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„Mit dem neuen Trainer kann man sehr viel rausholen“ – Petronell peilt nach Rang neun die Top fünf an

ASV Petronell

In der 2. Klasse Ost hat ASV Petronell die Saison mit 29 Punkten auf Rang neun abgeschlossen. Für Oliver Seewald ist das aber kein Anlass, nur auf die nackte Tabelle zu schauen. Seewald sieht in der Mannschaft „sehr großes Potenzial“ und verbindet den Neustart nach dem Trainerwechsel mit einer klaren Ansage: Petronell will in der kommenden Saison wieder deutlich weiter nach vorne.

Weiß-Schwarze Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Die Schlussphase macht Mut, auch wenn Rang neun stehen blieb

Wer nur auf den Endstand blickt, sieht Petronell auf Platz neun. Wer die letzten Wochen der Saison dazunimmt, erkennt aber auch, warum Seewald trotz allem mit Zuversicht in den Sommer geht. Aus den letzten fünf Spielen holte Petronell zehn Punkte, gewann gegen SC Lanzendorf 7:1, gegen ASK Schwadorf 3:1 und gegen SC Au/Leithagebirge 3:2, spielte 2:2 gegen FK Hainburg und musste zum Abschluss gegen SC Edelstal noch eine 0:3-Niederlage hinnehmen. Diese Serie ist für Seewald ein Hinweis darauf, dass in der Mannschaft mehr steckt, als der Tabellenplatz im ersten Moment vermuten lässt. „Die Mannschaft hat sehr großes Potenzial und mit einem neuen Trainer wird man aus der Mannschaft sehr viel rausholen können“, sagt Seewald. Gerade diese Mischung aus ordentlicher Schlussphase und dem Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre, macht den Sommer in Petronell jetzt so interessant.

Neuer Trainer, gute Stimmung und ein klarer Neustart

Im Verein hat es bereits die entscheidende personelle Veränderung gegeben. Petronell hat die personellen Weichen neu gestellt und geht mit einem neuen Trainer in die Vorbereitung. Seewald beschreibt die Lage dabei auffallend positiv und lässt keinen Zweifel daran, dass der Wechsel intern als Chance gesehen wird. „Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Die Spieler freuen sich schon alle auf die neue Saison und auf die Vorbereitung mit dem neuen Trainer und im ganzen Verein ist die Stimmung sehr gut“, sagt er. Dazu kommt, dass die Vorbereitung laut Seewald „sehr kurz“ ausfallen wird, was den Wochen vor dem Saisonstart zusätzlich Gewicht gibt. Personell gibt es mit Tobias Scholz einen Ausfall, der in der vergangenen Zeit mit einem Mittelfußbruch zu kämpfen hatte. Seewald rechnet aber damit, dass er „zum Vorbereitungsstart mit dabei sein“ wird.

Vier Neue, zwei Abgänge und ein Ziel für die kommende Saison

Bei der Kaderplanung hat Petronell die Richtung längst festgelegt, auch wenn noch nicht alle Karten auf dem Tisch liegen. Seewald kündigt Verstärkungen in mehreren Mannschaftsteilen an und macht klar, dass der Kader gezielt verändert werden soll. „Wir verstärken uns auf vier Positionen: in der Defensive, im Mittelfeld und im Sturm“, sagt er. Namen will der Verein noch nicht nennen, offiziell kommuniziert werden sollen die Neuzugänge ab dem 1. Juli. Fest steht aber schon jetzt: Vier Spieler sollen kommen, zwei den Verein verlassen. Die Hoffnung, die mit diesen Veränderungen verbunden ist, formuliert Seewald offen. „Ich erhoffe mir, dass wir in der kommenden Saison mit den Neuverpflichtungen unter die Top fünf kommen.“ Damit ist das Ziel klar abgesteckt. Dass Seewald zugleich ATSV Fischamend als „verdient Meister“ und „sehr gute Mannschaft“ hervorhebt, zeigt auch, dass man in Petronell sehr genau weiß, was in dieser Liga nötig ist, um ganz vorne mitreden zu können.

Kein Einzelner im Vordergrund, sondern der ganze Kader

Auffällig ist in Seewalds Aussagen, dass er den Blick bewusst auf die Gruppe richtet und nicht auf einzelne Namen. Gerade nach einer Saison, die auf Rang neun endete, hätte es naheliegen können, einzelne Leistungsträger hervorzuheben. Seewald will das aber ausdrücklich nicht. „Die ganze Mannschaft hat gezeigt, dass sie Charakter hat und sehr gut zum ASV Petronell passt. Einzelne Spieler hervorzuheben, wäre nicht fair gegenüber allen anderen“, sagt er. Diese Haltung passt zum Weg, den der Verein nun einschlagen will. Petronell will den Umbruch nicht mit großen Schlagworten begleiten, sondern mit guter Stimmung, einem neuen Trainer und gezielten Verstärkungen. Die Vorgabe für die neue Saison ist dabei eindeutig formuliert: weg vom Mittelfeld, hinein in den Kampf um die Plätze eins bis fünf.