In der 2. Klasse Ost hat der ASV Petronell gegen SC Margarethen/M. trotz Blitzstarts mit 3:5 verloren. Nach dem frühen 1:0 durch Arijan Sulimani lief bei den Gastgebern zunächst vieles in die richtige Richtung, doch Trainer Oliver Seewald sah danach einen klaren Bruch. "Nach dem 1:0 ist uns das Spiel gekippt", sagte er und verwies auch auf Hitze, Ausfälle und fehlende Bereitschaft.

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Petronell erwischte genau den Beginn, den man sich als Heimteam wünscht. Schon in der 2. Minute brachte Arijan Sulimani die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und auch darüber hinaus gefiel Seewald vor allem die Anfangsphase seiner Mannschaft. "Die ersten zwanzig Minuten waren wirklich sehr gut. Wir haben schnell nach vorne gespielt und sind immer wieder auf das Tor gegangen", sagte der Trainer nach dem Spiel. Für ihn war das kein zufälliger guter Beginn, sondern eine Phase, in der seine Mannschaft aktiv war und den Ton angegeben hat. Umso mehr störte ihn, dass aus dieser Überlegenheit nur dieses eine Tor herausschaute. "Leider Gottes nur mit einem 1:0 belohnt", formulierte er es. Margarethen kam nämlich schon in der 10. Minute durch Oguzhan Sevimli zum 1:1, und mit diesem Ausgleich veränderte sich die Partie aus Sicht der Gastgeber deutlich. "Nach dem 1:0 ist uns das Spiel gekippt. Margarethen hat sehr gute Lösungen für unsere Mannschaft gefunden und wir konnten nichts entgegensetzen", so Seewald. Das 1:1 zur Pause hielt Petronell zwar im Spiel, der gute erste Eindruck der Anfangsminuten war da aber längst verflogen.
Wie schwierig der zweite Durchgang werden würde, zeigte sich dann gleich nach Wiederbeginn. In der 48. Minute stellte Cihan Koc auf 1:2, und damit war die Partie endgültig in eine Richtung gekippt, die Petronell nicht mehr stoppen konnte. Seewald suchte nach dem Schlusspfiff keine Ausreden, erklärte den Einbruch aber sehr klar. "Die Hitze und die lange Saison haben gezeigt, dass wir das nicht kompensieren können. Und die vielen Ausfälle, die wir hatten, konnten wir leider auch nicht kompensieren", sagte der Petronell-Trainer. Noch deutlicher wurde es in der Schlussphase, als Dario Jevremovic in der 77. Minute auf 1:3 erhöhte und Koc nur eine Minute später das 1:4 nachlegte. Gerade diese Phase blieb Seewald besonders hängen. "Das 1:2 und das 1:3 waren entscheidend. Die schnellen Tore waren wie ein Schock für die Mannschaft", sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht ein Gegner, der an diesem Tag genau jene Eigenschaften auf den Platz brachte, die seiner Mannschaft fehlten. "Margarethen hat einen absoluten Siegeswillen gezeigt", so Seewald. Damit war die Richtung des Spiels klar vorgegeben.
Ganz ohne Antwort blieb Petronell in der Schlussphase aber nicht. In der 84. Minute verkürzte zunächst nochmals Arijan Sulimani auf 2:4, und noch in derselben Minute brachte Matus Jurc die Gastgeber sogar auf 3:4 heran. Für einen Moment war die Partie damit wieder offen, auch wenn Seewald in seiner Analyse grundsätzlich hart mit der eigenen Mannschaft ins Gericht ging. "Einsatzwille und die Bereitschaft, mehr zu leisten und über sich hinauszugehen, haben heute gar nicht funktioniert", sagte er deutlich. Noch komplizierter wurde die Lage kurz darauf, weil Sulimani in der 85. Minute die Rote Karte sah. Auch dazu hatte der Trainer eine klare Meinung: "Die rote Karte für unseren Spieler habe ich nicht ganz verstanden. Darüber kann man diskutieren. Sonst war die Schiedsrichterleistung sehr gut." In Unterzahl gelang es Petronell dann nicht mehr, das späte Aufbäumen bis zum Schlusspfiff zu tragen. Stattdessen setzte Koc in der Nachspielzeit mit seinem dritten Treffer den Endstand zum 3:5. So blieb für Petronell am Ende ein Spiel, das stark begonnen hatte, nach dem frühen Vorsprung aber immer mehr aus der Hand glitt.