Spätes Happy End für den SV Stetteldorf am Wagram: In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal setzte sich SV Stetteldorf am Wagram gegen FC Würnitz mit 2:1 durch. Nach der frühen Führung durch Zemri Deari (18.) glich Patrick Starkl in Minute 90+1 aus, ehe Mathias Goldschmidt nur zwei Minuten später zum umjubelten Sieg traf. Trainer Jürgen Lederer sprach von viel Kontrolle, wenig Chancen – und einer hektischen Nachspielzeit.
Stetteldorf erwischte den besseren Start, hatte mehr vom Spiel und legte nach 18 Minuten durch Zemri Deari das 1:0 vor. Bis zur Pause blieb es bei dieser knappen Führung, weil die Hausherren ihre Überlegenheit nicht in klare Gelegenheiten ummünzen konnten. Trainer Jürgen Lederer brachte es so auf den Punkt: „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, aber wir haben keine wirklich guten Torchancen herausgespielt.“ Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig – Stetteldorf kontrollierte, Würnitz lauerte. In der Schlussphase wurde es dann, so Lederer, „hektisch“. Patrick Starkl glich in Minute 90+1 aus, laut Coach „etwas spektakulär“. Die Heimelf schüttelte sich kurz und fand die Antwort: In Minute 90+3 traf Mathias Goldschmidt zum 2:1 und ließ Stetteldorf jubeln. „Wir bekamen den Ausgleich spät und etwas spektakulär, aber in der Nachspielzeit haben wir noch den Siegtreffer gemacht“, sagte Lederer.
In seiner Analyse blieb Stetteldorfs Trainer bei einer klaren Linie: Kontrolle ja, Durchschlagskraft nein. „Wir wollten den Sieg“, betonte Jürgen Lederer, „aber aktuell tun wir uns schwer, Tore zu schießen. Wir müssen vorne zulegen und torgefährlicher werden.“ Dass seine Mannschaft nach dem späten 1:1 noch einmal zuschlug, wertete er als Zeichen von Wille und Reaktion. Gleichzeitig nahm er die Defensive in die Pflicht: „Uns fehlt zurzeit auch die Stabilität in der Defensive.“ Aus seiner Sicht lag der Schlüssel diesmal nicht in einem Feuerwerk an Chancen, sondern im langen Atem und in der Bereitschaft, bis ganz zum Schluss nachzulegen. Der knappe Heimsieg passt zu dieser Einschätzung: viel Einsatz, viel Ballkontrolle – und am Ende die eine Aktion, die das Spiel entscheidet.
Respekt gab es von Lederer auch für den Gegner. „Der Gegner war ersatzgeschwächt, dennoch gab er sich nicht auf und kämpfte bis zur letzten Minute“, sagte der Stetteldorf-Coach. Seine Einschätzung zur offenen Schlussphase fiel entsprechend vorsichtig aus: „Das Spiel hätte bis zum Schluss in beide Richtungen gehen können.“ Für Gesprächsstoff sorgte das 1:1, zu dem Lederer anmerkte: „Es gab zwei strittige Szenen. Beim 1:1 gibt es Verdacht auf Handspiel, das müsste man sich noch einmal anschauen.“ Eine Bewertung der Entscheidungen vermied er, hielt aber fest, dass die hektische Nachspielzeit gut zu dieser Partie passte: ein enges Unterhausduell, in dem Würnitz trotz Personalsorgen nicht nachließ und Stetteldorf die Nerven behielt.
Abseits der Tore war es ein Fußballnachmittag mit ordentlicher Kulisse. „Die Stimmung war sehr gut, weil wir unsere Sportfreunde aus Esselbach hier hatten, mit denen uns eine lange Partnerschaft verbindet“, erzählte Lederer. Sportlich verschafft der 2:1-Erfolg wichtige Luft im unteren Mittelfeld: In der aktuellen Tabelle liegt Stetteldorf auf Rang 10, Würnitz auf 13. Genau deshalb ordnete der Trainer den Sieg nüchtern ein – als Schritt, nicht als Ziel. „Wir müssen vorne zulegen und torgefährlicher werden“, wiederholte er, „und wir brauchen mehr Stabilität hinten.“ Der Plan für die kommenden Wochen ist damit gesetzt: an der Effizienz arbeiten, die Kontrolle beibehalten und aus engen Spielen wie diesem dauerhaft drei Punkte machen.