In der 23. Runde der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal feierte der FZSV Rußbach einen klaren 5:2-Auswärtssieg bei Stockerau II. Nach früher Führung und kurzem Dämpfer durch den Ausgleich legten die Gäste noch vor der Pause doppelt nach und gaben das Heft nicht mehr her. Matchwinner war Fadim Bedzeti mit drei Treffern, dazu trafen Valtrim Veseli und Liridon Dauti; für Stockerau II netzten Moritz Egger und Ajdin Becirovic.

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Rußbach erwischte in Stockerau den besseren Start und belohnte sich früh: Valtrim Veseli traf in Minute 13 zur 1:0-Führung. Obmann Philipp Ehrentraud gefiel besonders die Entstehung: "Sehenswert war das 1:0: mit zwei, drei Doppelpässen vors Tor und einem Abschluss zwischen Elfer und Sechzehner." Danach kamen die Hausherren ins Spiel und glichen durch Moritz Egger in der 30. Minute zum 1:1 aus. "Wir sind relativ rasch 1:0 in Führung gegangen, haben dann wieder einmal verschlafen – 1:1. Ab der 25. Minute ist das Spiel an uns übergegangen, wir waren die viel bessere Mannschaft", ordnete Ehrentraud ein. Kurz vor der Pause stellten die Gäste die Weichen: Erst traf Fadim Bedzeti (44.), dann legte Liridon Dauti (45+1) zum 1:3 nach – der Pausenstand war hergestellt.
Mit dem Zwei-Tore-Polster im Rücken ließen die Gäste auch nach dem Wechsel nicht locker. "Nach dem 1:3 hatte ich das Gefühl, dass die Partie wirklich in unsere Richtung kippt", sagte Ehrentraud. Rußbach blieb das aktivere Team und legte nach einer Stunde noch einmal zu. Wieder war es Fadim Bedzeti, der den Unterschied machte: In der 67. Minute erhöhte er auf 1:4, zehn Minuten später setzte er mit seinem dritten Treffer den nächsten Stich und stellte auf 1:5 (77.). Damit war die Entscheidung endgültig gefallen und Bedzeti krönte seinen Auftritt mit einem Dreierpack. In der Nachspielzeit gelang Ajdin Becirovic für Stockerau II noch das 2:5 (90+3), am klaren Auswärtssieg der Gäste änderte das aber nichts mehr.
Nach dem Schlusspfiff rückte Ehrentraud die mannschaftliche Geschlossenheit in den Mittelpunkt. "Unsere größte Stärke war heute das Kollektiv", betonte der Obmann. Dennoch sieht er Luft nach oben: "Wenn wir in Führung sind, dürfen wir nicht aufhören, Fußball zu spielen. So geben wir das Spiel oft aus der Hand." Den Gegner beurteilte er fair: "Stockerau war normal stark. Viele junge Spieler mit Potenzial. Mit unserer Routine waren wir heute einfach die bessere Mannschaft." Auch der Unparteiische bekam ein Lob: "Es gab keine strittigen Szenen. Der Schiedsrichter war top, ist nicht aufgefallen, hatte wenig zu pfeifen – nichts zu beanstanden." In der aktuellen Tabelle rangiert Rußbach auf Platz acht, Stockerau II auf Rang elf – der deutliche Sieg gibt den Gästen Rückenwind für die letzten Runden.