In der 2. Klasse Ost hat sich ASK Schwadorf 1936 am Freitagabend mit 2:0 gegen SC Au/Leithagebirge durchgesetzt. Nach torloser erster Hälfte machte Schwadorf die Partie nach der Pause mit Treffern von Severin Zelenak und Razvan Pop klar. Trainer Marcus Schlosser sah vor allem Disziplin, Laufbereitschaft und die genaue Einhaltung des Matchplans als Grundlage für einen aus seiner Sicht mehr als verdienten Heimsieg.

Foto von Pedram Raz auf Unsplash
Schlosser legte den Schwerpunkt seiner Analyse klar auf die Ordnung seiner Mannschaft. „Meine Mannschaft hat sich eindeutig an unseren Spielplan gehalten“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Sein Team habe versucht, Au wenig Torchancen zuzulassen und die bekannten Stärken des Gegners unter Kontrolle zu halten. Genau das sei vor allem in der Anfangsphase gut gelungen. Nach Einschätzung des Trainers waren die ersten 25 bis 30 Minuten klar in der Hand der Gastgeber. Au kam in dieser Phase zu keiner einzigen echten Torchance, während Schwadorf selbst die gefährlicheren Aktionen hatte. Der letzte Pass und die letzte Entscheidung im Bereich des Sechzehners seien aber noch nicht sauber genug gewesen, weshalb es zunächst beim 0:0 blieb. Erst in den letzten zehn Minuten vor der Pause kam Au etwas besser ins Spiel und hatte mehr Spielanteile. Wirklich zwingend wurde es laut Schlosser aber auch da nicht. Er sprach nur von zwei etwas heikleren Situationen vor dem eigenen Tor, einmal nach einer Standardsituation und einmal nach einem Abspielfehler.
Nach dem Seitenwechsel sah Schlosser zunächst ein ähnliches Bild. Schwadorf blieb das aktivere Team und belohnte sich diesmal auch. In der 49. Minute fiel nach einem Eckball von rechts die Führung. Martin Bauer brachte den Ball zur Mitte, die Hereingabe wurde verlängert, und Severin Zelenak nahm den Ball an der zweiten Stange auf und schoss sehenswert ins lange Kreuzeck. Für Schlosser war dieser Treffer der Schlüsselmoment der Partie. „Das 1:0 war sicher ein kleiner Befreiungsschlag“, sagte er. Weil Au nun mehr riskieren musste, bekam Schwadorf die Räume, die es davor nur selten gegeben hatte. Genau daraus entstand später auch das 2:0. Über die linke Seite kam der Ball zur Mitte, Au konnte die Situation nicht sauber bereinigen, und Razvan Pop reagierte am schnellsten und traf in der 64. Minute zum zweiten Mal. Schlosser sah darin die Vorentscheidung, weil sein Team das Spiel danach weiter kontrollierte und Au aus dem Spiel heraus kaum zu klaren Möglichkeiten kam.
Dass Schwadorf diesen Abend am Ende so klar auf seine Seite ziehen konnte, führte der Trainer vor allem auf das geschlossene Auftreten seiner Mannschaft zurück. „Besonders gut hat die Disziplin funktioniert, die Einhaltung des Matchplans und dass alle Spieler genau an ihren Aufgaben festgehalten und als Mannschaft agiert haben“, sagte Schlosser. Er sprach auch von viel Laufbereitschaft und Einsatz und davon, dass seine Mannschaft „wieder Fußball gespielt“ habe. Den Gegner bewertete er dabei durchaus respektvoll. Au habe selbst angekündigt, unter die ersten drei kommen zu wollen, habe gute Offensivspieler und sei als Mannschaft kompakt. Gerade deshalb maß Schlosser dem Auftritt seiner Elf einiges bei. „Sie konnten ihre Stärken nicht entfachen, weil wir das nicht zugelassen haben“, meinte er. In der Schlussphase warfen die Gäste noch einmal mehr nach vorne, wirklich gefährlich wurde es laut Schlosser aber nur nach Abspielfehlern der Schwadorfer. Gleichzeitig sah er auch noch Luft nach oben, weil seine Mannschaft Konter in den letzten 15 Minuten nicht sauber zu Ende spielte und das Ergebnis sogar höher hätte ausfallen können. Den Schiedsrichter bewertete er insgesamt positiv, auch wenn nach dem 2:0 die Gangart härter geworden sei. Für Schwadorf nimmt Schlosser aus dem zweiten Sieg im zweiten Spiel jedenfalls einiges mit: Seine Mannschaft komme langsam in den Meisterschaftsmodus, habe fast alle Spieler wieder zur Verfügung und könne „noch stabiler werden“, wenn sie diesen Weg weitergehe.