In der 2. Klasse Ost hat SV Prellenkirchen das Derby gegen FK Hainburg klar mit 1:8 verloren. Der Endstand wirkt deutlich, doch Stefan Owesny ordnete die Partie differenziert ein: Vor allem vor der Pause sei das Ergebnis klarer gewesen als das Spiel. Ausschlaggebend waren für den Hainburg-Trainer der frühe Doppelschlag, das 3:0 noch vor der Pause und eine Schlussphase, in der seine Mannschaft "nie nachgelassen" habe.

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Der Start war aus Hainburger Sicht genau so, wie sich Stefan Owesny die Partie vorgestellt hatte. Seine Mannschaft kam gut hinein, übernahm nach seinen Worten früh das Kommando und zog das Derby mit einem Doppelschlag rasch auf ihre Seite. Tomas Simkovic traf in der 17. und 19. Minute zum 0:1 und 0:2, damit war der Gast sofort in einer sehr guten Position. Ganz so einseitig, wie es der Zwischenstand vermuten ließ, war die erste Halbzeit aus Sicht des Trainers aber nicht. "Wir haben Prellenkirchen ganz gut erwischt, aber vor allem in der ersten Halbzeit war das Ergebnis klarer als das Spiel", sagte Owesny. Gerade Mitte der ersten Hälfte ließ Hainburg einige Kontermöglichkeiten der Hausherren zu. Dass es trotzdem ohne Gegentor blieb, lag laut dem Trainer auch an Martin Mijic, der "uns vor einem Gegentreffer bewahrt hat". Mit dem 0:3 in der 38. Minute durch Simon Owesny war diese Phase dann beendet, zur Pause stand eine klare 3:0-Führung.
Nach dem Seitenwechsel bekam Prellenkirchen durch Christof Kletzenbauer in der 61. Minute zwar noch einmal ein Erfolgserlebnis, aus Hainburger Sicht änderte das am Gesamtbild aber nicht mehr entscheidend viel. Owesny formulierte es nach dem Spiel deutlich: "Trotz des Anschlusstreffers war der Sieg nie in Gefahr." Den Moment, in dem die Partie endgültig erledigt war, sah der Trainer nur wenig später. Dominik Zelipsky stellte in der 68. Minute auf 1:4 und setzte damit laut Owesny die "endgültige Entscheidung". Gerade an dieser Stelle wurde auch sichtbar, warum der Hainburg-Coach den Auftritt zwar sehr positiv, aber nicht völlig kritiklos bewertete. "Für meinen Geschmack haben wir in der ersten Halbzeit zu viele Kontermöglichkeiten zugelassen, wo die Restverteidigung nicht immer gepasst hat", sagte er. Auch beim Stand von 0:2 hätte er sich mehr Kontrolle gewünscht: "Da müssen wir noch mehr das Spiel übernehmen und viel mehr den Ball und Gegner laufen lassen."
Richtig deutlich wurde das Ergebnis dann erst in den letzten Minuten. Hainburg blieb am Drücker und legte noch vier Tore nach, weil die Gäste nach Aussage ihres Trainers bis zum Schluss nicht vom Gas gingen. Martin Janecek erhöhte in der 79. Minute auf 1:5, ehe Nevio Pos in der 85. Minute das 1:6 erzielte. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter: Janecek traf in der 88. Minute noch einmal, Pos setzte in der Nachspielzeit mit dem 1:8 den Schlusspunkt. Gerade diese Phase gefiel Owesny besonders gut. "Wir hatten noch einige tolle Möglichkeiten und haben uns ein wenig in einen Rausch gespielt", sagte er. Entscheidend war für ihn dabei nicht nur die Zahl der Tore, sondern auch die Haltung seiner Mannschaft. "Wir haben trotz der klaren Führung nie nachgelassen und immer weiter auf das nächste Tor gespielt." Genau daraus sei am Ende auch dieser hohe Sieg entstanden.
Entsprechend zufrieden war der Trainer nach dem Schlusspfiff, ohne dass er dabei abgehoben wirkte. "Die größte Stärke war heute die geschlossene Mannschaftsleistung", sagte Owesny und bezog dabei ausdrücklich alle Teile seines Kaders mit ein. Von vorne bis hinten habe seine Mannschaft funktioniert, auch die Wechsel seien wichtig gewesen: "Die Ersatzspieler haben viel Energie gebracht und das Niveau gehalten." Dazu passte für ihn auch der Rahmen dieser Begegnung. Owesny sprach von einer "sehr intensiven, aber durchwegs fairen Derbybegegnung". Am Ende nannte er den 8:1-Erfolg einen besonderen Abend für seinen Verein. "Wir können sehr stolz auf diesen Abend sein. Einen 8:1-Auswärtssieg in einem Derby feiert man nicht alle Tage, schon gar nicht in Prellenkirchen", sagte er. Gleichzeitig schob er sofort nach, worauf es ihm nun ankommt: "Wir müssen am Boden bleiben und versuchen, nächste Woche wieder eine gute Trainingswoche zu haben." Mit sieben Punkten aus drei Runden liegt Hainburg vorne, der klare Derbyerfolg soll nun der nächste Schritt und nicht bloß ein Ausreißer sein.