In der 2. Klasse Ost hat SV Prellenkirchen am Freitag gegen ASV Petronell einen 3:1-Heimsieg eingefahren und schon früh die Weichen gestellt. Trainer Markus Miletich sah vor allem den sauber umgesetzten Matchplan als Basis dafür, dass seine Mannschaft die Partie lange im Griff hatte, auch wenn das dritte Tor nach der Pause auf sich warten ließ und die Gäste zwischenzeitlich besser ins Spiel kamen.

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Prellenkirchen war vom Anpfiff weg das aktivere Team und bekam genau den Beginn, den sich Markus Miletich vorgestellt hatte. „Meine Mannschaft hat gut begonnen und den Matchplan gut umgesetzt“, sagte der Trainer, der vor allem den Führungstreffer als wichtigen Punkt der Partie hervorhob. In der 11. Minute traf Stefan Szakacs zum 1:0, nachdem ein abgespielter Eckball nur bis an den Sechzehnerrand geklärt worden war. Für Miletich war das folgerichtig: „In dieser Phase waren wir eindeutig stärker als die Petroneller.“ Ganz durchziehen konnte seine Mannschaft diese Überlegenheit zunächst aber nicht, weil sie es laut Trainer verabsäumte, sofort nachzusetzen und dem Gegner damit wieder etwas Luft gab. Trotzdem fiel noch vor der Pause das 2:0, als Lukas Patzschke nach einem Angriff über rechts und einem Gestocher im Strafraum in der 45. Minute den Ball über die Linie drückte.
Nach dem Seitenwechsel wollte Prellenkirchen laut Miletich eigentlich dort weitermachen, wo es vor der Pause aufgehört hatte. Genau das gelang aber nicht sofort. „Wir wollten in der zweiten Hälfte gleich in dem Ton weitermachen. Das haben wir ein bisschen vermissen lassen“, meinte der Trainer. Dadurch kam Petronell besser in die Partie, ohne dass Prellenkirchen die Ordnung ganz verlor. Das dritte Tor ließ aus Sicht der Gastgeber zu lange auf sich warten, ehe es in der 56. Minute doch fiel: Stefan Szakacs setzte sich über die rechte Seite bis zur Grundlinie durch, spielte den Ball zur Mitte, und Milan Sihelsky verwertete zum 3:0. Das 3:1 durch Dejan Lacarak in der 72. Minute änderte am Gesamtbild für Miletich nichts mehr. Er sprach von „ein bisschen Ergebniskosmetik“, auch wenn er das Tor des Gegners als schön herausgespielt beschrieb.
Entscheidend war für den Prellenkirchner Trainer nicht nur die Anzahl der Tore, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft die Vorgaben umsetzte. „Richtig gut war wieder einmal das Auftreten, das Mannschaftliche“, sagte Miletich. Dazu kam für ihn, dass „alle verfügbaren Spieler sich in den Dienst der Mannschaft stellen“. Genau darin sah er die Grundlage dafür, dass sein Team über längere Phasen mehr vom Spiel hatte und sich den Heimsieg verdiente. Gleichzeitig stellte Miletich klar, dass Petronell für ihn kein Gegner war, den man einfach nebenbei schlägt. Er sprach von einer „ebenbürtigen“ Mannschaft, die vor allem nach dem frühen Rückstand kurz die Spur verlor, in der zweiten Hälfte aber noch einmal aufkam. Dass die Gäste dieses Momentum nicht länger halten konnten, wertete er als einen Grund dafür, warum die Partie am Ende doch klar an Prellenkirchen ging.
Abseits der Tore nahm Miletich noch zwei Punkte ausdrücklich mit in seine Einordnung auf. Zum einen hob er die faire Linie der Partie hervor. „Von beiden Mannschaften war es ein sehr fair geführtes Spiel“, sagte er und ergänzte, dass es aus seiner Sicht „überhaupt nichts“ zu diskutieren gegeben habe. Auch die junge Schiedsrichterin bekam ein klares Lob: Sie habe das Spiel „hervorragend geleitet“ und sei sehr souverän aufgetreten. Zum anderen stellte der Trainer dem Gegner trotz der Niederlage ein gutes Zeugnis aus. Petronell sei mit seinem Kader eine Mannschaft, „wo der Trainer sicher etwas aufbauen kann“. So blieb nach dem 3:1 auf Prellenkirchner Seite ein Sieg stehen, den Miletich vor allem mit einem guten Start, drei sauber herausgespielten Treffern und einer geschlossenen Mannschaftsleistung erklärte.