In der 2. Klasse Ost ist SC Edelstal am Samstag gegen SG Stixneusiedl/Sarasdorf deutlich mit 0:6 unterlegen. Schon das frühe 0:1 führte die Partie aus Sicht von Trainer Jürgen Ethofer auf eine schwierige Bahn. Der Edelstal-Coach sprach nach dem Spiel von einem Knackpunkt, sah seine ersatzgeschwächte Mannschaft danach aus dem Rhythmus geraten und den Gegner das Momentum nützen.

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Für Ethofer begann die Partie mit jener Szene, die er auch im Nachhinein als spielentscheidend einordnete. In der 9. Minute brachte Serhat Erol die Gäste mit 1:0 in Führung, aus Edelstaler Sicht aber aus einer Abseitsposition. „Das war für uns schon der Knackpunkt“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Er schilderte die Situation so, dass ein Ball in die Tiefe gespielt worden sei bei dem anschließenden Pass ins Zentrum, der Angreifer aus seiner Wahrnehmung vor der Abwehr gestanden habe und der Ball nach vor gespielt wurde, ehe der Treffer gefallen sei. Mit diesem Rückstand wurde die Aufgabe für die Gastgeber rasch schwerer, weil Stixneusiedl/Sarasdorf danach Sicherheit gewann und auf die Führung aufbauen konnte. Noch vor der Pause legten Jakub Hoffmann in der 22. Minute und Dominik Pajducak in der 44. Minute nach, womit Edelstal schon zur Halbzeit einem klaren 0:3 hinterherlief.
Dass Edelstal an diesem Tag nicht so auftreten konnte, wie man es sich vorgenommen hatte, führte Ethofer vor allem auf die personelle Lage zurück. „Wir stecken derzeit in einer schwierigen Phase. Viele angeschlagene und verletzte Spieler haben gefehlt, dazu auch einige aus beruflichen Gründen“, erklärte der Trainer. Dadurch habe seiner Mannschaft gerade jenes Eingespielte gefehlt, das in solchen Spielen wichtig sei. In dieser Besetzung sei man nicht wirklich aufeinander abgestimmt gewesen. Den Einsatz seiner Spieler stellte Ethofer dabei ausdrücklich nicht infrage. „Die Jungs haben engagiert gespielt, aber die Leichtigkeit hat gefehlt“, sagte er. Genau das habe man nach dem frühen Gegentor besonders gemerkt, weil Edelstal nicht mehr so ins Spiel gekommen sei, wie es notwendig gewesen wäre, um die Partie noch einmal in eine andere Richtung zu lenken.
Auf der anderen Seite sah Ethofer einen Gegner, der aus der Führung genau das machte, was man sich aus Sicht einer auswärts spielenden Mannschaft wünscht. „Sie haben ihr Spiel durchgezogen“, sagte er über Stixneusiedl/Sarasdorf. Das frühe 1:0 habe den Gästen „in die Karten gespielt“, danach hätten sie mit breiter Brust weitergespielt und ihre Situationen gut genutzt. Dieses Bild setzte sich auch nach der Pause fort. In der 73. Minute traf Serhat Erol ein zweites Mal zum 4:0, in der 84. Minute erhöhte Dominik Pajducak ebenfalls mit seinem zweiten Tor auf 5:0, ehe Jan Bruna in der 87. Minute den 6:0-Endstand herstellte. Ethofer sprach davon, dass die weiteren Tore „gut herausgespielt“ gewesen seien. Für Edelstal sei es in dieser Phase schwer gewesen, die Gäste noch entscheidend vom eigenen Tor fernzuhalten.
Diskussionsstoff blieb aus Edelstaler Sicht vor allem rund um die Abseitsbewertungen, ohne dass Ethofer die gesamte Spielleitung zum großen Thema machen wollte. „Das 1:0 war aus meiner Sicht abseits, und auch andere Abseitsentscheidungen waren etwas strittig“, sagte er. Gleichzeitig ordnete er die Situation aber auch sachlich ein: „Wenn ein Schiedsrichter alleine auf dem Feld ist, ist das nicht immer optimal zu beurteilen. Ansonsten war die Leistung ganz in Ordnung.“ Damit blieb am Ende vor allem die Erkenntnis, dass bei Edelstal derzeit einiges zusammenkommt: eine schwierige personelle Phase, ein sehr früher Rückstand und ein Gegner, der die Partie nach der Führung konsequent auf seine Seite zog. Für die Gastgeber wird es nun darum gehen, mit mehr personeller Stabilität wieder jene Abläufe zu finden, die diesmal spürbar gefehlt haben.