In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal setzte sich der UFC Gaubitsch bei Stockerau II mit 2:1 durch. Nach dem 0:1 durch Moritz Egger glich Tomas Oklestek noch vor der Pause aus, nach Seitenwechsel besorgte Felix Petzina den Siegtreffer. Klingt nach Pflicht erfüllt – klang aber ganz anders bei Coach Marek Dite. Er nannte die Vorstellung „inakzeptabel“, vor allem nach der Pause. Kurz vor Schluss sah Stockeraus Bahtijar Sherifoski noch Rot. Unterm Strich blieben drei Punkte – und viel Ärger über die eigene Leistung.

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Die Partie begann mit einem Dämpfer für die Gäste: Nach 22 Minuten stellte Moritz Egger auf 1:0 für Stockerau II. Gaubitsch brauchte ein paar Minuten, fand dann aber zurück. In der 33. Minute traf Tomas Oklestek zum 1:1, womit es auch in die Kabinen ging. „Das 0:1 war für uns der Wecker“, sagte Marek Dite, der die Reaktion seines Teams zumindest in dieser Phase gelten ließ. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste ergebnistechnisch nach: In Minute 56 brachte Felix Petzina den Tabellenführer mit 2:1 in Front. Kurz vor Schluss wurde es noch hitzig, als Bahtijar Sherifoski in der 89. Minute Rot sah. Am Ergebnis änderte das nichts mehr – Gaubitsch nahm den Auswärtssieg mit.
So richtig freuen wollte sich Marek Dite danach nicht. Der Gaubitsch-Trainer wählte deutliche Worte: „Wir haben drei Punkte, aber Leistung und Herangehensweise waren inakzeptabel. Ich bin sehr verärgert über meine Mannschaft und auch über mich.“ Seine Einordnung war klar zweigeteilt: „Die erste Halbzeit war noch relativ in Ordnung.“ Danach allerdings folgte die schärfste Kritik: „Die zweite Halbzeit war die schlechteste, seit ich Trainer bin. Wir sind nur dagestanden und haben zugeschaut, nicht geholfen, uns nicht angeboten – das war wirklich nicht akzeptabel.“ Bemerkenswert war, dass Dite trotz des Sieges keinen Millimeter von dieser Linie abwich. Der Dreier zählte, die Art und Weise gefiel ihm gar nicht.
Auch beim Blick auf die spielerischen Momente blieb Dite streng. „Unsere einzige schöne Aktion war die vor dem ersten Tor“, sagte er – gemeint war der Ausgleich, den Tomas Oklestek in Halbzeit eins erzielte. Ansonsten sah er wenig, was ihm gefiel. Den Gegner dagegen würdigte er ausdrücklich: „Stockerau hat eine sehr junge Mannschaft und wollte Fußball spielen. Vor allem nach der Pause war das gut.“ Den Unterschied sah er woanders: „Wir gewinnen nur wegen unserer Erfahrung.“ Zum späten Platzverweis meinte Dite nüchtern: „Ich kann nicht sagen, es lag am Schiedsrichter. Er musste etwas machen.“ Inhaltlich blieb damit auch dieser Aufreger ohne größere Debatte – der Coach wollte nichts auf äußere Umstände schieben.
Bei allem Frust über die zweite Hälfte blieb Dite beim Lösungsweg konkret. „Wenn wir ohne Ball nicht laufen, müssen wir das im Training nachholen“, kündigte er an. Es geht ihm um Basics: sich anbieten, Wege machen, den Nebenmann unterstützen. „Wir müssen uns viel mehr ohne Ball bewegen – und das werden wir üben“, so der Trainer. Sportlich steht Gaubitsch weiterhin an der Spitze der Liga, doch Dite denkt weniger an die Tabelle als an den nächsten Schritt in der Entwicklung. Der 2:1-Erfolg in Stockerau bringt Ruhe in der Rechnung, aber keinen Freibrief: Die Messlatte legt der Coach bewusst höher – damit die Punkte künftig wieder mit überzeugenden Leistungen einhergehen.