Spielberichte

„Der Sieg ist vielleicht etwas zu hoch ausgefallen“ – FK Hainburg startet mit 4:0

FK Hainburg
SC Edelstal

In der 2. Klasse Ost ist FK Hainburg mit einem 4:0 gegen SC Edelstal in die neue Saison gestartet. Das Ergebnis liest sich klar, Trainer Stefan Owesny ordnete den Auftakt nach dem Schlusspfiff aber bewusst differenziert ein. Zwei Standards brachten seine Mannschaft auf Kurs, spielerisch sah der Trainer dennoch noch einiges an Luft nach oben.

Fußballschuhe auf Ersatzbank, alle mit roten Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Verletzung bremst den Start, Rauscher trifft zur Führung

Es war kein Spiel, das von Beginn an seinen normalen Rhythmus fand. Owesny schilderte, dass die Anfangsphase von einer schweren Knieverletzung eines Spielers des SC Edelstal überschattet war. „Das Spiel war am Anfang durch eine schwere Knieverletzung eines Spielers des SC Edelstal überschattet. Dadurch war die Anfangsphase etwas zerfahren, und wir sind nicht richtig ins Spiel reingekommen“, sagte der Trainer des FK Hainburg. Genau das war auch der rote Faden dieser ersten halben Stunde: Die Heimischen fanden laut ihrem Coach zunächst keinen sauberen Zugriff und mussten sich erst langsam hineinarbeiten. Umso wichtiger war dann das 1:0 in der 30. Minute. Sebastian Rauscher erzielte den Treffer per Freistoß, und Owesny sprach dabei vom „Premierentreffer des Jüngsten in unserem Team“, der den Ball „sehr schön ins Eck gezirkelt hat, was mich für den Jungen extrem freut“. Mit diesem Tor kippte die Partie erstmals spürbar in Richtung des FK Hainburg. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, und allein dieser Zwischenstand passte gut zu Owesnys Einschätzung, dass seine Mannschaft vorerst eher über einen ruhenden Ball als über ihr eigenes Kombinationsspiel ins Spiel fand.

Zwei Standards öffnen die Tür, danach wird FK Hainburg klarer

Für Owesny lag der spielentscheidende Punkt nicht erst in der Höhe des Endstands, sondern viel früher in der Art, wie seine Mannschaft die Führung ausbaute. „Der wichtigste Moment war sicherlich, dass wir durch zwei Standardsituationen in Führung gehen konnten und das Spiel auf unsere Seite ziehen konnten. Das war spielentscheidend und hat unserem Spiel sehr gutgetan“, sagte er. Nach dem Freistoß zum 1:0 folgte in der 61. Minute das 2:0 durch Dominik Zelipsky, der einen Foulelfmeter verwandelte. Erst danach, so beschrieb es der Trainer, bekam der Auftritt des FK Hainburg mehr Struktur. „Erst danach konnten wir auch Chancen aus dem Spiel heraus kreieren“, meinte Owesny. Das 3:0 in der 88. Minute passte genau zu dieser Entwicklung, denn wieder war es Dominik Zelipsky, der nun aus dem Spiel heraus nach schönem Zuspiel vollendete. Gleichzeitig machte Owesny aber klar, dass der Gegner keineswegs so harmlos war, wie es das Resultat am Ende vermuten lässt. SC Edelstal sei „eine sehr routinierte, gestandene Mannschaft“ und „sehr schwer zu bespielen“, weil die Gäste mit vielen hohen und weiten Bällen arbeiten. Dazu komme, dass SC Edelstal „gute Qualität“ im Kader habe. Entsprechend fiel auch die Einordnung des Trainers aus: Der FK Hainburg hatte die Partie am Ende klar im Griff, musste sich diesen Verlauf nach seiner Wahrnehmung aber erst erarbeiten.

Starke Bank, Tor des Tages und ein Sieg mit Vorbehalt

Dass der Abend am Ende doch noch deutlich wurde, hatte für Owesny auch mit der personellen Breite zu tun. „Wichtig war, dass wir heute auch eine starke Ersatzbank hatten und dem Spiel eine gute Richtung geben konnten. Die Breite des Kaders war sehr, sehr wichtig heute“, sagte er. In der Schlussphase kam dann auch noch der vierte Treffer dazu: Ingo Vogl traf in der 93. Minute zum 4:0, und Owesny nannte diesen Abschluss das „Tor des Tages“. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Tomas Simkovic schoss Ingo Vogl den Ball volley ins lange Eck. Trotz dieses starken Endes wollte der Trainer den Auftaktsieg aber nicht größer machen, als er aus seiner Sicht war. „SC Edelstal hatte schon auch in gewissen Phasen seine Möglichkeiten, wo das Spiel vielleicht nochmals enger werden kann“, erklärte Owesny. Deshalb fiel sein Fazit trotz des klaren Ergebnisses bewusst nüchtern aus: „Das Ergebnis ist für uns natürlich sehr gut. Ich muss aber ehrlicherweise sagen, dass der Sieg vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist.“ Dazu kam noch ein klarer Blick nach vorne. „Spielerisch ist da schon noch sehr viel Luft nach oben“, sagte der Trainer, der außerdem ein faires Spiel sah und auch den Unparteiischen unaufgeregt bewertete: „Der Schiedsrichter war unauffällig.“ Zum Schluss richtete der FK Hainburg noch Genesungswünsche an den verletzten Spieler des SC Edelstal. "Wir wünschen Mathias Glock rasche und vollständige Genesung." Sportlich steht damit ein 4:0 zum Start, inhaltlich nimmt Owesny aber vor allem mit, dass seine Mannschaft die drei Punkte hat und trotzdem genau weiß, woran sie weiterarbeiten muss.

2. Klasse Ost: Hainburg : Edelstal - 4:0 (1:0)

  • 93
    Ingo Vogl 4:0
  • 88
    Dominik Zelipsky 3:0
  • 61
    Dominik Zelipsky 2:0
  • 30
    Sebastian Rauscher 1:0