Spielberichte

Günther Kastner (Trainer ATSV Fischamend): „Wir haben das von Beginn an kontrolliert“

ATSV Fischamend
ASV Petronell

In der 2. Klasse Ost setzte sich der ATSV Fischamend gegen den ASV Petronell klar mit 7:0 durch. Früh gestellte Weichen, ein über weite Strecken überlegener Auftritt und ein Dreierpack von Luciano Pizzonia prägten den Abend. Trainer Günther Kastner sprach von einer „einseitigen Angelegenheit“, lobte Zweikampf- und Kombinationsspiel, monierte aber auch Phasen des „Überkombinierens“. Später gab es noch Kritik an der Schiedsrichterleistung – am deutlichen Heimsieg änderte das freilich nichts.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Traumstart mit Chilla-Volley – Pizzonia schnürt vor der Pause den Doppelpack

Fischamend erwischte den perfekten Start. Schon in Minute 6 legte Florian Chilla das 1:0 vor – ein Auftakt nach Maß, den Günther Kastner mit leuchtenden Augen beschrieb: „Das Tor von Florian Chilla war wunderschön. Luciano Pizzonia legt ihm am Sechzehner sauber auf, Florian nimmt den Ball volley und haut ihn ins Kreuzeck.“ Nur zwei Minuten später fiel das 2:0, ein Eigentor von Petronells Patrick Prosszer (8.). Der ATSV blieb am Drücker, spielte mit Ruhe und Zug zum Tor. Pizzonia erhöhte nach 22 Minuten auf 3:0 und legte kurz vor der Pause noch das 4:0 nach (41.). „Wir sind gut rein gestartet, haben schnell zwei Tore gemacht – da war die Partie im Grunde entschieden. Der Gegner hatte nichts mehr entgegenzusetzen“, meinte Kastner zu einer ersten Hälfte, in der seine Mannschaft das Spiel klar in der Hand hatte und mit 4:0 in die Kabine ging.

Nachschlag nach der Pause: Kastner trifft, Pizzonia dreht auf, Pop setzt den Schlusspunkt

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig: Fischamend kontrollierte das Geschehen, ließ hinten wenig zu und legte vorn nach. Lukas Kastner stellte in Minute 59 auf 5:0, ehe der an diesem Abend kaum zu stoppende Luciano Pizzonia mit seinem dritten Treffer auf 6:0 erhöhte (66.). In der Schlussphase durfte sich noch Florin-Vladut Pop in die Schützenliste eintragen – sein 7:0 in der 85. Minute setzte den Deckel drauf. Inhaltlich fand der Trainer viel Lob, aber auch Ansatzpunkte: „Unser Zweikampfverhalten war sehr gut, das Kombinationsspiel hat funktioniert. Stellenweise haben wir aber über kombiniert. Im letzten Drittel hätte ich mir öfter den schnelleren Abschluss gewünscht – dann hätten wir noch mehr Chancen kreieren können.“ Unterm Strich blieb dennoch das Gefühl, dass der ATSV über weite Strecken überlegen war und sich früh belohnte.

Diskussion vor der Pause und klare Worte zum Unterschied

Für Gesprächsstoff sorgte aus Kastners Sicht eine Szene kurz vor der Halbzeit. „Lukas Kastner geht zum Kopfball hoch, der Gegenspieler trifft ihn mit der Nase am Rücken und geht zu Boden. Aus meiner Sicht war das bei Weitem kein Foul, trotzdem gab es Gelb“, ärgerte sich der Coach und legte nach: „Aus meiner Sicht war der Schiedsrichter heute der schlechteste Mann am Platz“. Sportlich hatte er aber eine eindeutige Erklärung für den klaren Ausgang: „Der Unterschied lag in der Qualität unserer Spieler und im Willen, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen.“

Zusätzlich sprach er von einer besonderen Motivation: „Petronell war 2025 die einzige Mannschaft, die in Fischamend ungeschlagen blieb. Das wollten wir ausbessern – und die Mannschaft hat von der ersten Minute gezeigt, dass es heuer in Fischamend nichts zu holen gibt.“ Mit dem 7:0 unterstreicht der ATSV seine starke Form und bestätigt seine Rolle als Tabellenführer – die nächste Aufgabe können die Fischamender mit breiter Brust angehen.

2. Klasse Ost: Fischamend : Petronell - 7:0 (4:0)

  • 85
    Florin-Vladut Pop 7:0
  • 66
    Luciano Pizzonia 6:0
  • 59
    Lukas Kastner 5:0
  • 41
    Luciano Pizzonia 4:0
  • 22
    Luciano Pizzonia 3:0
  • 8
    Eigentor durch Patrick Prosszer 2:0
  • 6
    Florian Chilla 1:0