Spielberichte

SV Langenzersdorf verliert nach Führung 2:4 – Fitz: „Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen“

USC Fallbach
SV Langenzersdorf

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal musste der SV Langenzersdorf beim USC Fallbach eine 2:4-Niederlage hinnehmen. Dabei legte Langenzersdorf mit dem 1:0 los, kassierte aber postwendend den Ausgleich. Nach der Pause drehte Fallbach auf und zog davon. Aus Gästesicht blieb vor allem ein vergebener Elfer und das verlorene Duell in den Zweikämpfen hängen. Trainer Andreas Fitz brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir haben das körperliche Spiel nicht gut genug angenommen.“

Fußballspieler in grünem Trikot mit einer Grätsche

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Frühe Führung, schneller Ausgleich – und liegen gelassene Möglichkeiten

Der Auftakt versprach aus Langenzersdorfer Sicht viel: Adrian Wilfing stellte in Minute 12 auf 0:1. Doch die Freude dauerte nur Augenblicke, denn Marek Sehnal glich praktisch im Gegenzug zum 1:1 aus (13.). Bis zur Pause blieb es dabei, obwohl die Gäste durchaus ihre Momente hatten. „Wir sind 1:0 in Führung gegangen und haben eine Minute später gleich das 1:1 bekommen. Trotzdem hatten wir in der ersten Halbzeit viel mehr vom Spiel“, sagte Andreas Fitz. Besonders schmerzte, was liegen blieb: „Wir hatten eine Riesenchance aufs 2:1 und dazu einen Elfer verschossen. Gehen wir 2:1 oder sogar 3:1 in Führung, holen wir die Partie.“ So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen – und dem nagenden Gefühl, sich nicht belohnt zu haben.

Fallbach legt nach der Pause zu – Fitz sieht das 2:1 als Abseits

Direkt nach Wiederbeginn kippte das Spiel endgültig in Richtung Fallbach: Erneut war es Sehnal, der nur Sekunden nach Wiederbeginn auf 2:1 stellte (46.). Aus Sicht der Gäste eine strittige Szene. „Das 2:1 war für mich hundertprozentig Abseits“, ärgerte sich Fitz – um gleich anzufügen: „Das ist aber keine Ausrede. Wir haben die Partie selbst verloren.“ Der Unparteiische bekam von ihm dennoch Rückendeckung: „Der Schiedsrichter hat das gut gemacht. Wenn man alleine pfeift, kann man nicht jede Situation sehen.“ Der nächste Rückschlag folgte in Minute 62, als ein Eigentor von Michael Seipl das 3:1 bedeutete. Fallbach nutzte diese Phase eiskalt, während Langenzersdorf in den entscheidenden Duellen zu oft das Nachsehen hatte.

Rot, 4:1, kosmetischer Anschluss – und klare Worte des Trainers

Die Schlussphase lief weiter gegen die Gäste. In Minute 80 sah Andreas Grassl Rot, drei Minuten später erhöhte Manuel Prokesch auf 4:1 (83.). Erst tief in der Nachspielzeit betrieb Julian Küssler mit dem 4:2 (90.+4) noch Ergebniskosmetik. Fitz blieb bei seiner Einordnung konsequent: „Wir wollten vieles spielerisch lösen, waren vorne nicht so griffig und haben die Zweikämpfe nicht angenommen.“ Den Gegner ordnete er knapp, aber treffend ein: „Fallbach war physisch stark und hat mit der individuellen Klasse vorne verdient gewonnen.“ In der Tabelle hält Langenzersdorf bei 42 Punkten und bleibt Dritter, doch der Anspruch ist höher. „Heute war von A bis Z der Wurm drin. So eine Leistung reicht nicht, wenn man Zweiter werden will“, sagte Fitz und forderte für die nächsten Wochen vor allem eines: mehr Biss in jedem Zweikampf.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Fallbach : Langenzersdorf - 4:2 (1:1)

  • 94
    Julian Küssler 4:2
  • 83
    Manuel Prokesch 4:1
  • 62
    Eigentor durch Michael Seipl 3:1
  • 46
    Marek Sehnal 2:1
  • 13
    Marek Sehnal 1:1
  • 12
    Adrian Wilfing 0:1