0:2 nach. Genau in dieser Phase hatte Alexander Stiglitz das Gefühl, dass der Nachmittag kippt. "Nach dem 2:0, nach ungefähr zwanzig Minuten, hat man gemerkt, dass beim Gegner nicht mehr viel geht", sagte der Trainer. Dazu passte auch der dritte Treffer vor der Pause: Matthias Haider erhöhte in der 36. Minute auf 0:3 und sorgte dafür, dass Velm mit einer klaren Führung in die Kabine ging. Für Stiglitz war damit schon früh vieles entschieden, weil seine Mannschaft den Ton vorgab und Moosbrunn kaum in die Partie kommen ließ.
Für den Trainer lag der Schlüssel nicht nur in den schnellen Toren, sondern auch in der Art, wie sie zustande kamen. Stiglitz sprach davon, dass seine Mannschaft den Gegner von Beginn an ernst genommen habe und entsprechend auftrat. "Wir waren von Anfang an willig, das Spiel zu gewinnen", erklärte er. Gerade auf dem Platz in Moosbrunn seien Standards ein wichtiger Faktor gewesen. "Entscheidend war, dass wir über Standards früh zu unseren Toren gekommen sind. Gerade auf den Platzverhältnissen in Moosbrunn sind Standards noch wichtiger", sagte Stiglitz. Gleichzeitig sah er noch Luft nach oben, weil Velm weitere Möglichkeiten hatte. "Wir haben noch mehr Chancen gehabt, die wir leider vergeben haben. Sonst wäre das noch höher ausgefallen, vielleicht auch ohne Gegentor." Damit ordnete er den 4:1-Erfolg klar ein: deutlich, aber nicht restlos ausgeschöpft.
Nach dem 0:3 verlor die Partie aus Velmer Sicht allerdings an Zug. Stiglitz beschrieb diese Phase offen und sagte, dass das Spiel danach "ein Stück weit dahin geplätschert" sei. Sein Team habe nach der klaren Führung aufgehört, konsequent nach vorne zu spielen und auch nach vorne zu verteidigen. Das zeigte sich aus seiner Sicht später auch beim Gegentor, das für ihn "aus dem Nichts" fiel. David Akinlade verkürzte in der 74. Minute für Moosbrunn auf 1:3 und brachte damit zumindest kurz wieder ein wenig Hoffnung zurück. Lange hielt das aber nicht an, denn Serkan Ciftci stellte in der 82. Minute mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her. "Da war kurz wieder Hoffnung da, aber das hat sich gleich wieder erledigt", sagte Stiglitz über diese Phase.
Interessant war für Stiglitz auch der Eindruck vom Gegner. Velm hatte mit mehr Widerstand gerechnet, sah sich nach dem frühen Doppelschlag aber in einer sehr günstigen Lage. "Wir hätten mehr kämpferische Gegenwehr erwartet, aber das war wahrscheinlich den zwei schnellen Gegentoren geschuldet", meinte der Trainer. Gerade deshalb bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft unterm Strich positiv, weil sie die Partie von Beginn an ernst nahm und sich früh belohnte. Ganz zufrieden war er trotz des 4:1 aber nicht. "Nach dem 3:0 haben wir aufgehört, nach vorne zu spielen und nach vorne zu verteidigen. Da gilt es, daran zu arbeiten, dass wir das über die ganzen Phasen des Spiels machen." So blieb unter dem Strich ein klarer Auswärtssieg, bei dem Velm früh alles in die richtige Richtung lenkte, aber dennoch genug Arbeit für die nächste Woche mitnahm.