Im Spitzenspiel der 2. Klasse Ost hat sich der ASK Schwadorf 1936 dem FK Hainburg mit 1:2 geschlagen geben müssen. Für Trainer Stefan Owesny war vor allem der schnelle Ausgleich nach dem Rückstand der Knackpunkt. Hainburg war aus seiner Sicht über weite Strecken das aktivere Team, ließ den Gastgeber lange kaum zur Entfaltung kommen und brachte den Vorsprung trotz einer hektischen Schlussphase über die Zeit.

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Stefan Owesny sah seine Mannschaft von Beginn an in einer guten Rolle. Hainburg kam nach seinen Worten gleich früh zu einer richtig guten Möglichkeit und hatte die Partie zunächst im Griff. "Wir haben das Spiel ganz gut kontrolliert und gleich zu Beginn eine Topchance", sagte der Trainer, der vor allem den Start seiner Elf hervorhob. Auch gegen den Ball war Hainburg aus seiner Sicht aufmerksam, weil sich Schwadorf offensiv zunächst kaum durchsetzen konnte. Umso ärgerlicher war für Owesny dann der Rückstand in der 24. Minute, als Martin Bauer für die Gastgeber zum 1:0 traf. Der Hainburger Trainer sprach von einem "unnötigen Gegentor nach einem individuellen Fehler", umso mehr Gewicht bekam deshalb die direkte Antwort. Nur eine Minute später stellte Tomas Simkovic auf 1:1, und genau dieser rasche Ausgleich war für Owesny die Szene, die das Spiel wieder klar in die gewünschte Richtung lenkte. "Wichtig war der postwendende Ausgleich gleich nach dem Rückstand, weil Schwadorf eigentlich aus dem Nichts in Führung gegangen ist", sagte er. Bis zur Pause sah er seine Mannschaft weiter am Drücker. "Wir hätten schon in der ersten Halbzeit das Spiel vorentscheiden können", meinte Owesny, weil Hainburg noch vor dem Seitenwechsel mehrere Chancen, darunter auch ein Lattentreffer, auf eine Führung hatte, diese aber ungenutzt ließ.
Was Hainburg vor der Pause versäumte, holte die Mannschaft kurz nach Wiederbeginn nach. In der 52. Minute traf Martin Janecek zum 2:1, nachdem Sebastian Rauscher den Ball sehenswert hereingebracht hatte. Für Owesny war das nicht nur der Siegestreffer, sondern auch die logische Folge der Spielentwicklung. "Nach dem Seitenwechsel haben wir den verdienten und überfälligen Führungstreffer erzielt", sagte der Trainer, der sein Team danach weiter mit Vorteilen sah. Hainburg habe das Spiel in dieser Phase im Griff gehabt und auch die Möglichkeiten besessen, den dritten Treffer nachzulegen. Gerade darin lag für ihn aber auch der einzige größere Kritikpunkt an diesem Auftritt. "Die Partie hätte nicht so eng sein müssen am Schluss, wenn wir unsere Möglichkeiten genutzt hätten", sagte Owesny. Insgesamt gefiel ihm die geschlossene Leistung seiner Mannschaft dennoch. Gegen einen spielerisch starken Gegner habe Hainburg vieles richtig gemacht. "Wir waren gegen diese spielerisch gute Mannschaft die dominierende Mannschaft", so der Trainer. Nur phasenweise hätte er sich "noch ein bisschen mehr Ruhe am Ball" gewünscht. Dass Hainburg auch personell gut aufgestellt war, spielte aus seiner Sicht ebenfalls mit hinein. Owesny hob ausdrücklich hervor, dass die Ersatzbank Qualität hatte und dem Spiel noch zusätzlichen Einfluss geben konnte.
Ganz ohne Zittern verlief die Schlussphase dann aber doch nicht. Owesny berichtete, dass Hainburg in der Schlussphase noch einmal deutlich unter Druck geriet. Schwadorf kam dabei zu einer großen Möglichkeit auf den Ausgleich, doch Hainburg überstand diese Phase und nahm die drei Punkte mit. "Goalie Martin Mijic sicherte mit einem tollen Save die 3 Punkte". Gerade deshalb blieb der Trainer bei seiner Einordnung, dass es am Ende ein verdienter Auswärtssieg war. "Ich denke, dass wir einfach die bessere Mannschaft waren. Wir hatten viel mehr Torchancen und daher geht der Sieg völlig in Ordnung", sagte Owesny und verwies noch einmal darauf, dass die Partie nur deshalb offen blieb, weil seine Mannschaft ihre Möglichkeiten davor nicht konsequent genug nutzte. Gleichzeitig verteilte er auch Respekt an den Gegner. Schwadorf sei "eine sehr gestandene Mannschaft mit vielen routinierten Spielern" und werde in dieser Saison wohl nur schwer zu schlagen sein. Dazu passte aus seiner Sicht auch die intensive Gangart des Spiels. Die Zweikämpfe seien umkämpft aber fair gewesen. Für Hainburg war der 2:1-Erfolg damit mehr als nur ein Auswärtssieg in Runde fünf. Die Gäste behaupteten damit die Tabellenführung in der 2. Klasse Ost und untermauerten mit 13 Punkten, dass sie im bisherigen Saisonverlauf zu den konstantesten Teams der Liga zählen.