In der 2. Klasse Ost sah es für SG Stixneusiedl/Sarasdorf gegen FK Hainburg zunächst gar nicht nach einem klaren Nachmittag aus. Die Gäste gingen früh in Führung, verloren laut Trainer Stefan Owesny danach aber Schritt für Schritt den Zugriff und mussten am Ende eine deutliche 1:5-Niederlage hinnehmen. Für den Hainburg-Coach lag der Knackpunkt vor allem in der starken, aber ungenutzten Anfangsphase.

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Hainburg erwischte den deutlich besseren Start und hatte nach Owesnys Eindruck genau das Spiel, das man sich auswärts wünscht. Schon früh gab es die erste Möglichkeit, in der 6. Minute folgte dann die Führung durch Teodor Gaspar. Für den Trainer war das nur ein Teil einer insgesamt sehr starken Anfangsphase. „Wir sind sehr gut in die Partie reingekommen, haben die erste Viertelstunde klar dominiert“, sagte Owesny. Gerade deshalb schmerzte ihn der weitere Verlauf umso mehr. Denn neben dem 0:1 hatte seine Mannschaft laut eigener Einschätzung noch weitere gute Möglichkeiten, die Partie früh in die gewünschte Richtung zu lenken. „Wir hätten das Spiel eigentlich schon in der ersten Viertelstunde für uns entscheiden können“, meinte der Hainburg-Coach, der darin rückblickend den größten verpassten Moment des Nachmittags sah.
Mit zunehmender Spielzeit verlor Hainburg laut Owesny aber den Faden. Die Gastgeber arbeiteten sich zurück, wurden aggressiver und kamen besser in die Zweikämpfe. Genau dort verortete der Trainer einen wesentlichen Unterschied. „Wir haben in der ersten Halbzeit die Zweikämpfe nicht mehr angenommen und nicht mehr gewonnen. Auch die zweiten Bälle waren dann weg“, sagte er. Der Ausgleich durch Jakub Hoffmann fiel nach einer Standardsituation und passte aus Hainburger Sicht genau in diese Phase. Kurz vor der Pause drehte Dominik Pajducak die Partie zum 2:1. Owesny bewertete diese Szene kritisch, wollte die Niederlage aber ausdrücklich nicht am Unparteiischen festmachen. „Aus meiner Sicht war das eine klare Abseitsentscheidung, aber ich will mich nach so einer Niederlage nicht am Schiedsrichter ausreden“, stellte er klar.
Auch nach dem Seitenwechsel fand Hainburg nicht mehr zurück in die Partie. Owesny sprach davon, dass seine Mannschaft „nicht mehr in die Spur gefunden“ habe, obwohl es auch in der zweiten Hälfte noch Möglichkeiten gegeben habe. Statt eines möglichen Anschlusses fiel zwischen der 70. und 77. Minute die Entscheidung: Oliver Honemann erhöhte auf 3:1, wenig später traf Jakub Hoffmann zum zweiten Mal, ehe Dominik Pajducak mit seinem ebenfalls zweiten Tor den 5:1-Endstand herstellte. Der Hainburg-Trainer nannte diese Gegentreffer „sehr billige Tore“ und sah insgesamt den Gastgeber im Vorteil, weil dieser offensiv effizienter war und „auf jeden Fall die bessere Zweikampfstatistik“ hatte. Dazu kam für ihn noch etwas anderes: „Stixneusiedl/Sarasdorf hat sich reingekämpft und den Sieg am Ende mehr gewollt als wir.“
So deutlich das Ergebnis am Ende war, Owesny machte im Gespräch mehrfach klar, dass er die Partie nicht auf eine einzelne Szene reduzieren will. Die verpasste Chance auf ein frühes zweites Tor, das Nachlassen in den Zweikämpfen und die fehlende Überzeugung griffen für ihn ineinander. „Die Überzeugung, dieses Spiel gewinnen zu wollen, haben wir diesmal nicht so auf den Platz gebracht“, sagte der Trainer selbstkritisch. Entsprechend deutlich kündigte er die Aufarbeitung an: „Wichtig ist, dass wir das gut analysieren, jeder auch selbstkritisch ist und sich an der eigenen Nase nimmt.“ Für die kommende Woche erwartet er eine klare Antwort seiner Mannschaft. „Wir werden versuchen, dass wir nächste Woche wieder unser wahres Gesicht zeigen“, so Owesny.