In der 2. Klasse Ost setzte sich der SC Rohrau/Gerhaus mit 2:1 gegen den SC Haslau/Ma. E. durch. Nach früher Führung und spätem Siegtor passte der Rahmen für einen emotionalen Abschluss vor eigenem Publikum. Trainer Markus Vinkovits sprach von einer offenen Partie, in der beide Teams ihre Phasen hatten, und hob die Moral seiner Elf hervor: „Der Zusammenhalt hat in der zweiten Hälfte perfekt funktioniert – wir haben nie das Gefühl gehabt, das Spiel aus der Hand zu geben.“

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Rohrau erwischte einen Start nach Maß: Bereits in Minute 5 drückte Bernhard Loidolt den Ball zum 1:0 über die Linie. Danach blieb es eine enge Angelegenheit, zur Pause stand es 1:0. Nach dem Seitenwechsel kam Haslau besser ins Spiel und glich in der 55. Minute durch Adrian Ebner zum 1:1 aus. Genau dieses Hin und Her bestätigte Markus Vinkovits: „Die Partie war offen für beide Seiten. Einmal hatte Rohrau mehr Chancen, einmal Haslau.“ Als vieles schon nach Remis roch, schlug Daniel Demovic in der 89. Minute zu – 2:1 und grenzenloser Jubel. Dass beide Rohrauer Treffer gut herausgespielt waren, unterstrich der Coach ausdrücklich: „Beide Tore waren sehr schön herausgespielt und sauber abgeschlossen.“
Was Rohrau nach der Pause stark machte, fasste der Trainer in einem Punkt zusammen: „Für das, dass wir sehr viele Ausfälle und Urlauber haben, hat der Zusammenhalt ab der zweiten Halbzeit perfekt funktioniert. Jeder ist füreinander gelaufen und hat füreinander gekämpft.“ Gleichzeitig blieb Vinkovits trotz des Sieges nüchtern. Er sah genau, wo noch Arbeit wartet: „Wir kriegen zu leicht Tore und müssen unsere Chancen besser nutzen.“ Auch sein Gefühl während der 90 Minuten blieb positiv, selbst nach dem Ausgleich: „Ich hatte eigentlich nie das Gefühl, dass wir das Spiel aus der Hand geben.“
Der Gegner aus Haslau machte es den Hausherren über weite Strecken schwer. „Haslau war zweikampfstark, von Anfang an präsent und ist ordentlich in die Zweikämpfe gegangen“, sagte Vinkovits. Genau deshalb entwickelte sich dieses umkämpfte Duell, in dem beide Seiten ihre Momente hatten. Nach Ebners 1:1 zeigte Rohrau jedoch die geforderte Ruhe, hielt dagegen und wartete auf die eigene Chance. Der Lohn kam spät, aber gerade rechtzeitig: Demovic besorgte das 2:1 und krönte einen Abend, an dem Rohrau geduldig blieb und sich dafür spät belohnte.
Auch die Kulisse spielte mit. „Die Zuschauer am Platz waren spitze, sie haben uns von Anfang an angefeuert“, bedankte sich Vinkovits bei den Fans. Beim Unparteiischen blieb er fair, aber ehrlich: „Grundsätzlich hat der Schiedsrichter okay gepfiffen, aber er hat das Spiel öfter aus der Hand gegeben und dadurch ist es hitziger geworden.“ Unterm Strich überstrahlte der Heimsieg die Reibereien. Mit Loidolt als frühem Torschützen und Demovic als spätem Matchwinner verabschiedete sich Rohrau gebührend in die Sommerpause – mit Rückenwind und einem klaren Plan, woran in der Vorbereitung gearbeitet wird.