In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal unterlag die SU Grabern dem SC Guntersdorf trotz 1:0-Pausenführung mit 1:3. Klaus-Jürgen Spätauf brachte die Hausherren in Minute 28 in Front, nach dem Wechsel trafen Paul Schöberl, Filip Durda und in der Nachspielzeit Christian Hogl für die Gäste. Co-Trainer Benjamin Pallierer sprach von einer kampfbetonten Partie und haderte: „Uns fehlte nach vielen Defensivaktionen die Entlastung.“

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Partie begann ruppig, viele Duelle, viel Arbeit gegen den Ball – genau das Bild, das Benjamin Pallierer später zeichnete. „Es war eine sehr kampfbetonte Partie. Man hat beiden Mannschaften die Wichtigkeit dieser Partie angemerkt“, sagte der Co-Trainer von Grabern. Entscheidend für die Hausherren: Sie setzten in der ersten halben Stunde die richtigen Zeichen. In Minute 28 verwertete Klaus-Jürgen Spätauf die beste Graberner Phase zum 1:0. „Die erste Halbzeit von uns war seit dem Rückrundenstart wahrscheinlich unsere beste, weil wir um jeden Ball gekämpft und uns in jeden Ball reingeschmissen haben. Nach dieser geschlossenen Leistung, vor allem in der ersten Halbzeit, kann man sich nicht beschweren“, so Pallierer. Mit diesem Gefühl und einer sauberen 1:0-Führung ging es in die Kabinen – die Basis war gelegt, die Arbeit aber noch nicht getan.
Neun Minuten nach Wiederbeginn kippte die Partie. Paul Schöberl glich in der 54. Minute für Guntersdorf aus und das Spiel bekam eine andere Richtung. Aus Sicht der Graberner gab es dafür einen klaren Grund. „Der Knackpunkt war, dass wir durch die vielen Zweikämpfe und Defensivsituationen viel Investiert haben und dafür vorne zu wenig Entlastung geschaffen haben“, erklärte Pallierer. Seine Elf verteidigte viel, kam aber zu selten aus der Umklammerung. Der Co-Trainer ordnete das auch personell ein: „Wir haben wieder mit nur einem Legionär gespielt und offensiv mit unserem Trainer Klaus-Jürgen Spätauf. Die gegnerische Mannschaft war mit vier Legionären besetzt. Das ist am Ende schwer zu kompensieren, trotz allem hat Guntersdorf am Schluss wahrscheinlich verdient gewonnen.“
Als die Kräfte schwanden, stach die Effizienz des Tabellenzweiten. In der 82. Minute stellte Filip Durda auf 1:2. Grabern warf in der Schlussphase noch einmal alles rein, musste in der Nachspielzeit aber die endgültige Entscheidung hinnehmen: Christian Hogl traf zum 1:3 (90.+3). Damit blieb es bei einer bitteren Heimniederlage gegen ein Topteam der Liga – Guntersdorf reist als Zweiter mit drei Zählern ab, während Grabern trotz starker erster Hälfte leer ausgeht. Pallierer betonte noch einmal den Kern seiner Analyse: „Wir haben uns nichts vorzuwerfen und haben alles was da war reingeworfen“ Positiv hält er fest, dass Einsatz und Haltung stimmen. Genau daran will man anknüpfen – mit der Intensität der ersten Halbzeit und einem klaren Ziel: in den nächsten Wochen noch Punkte mitzunehmen und im Sommer an den Fehlern zu arbeiten und mit Neuzugängen wieder an die Arbeit zu gehen