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„Beklagen dürfen wir uns nicht“ – FZSV Rußbach sieht die Verjüngung des Teams nun fruchten

FZSV Rußbach

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich FZSV Rußbach nach wechselhaften Monaten auf Rang acht stabilisiert. Obmann Philipp Ehrentraud blickt deshalb positiv auf die vergangene Saisonhälfte zurück. Vor allem die Verjüngung des Kaders und der Umgang innerhalb der Mannschaft sind für ihn Gründe, warum der Weg zuletzt klar nach oben zeigte. Die Ergebnisse zum Schluss und der Blick auf die Tabelle geben dieser Einschätzung recht.

Weitwinkelaufnahme eines Fußballspiels mit Flutlicht

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash

Die Entwicklung ist für den Verein inzwischen klar sichtbar

Philipp Ehrentraud musste nicht lange überlegen, als es um die Einordnung der letzten Monate ging. „Beklagen dürfen wir uns nicht“, sagte der Obmann und machte damit gleich klar, dass beim FZSV Rußbach Zufriedenheit überwiegt. Besonders wichtig ist für ihn dabei nicht nur der Tabellenplatz, sondern die Richtung, in die sich die Mannschaft entwickelt hat. „Man sieht die Verjüngung des Teams und den Umgang miteinander. Das fruchtet und greift jetzt endlich“, sagte Ehrentraud. Gerade dieser Hinweis erklärt gut, warum der Rückblick in Rußbach mehr ist als eine reine Punkterechnung. Der Verein sieht bestätigt, dass der eingeschlagene Weg mit einem jüngeren Kader nicht nur auf dem Papier gut klingt, sondern sich inzwischen auch im Alltag der Mannschaft bemerkbar macht. Dazu passt auch, dass Ehrentraud ausdrücklich auf die jüngste Serie - 9 Spiele in Folge ohne Niederlage – verweist.

Die Schlussphase brachte Punkte und einen Sprung nach vorne

Auch der Blick auf die letzten Wochen der Saison untermauert diese Einschätzung. FZSV Rußbach blieb in den letzten fünf erfassten Spielen ungeschlagen und holte aus dieser Phase 11 Punkte. Auf das 1:1 gegen SC Enzersfeld/W. folgte ein 5:2 gegen Stockerau II. Danach setzte sich FZSV Rußbach mit 2:1 gegen SV Hausleiten durch und gewann auch das torreiche 5:4 gegen UFC Hanfthal, ehe die Serie mit einem 1:1 gegen SG Korneuburg/Stetten II abgeschlossen wurde. In der Tabelle war dieser Lauf klar zu sehen. Nach Runde 16 lag FZSV Rußbach noch auf Platz 13, arbeitete sich danach aber Schritt für Schritt nach vorne und hielt ab Runde 20 konstant Rang acht. Wenn Ehrentraud sagt, „somit sind wir auf einem guten Weg“, dann stützt sich das also nicht auf ein Gefühl, sondern auf eine Phase, in der die Mannschaft regelmäßig angeschrieben hat. „Wir wollen Stabilität in unser Spiel bringen – Platz 5 wird vom Verein als Ziel für die kommende Saison gesetzt“, so Ehrentraud.

Im Kader gibt es Bewegung, rundherum setzt der Verein auf Kontinuität

Trotz des positiven Rückblicks bleibt der Sommer natürlich nicht ohne Veränderungen. Einziger fixer Abgang ist Matej Grgic. Neu dazu stößt Mario Steiner von Fortuna 05, der im offensiven Mittelfeld zu Hause ist. Mit Nico Kratschmayer (Würnitz) soll in Zukunft die Defensive verstärkt werden und mit Dawid Dudra (Polska) kommt ein junger Flügelflitzer. Gerade in einer Mannschaft, die laut ihrem Obmann von Verjüngung und einem besseren Miteinander lebt, bekommen solche Wechsel zusätzliches Gewicht. Sie verändern nicht nur den Kader, sondern auch die Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe. Gleichzeitig bleibt das Umfeld ruhig. Auf die Frage nach Änderungen im Trainerstab oder auf Funktionärsebene: „Nein, gibt es aktuell nicht.“ Genau diese Kontinuität passt zu jenem Bild, das Ehrentraud insgesamt zeichnet. Beim FZSV Rußbach soll nicht alles neu gemacht werden, sondern das weitergeführt werden, was in den vergangenen Monaten sichtbar besser funktioniert hat.

Rang acht ist eine ordentliche Basis für die nächste Phase

Die Ausgangslage lässt sich deshalb recht klar zusammenfassen. Mit 31 Punkten steht FZSV Rußbach auf Platz acht, einen Punkt vor UFC Hanfthal und vier Punkte hinter USC Fallbach. Das ist kein Tabellenbereich, in dem man sich entspannt zurücklehnen kann, aber sehr wohl einer, aus dem sich ordentlich weiterarbeiten lässt. Ehrentrauds Aussagen klingen dabei bewusst bodenständig. Es ist kein großes Abfeiern einer Halbserie, sondern eher die nüchterne Feststellung, dass sich etwas entwickelt hat. Genau das macht seine Einordnung glaubwürdig. FZSV Rußbach nimmt aus den vergangenen Monaten eine stabile Schlussphase, eine klare interne Linie und das Gefühl mit, dass die Verjüngung nicht mehr nur ein Plan ist, sondern mittlerweile auf dem Platz und in der Mannschaft sichtbar wird.