In der 2. Klasse Ost hat SC Haslau/Ma. E. am Freitagabend SC Edelstal mit 7:2 bezwungen und dabei vor allem nach der Pause mächtig aufgedreht. Trainer Martin Duska sah den Unterschied vor allem in der Konsequenz seiner Mannschaft: Haslau setzte den eigenen Plan über weite Strecken um, blieb über die Außen gefährlich und war, wie er sagte, „griffiger im letzten Drittel“.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Haslau fand laut Duska von Beginn an gut hinein. Der Trainer sprach von einem Spiel, das sofort von Intensität, vielen Zweikämpfen und großer Laufbereitschaft geprägt war. Nach ein, zwei Minuten hatte Thomas Kostic schon die erste Torchance, wenig später fiel dann auch die Führung: In der 9. Minute brachte Kostic die Gastgeber mit 1:0 voran. Duska gefiel vor allem, dass seine Mannschaft danach nicht nachließ. Über die Außen, mit tiefen Läufen und viel Ballbesitz im Mitteldrittel, beschäftigte Haslau den Gegner immer stärker und arbeitete sich weitere Möglichkeiten heraus. „Wir haben von Anfang an geschaut, dass wir das, was wir uns vorgenommen haben, auch probieren umzusetzen“, sagte der Trainer später und meinte damit genau diese aktive Anfangsphase.
Die Phase vor der Halbzeit brachte dann jene Szene, die Duska als eigentlichen Knackpunkt des Spiels einordnete. Edelstal kam in der 43. Minute durch Ernest Fulmek zum 1:1, nachdem Haslau nach Ansicht des Trainers bei einer Standardsituation nicht sauber genug zugeteilt war. Viel Zeit, um an diesem Ausgleich zu knabbern, blieb aber nicht. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Uros Ilic mit dem 2:1 den alten Abstand wieder her. „Das 2:1 vor der Halbzeit war ein bissl der Dosenöffner“, sagte Duska. Nach dem Seitenwechsel nahm Haslau genau diesen Schwung mit. Ilic erhöhte in der 49. Minute auf 3:1, Thomas Kostic legte in der 54. Minute das 4:1 nach, Manuel Hanyka traf in der 61. Minute zum 5:1. Später sorgte Kostic mit seinem dritten Treffer für das 6:1, ehe Sebastian Manev für Edelstal noch auf 6:2 verkürzte. Den Schlusspunkt setzte wieder Ilic, der in der 84. Minute auf 7:2 stellte.
Für Duska lag der Unterschied nicht nur in der Anzahl der Tore, sondern vor allem in der Art, wie seine Mannschaft zu ihren Chancen kam. „Wir haben das umgesetzt, was wir gesagt haben“, meinte der Trainer und verwies auf tiefe Läufe, Präsenz in den Zweikämpfen und die Passqualität im Spiel nach vorne. Vor allem die Offensivreihe habe an diesem Abend geliefert. „Unsere Offensivkräfte haben sehr kreativ die Situationen kreiert“, sagte er. Dass Kostic dreimal traf, Ilic ebenfalls drei Tore erzielte und mit Hanyka noch ein dritter Torschütze dazukam, passte für ihn genau zu diesem Bild. Ganz ohne Kritik wollte Duska den klaren Heimsieg aber nicht stehen lassen. „Gut funktioniert hat für mich das Kreieren und Herausspielen der Chancen“, erklärte er, schob aber gleich nach: „In der Defensive haben wir noch Verbesserungspotenzial, vor allem bei den Standardsituationen und bei der genauen Zuteilung.“
Dass der Abend trotz des deutlichen Ergebnisses nicht in Überheblichkeit endete, war dem Haslauer Trainer wichtig. Duska sprach mehrfach mit Respekt über den Gegner und nannte Edelstal „eine sehr routinierte Mannschaft“ mit viel individueller Qualität. Er betonte, dass die Gäste aus seiner Sicht zu den stärkeren Teams der Liga gehören und noch viele Punkte holen werden. Auch den Rahmen der Partie hob er hervor. „Der Schiedsrichter hat das Spiel relativ gut geleitet“, sagte Duska und stellte gleichzeitig heraus, dass zwei faire Mannschaften auf dem Platz standen. Für die eigene Gruppe fand er am Ende ein klares Gesamtlob: „Die Mannschaft ist für mich der Star.“ Damit bezog er ausdrücklich nicht nur die Startelf ein, sondern auch die jungen Spieler von der Bank. David Dusca und Ramazan Sert haben ihren Part erfüllt und sich tadellos in unser Gefüge eingebracht. Der Blick geht nun nach vorne: Haslau will Woche für Woche die eigene Leistung bestätigen, im Training weiter gut an sich arbeiten und auch dem ein oder anderen jungen U23 Spieler Einsatzzeiten geben.