Zum Saisonabschluss in der 2. Klasse Ost hat sich ATSV Fischamend gegen SG Sarasdorf/Stixneusiedl mit 3:2 durchgesetzt, musste für den Heimsieg aber bis in die Nachspielzeit warten. Trainer Günther Kastner sah einen starken Beginn seiner Mannschaft, danach aber eine immer offenere Partie. „Im Prinzip war es eine klassische X-Partie“, sagte er nach dem späten 3:2, das Fischamend in einem zunehmend ausgeglichenen Spiel doch noch über die Linie brachte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Gastgeber erwischte einen Start, wie ihn sich jeder Trainer wünscht. Kastner sagte: „Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, haben nach ein paar Sekunden gleich die große Chance auf die Führung gehabt.“ Diese Möglichkeit blieb zwar ungenutzt, lange warten musste Fischamend auf den ersten Treffer aber nicht. In der 2. Minute traf Buba Conteh zum 1:0, und auch die Entstehung blieb dem Trainer nach dem Spiel klar im Kopf. „Nach einem Corner hat die Verteidigung nicht klären können. Buba Conteh ist am Sechzehner gestanden, hat den Ball direkt genommen und ins lange Eck getroffen“, schilderte Kastner. Fischamend blieb in dieser Phase das aktivere Team, kam laut seinem Trainer zu weiteren guten Möglichkeiten und legte in der 29. Minute nach. Wieder war es Conteh, der nach einem weiten Pass allein aufs Tor zulief und dem Torhüter „keine Chance“ ließ, wie Kastner sagte. Dass die Partie trotzdem nicht früh entschieden war, zeigte sich nur vier Minuten später, als Felix Eichinger für die Gäste auf 2:1 verkürzte und dem Spiel damit eine neue Richtung gab.
Mit dem Anschlusstreffer war die klare Linie aus der Anfangsphase aus Sicht des ATSV nicht mehr in derselben Form da. Kastner brachte das nach dem Schlusspfiff recht nüchtern auf den Punkt: „Ab dem Zeitpunkt war es eine ziemlich ausgeglichene Partie. Wir haben zwar ein paar Torchancen gehabt, aber der Gegner auch.“ Genau so entwickelte sich das Spiel dann weiter. Fischamend hatte seine Momente, SG Sarasdorf/Stixneusiedl aber ebenfalls, und aus der 2:0-Führung wurde spätestens kurz nach Wiederbeginn endgültig ein offenes Match. In der 55. Minute erzielte Jakub Hoffmann das 2:2. Für Kastner war dabei auch klar, dass die Umstände eine Rolle spielten. „Man hat bei beiden Mannschaften gesehen, dass sich die Saison schon dem Ende zuneigt. Die Temperaturen waren auch sehr herausfordernd“, sagte der Trainer. Er wollte die eigene Vorstellung deshalb nicht schöner reden, als sie war: „Das war nicht mehr das, was wir während der Saison gezeigt haben. Es sind einige Spieler nicht mehr zur Verfügung gestanden, die Spannung war nicht mehr da.“
Gerade weil nach dem Ausgleich nicht mehr viel Struktur in die Partie kam, bekam die späte Aktion umso mehr Gewicht. Kastner sagte offen: „Sonst kam in der zweiten Halbzeit eigentlich nicht mehr allzu viel von beiden Mannschaften.“ Vieles deutete also auf ein Remis hin, und genau deshalb nannte er das Duell auch eine „klassische X-Partie“. Doch in der Nachspielzeit fand Fischamend noch einmal die eine entscheidende Aktion. Hisham El Khouli traf in der 91. Minute zum 3:2 und bescherte seiner Mannschaft damit doch noch den Heimsieg. Der Trainer beschrieb auch diesen Treffer genau: „Das war ein weiter Pass. Hisham El Khouli hat dann zwei Gegenspieler stehen lassen und den Torwart innerhalb des Sechzehners mit einem Schuss bezwungen.“ So blieb unter dem Strich ein letzter Erfolg zum Saisonende stehen, auch wenn Kastner keinen Hehl daraus machte, dass es diesmal weniger um Glanz als um die eine späte Szene ging, die den Unterschied ausmachte.