In der 2. Klasse Ost haben sich der ASK Schwadorf 1936 und der FK Hainburg zum Saisonabschluss mit 0:0 getrennt. Trainer Stefan Owesny sprach von einem Spiel auf Augenhöhe, in dem sein Team sehr kompakt auftrat und trotz vieler Ausfälle dagegenhielt. Weil beide Mannschaften ihre Möglichkeiten nicht nutzten, blieb es bei einem torlosen Remis, das aus Hainburger Sicht gut zum Spielverlauf passte.

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Viel Tempo und viele Strafraumszenen hatte diese Partie in der ersten Hälfte nicht zu bieten. Owesny schilderte den Verlauf entsprechend nüchtern und zugleich passend: „Ich denke, dass es ein ausgeglichenes Spiel war mit einer chancenarmen ersten Hälfte und einer etwas attraktiveren zweiten Hälfte.“ Damit war der Rahmen der Partie schon gut beschrieben. Vor der Pause tat sich lange wenig, gegen Ende der ersten 45 Minuten kam Hainburg immerhin noch etwas besser zur Geltung. Mehr sprang aber nicht heraus, weshalb es mit dem folgerichtigen 0:0 in die Kabinen ging. Nach dem Wechsel wurde das Spiel lebhafter, beide Mannschaften kamen zu Möglichkeiten, doch ein Treffer wollte auf keiner Seite fallen. Genau deshalb blieb beim Hainburger Trainer der Eindruck eines Spiels auf Augenhöhe hängen.
Aus Sicht der Gäste lag die Grundlage für den Punktgewinn vor allem in der Arbeit gegen den Ball. „Wir sind sehr kompakt gestanden und haben versucht, die Räume eng zu machen. Das haben die Jungs wirklich gut gemacht“, sagte Owesny. Gerade gegen einen Gegner wie Schwadorf war das ein wichtiger Punkt, weil Hainburg damit die Räume klein hielt und dem Spiel des Gegners wenig Platz gab. Gleichzeitig sah der Trainer aber auch klar, warum aus dem einen Punkt nicht mehr geworden ist. „Im Umschaltspiel haben wir oft die Kontermöglichkeiten nicht klar genug ausgespielt und haben schon einiges liegen gelassen“, erklärte er. Damit sprach Owesny genau jenen Bereich an, in dem sein Team den guten Defensivauftritt noch besser hätte nutzen können. So blieb Hainburg zwar stabil, konnte die eigenen Ballgewinne aber nicht konsequent genug in zwingende Angriffe umsetzen.
Auffällig war nach dem Schlusspfiff, wie klar Owesny auch die Qualität des Gegners einordnete. „Schwadorf ist eine sehr routinierte, eingespielte Mannschaft, die sicherlich zu den spielstärksten Mannschaften der Liga gehört“, sagte der Hainburger Trainer. Gerade deshalb war seine Bewertung des 0:0 keine bloße Höflichkeit, sondern eine nachvollziehbare Einordnung. Er sprach von einem leistungsgerechten Ergebnis und hielt fest: „Beide Mannschaften haben sich diesen Punkt verdient. Wobei Schwadorf dem Sieg vielleicht etwas näher war.“ Auch das passte zum Gesamtbild dieser Begegnung, in der es zwar Möglichkeiten auf beiden Seiten gab, aber eben keinen klaren Ausschlag in eine Richtung. Dass Owesny außerdem von einem „sehr fairen Spiel“ sprach und „ohne nennenswerte Schiedsrichterentscheidungen“ auskam, unterstrich zusätzlich, wie ruhig und sauber diese Partie über weite Strecken verlief.
Besonders wichtig war dem Hainburger Trainer nach dem Schlusspfiff noch ein anderer Punkt, der über das 0:0 hinausging. Owesny verwies darauf, dass seiner Mannschaft an diesem Tag praktisch eine ganze Startelf gefehlt hatte und Hainburg trotzdem voll dagegenhielt. „Sehr positiv ist zu erwähnen, dass uns heute schon sehr viele Spieler gefehlt haben und wir mit dem jüngsten Spieltagskader der Vereinsgeschichte gespielt haben und von den 17 Kaderspielern nur ein Spieler (Kalina) nicht bei uns ausgebildet wurde, darauf sind wir sehr stolz“, sagte er. Mit einem Altersdurchschnitt von 19 Jahren habe seine Mannschaft dennoch auf Augenhöhe mit einer sehr routinierten Schwadorfer Elf gespielt. Genau daraus zog der Trainer die positive Erkenntnis dieses Saisonabschlusses. „Das stimmt uns sehr positiv, auch was die Breite des Kaders für die nächste Saison betrifft“, meinte Owesny. So stand am Ende zwar ein torloses Remis, für Hainburg aber auch ein Auftritt, aus dem der Trainer einiges an Zuversicht mitnahm.