In der 2. Klasse Ost hat FK Hainburg am Freitagabend gegen SC Haslau/Ma. E. nach einer 2:0-Führung nur ein 2:2 mitgenommen. Trainer Stefan Owesny sprach von einem bitteren Spiel, weil seine Mannschaft die Partie zunächst gut kontrollierte, Haslau mit zwei vermeidbaren Gegentoren aber wieder stark machte. Trotzdem ordnete er das Remis nach einer offenen Schlussphase als leistungsgerecht ein.

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Aus Hainburger Sicht begann die Partie so, wie man es sich gegen einen starken Gegner wünscht. Owesny sah seine Mannschaft von Anfang an gut im Spiel und sprach von einer intensiven Begegnung mit vielen Zweikämpfen. Früh legten die Gastgeber vor: In der 10. Minute verwandelte Dominik Zelipsky einen Elfmeter zum 1:0. Danach blieb Hainburg aus Sicht des Trainers nicht hektisch, sondern hatte die Partie ordentlich im Griff. „Wir sind ganz gut in die Partie gestartet und konnten das Spiel dann eigentlich ganz gut kontrollieren“, sagte Owesny. Als Severin Schäfer in der 39. Minute auf 2:0 erhöhte, schien der Abend klar in die richtige Richtung zu laufen. Gerade deshalb schmerzte der weitere Verlauf besonders, weil Hainburg bis dahin vieles richtig gemacht hatte und sich diese Führung durchaus verdient erarbeitet hatte.
Dass aus der komfortablen Führung am Ende kein Sieg wurde, führte Owesny vor allem auf zwei Szenen zurück, die aus seiner Sicht unnötig waren. Noch vor dem Seitenwechsel verkürzte Manuel Hanyka in der 42. Minute auf 2:1. Für den Hainburg-Coach war dieser Treffer ein Wendepunkt, weil er Haslau neues Leben gab. „Der Gegentreffer kurz vor der Pause hat dann das Momentum ein bissl auf die Seite von Haslau gebracht“, meinte er. Besonders ärgerlich war für ihn, wie dieser Anschlusstreffer zustande kam. Er sprach von einem Befreiungsschlag und nannte das Tor ein „Zufallsprodukt“, das die Gäste aber eiskalt annahmen. Noch bitterer wurde es direkt nach dem Wiederanpfiff, als Hanyka in der 47. Minute auch das 2:2 erzielte. Owesny schilderte diese Szene klar: „Der Ausgleich gleich nach der Pause war ein Einwurf für uns, wo wir einen sehr billigen Ballverlust hatten und das Tor hergeschenkt haben.“ Damit war ein Spiel, das Hainburg eigentlich unter Kontrolle hatte, plötzlich wieder völlig offen.
In seiner Analyse blieb Owesny deutlich, ohne seine Mannschaft schlechtzureden. Er betonte, dass Hainburg vor allem im ersten Durchgang viel richtig gemacht habe, sah aber auch genau jenen Punkt, an dem seine Elf noch zulegen muss. „Wenn wir in Führung liegen, brauchen wir noch mehr Ruhe im Spielaufbau, noch mehr Geduld und müssen versuchen, dass wir Ball und Gegner laufen lassen“, sagte der Trainer. Gerade diese fehlende Ruhe habe mit dazu beigetragen, dass Haslau wieder zurück in die Partie fand. Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt. Owesny ist überzeugt, dass sich Haslau im Sommer gut verstärkt hat und gerade offensiv zu den stärkeren Mannschaften der Liga zählt. Umso bitterer war für ihn, dass Hainburg die Gäste über weite Strecken ordentlich in Schach hielt und sich dann doch durch zwei billige Gegentore um den Lohn brachte. Auch den Schiedsrichter hob er nach dem intensiven Spiel ausdrücklich positiv hervor: „Das war ein sehr intensives und flottes Spiel, das der Schiedsrichter sehr gut geleitet hat.“
So blieb am Ende ein Punkt, der sich für Hainburg wohl nicht wie ein Gewinn angefühlt haben wird. Wer 2:0 vorne liegt, will ein solches Spiel zu Hause natürlich über die Zeit bringen. Genau das sprach Owesny auch offen an: „Es ist sehr schade, wenn man 2:0 führt und das Spiel nicht gewinnt.“ Gleichzeitig wollte er das Ergebnis nicht größer machen, als es war. Für ihn war es über die gesamte Spielzeit „ein Spiel auf Augenhöhe“, in dem in der Schlussphase beide Mannschaften noch die Möglichkeit hatten, den Sieg zu holen. Weil keine Seite diese Chancen nutzte, kam er trotz aller Enttäuschung zu einem nüchternen Fazit: „Letztendlich denke ich, dass das Unentschieden in Ordnung geht. Dieses Spiel kannst du gewinnen, kannst du aber in der Schlussphase auch verlieren.“ Für Hainburg bleibt damit nach zwei Runden ein ordentlicher Start mit vier Punkten. "Haslau wir in dieser Saison eine ganz andere Rolle spielen, als noch im Vorjahr und meiner Meinung nach auch vorne dabei sein. Klar fühlt sich das Unentschieden jetzt nicht unbedingt positiv an und haben wir ein besseres Ergebnis etwas verschenkt, dennoch waren heute auch viele gute Dinge dabei auf die wir aufbauen können."