In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich SG Korneuburg/Stetten II am Sonntag mit einem 1:1 von SV Eintracht Pulkautal getrennt. Nach dem frühen 0:1 durch Joel Rios arbeitete sich die Heimelf zwar zurück, mehr als der Ausgleich durch Lukas Gassner sprang aber nicht heraus. Trainer Stefan Molzer brachte es danach klar auf den Punkt: „Wir waren doch näher am Sieg dran.“

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Für Korneuburg/Stetten II begann die Partie denkbar ungünstig. Schon in der 3. Minute brachte Joel Rios die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau das war aus Sicht von Stefan Molzer ein Knackpunkt für den weiteren Verlauf. „Wir sind relativ früh in Rückstand geraten. Das Tor entstand durch einen einfachen Ballverlust, den daraus resultierenden Konter spielten die Gäste super zu Ende. Das hat den Matchplan natürlich über Bord geworfen“, sagte der Trainer nach dem Spiel. In der Folge, so schilderte es Molzer, habe seine Mannschaft „eigentlich das Heft in die Hand genommen“. Auf der Anzeigetafel änderte sich bis zur Pause dennoch nichts mehr, Pulkautal nahm das 1:0 mit in die Kabine und zwang die Gastgeber damit weiter zur Geduldsprobe.
Nach dem Seitenwechsel blieb die SG am Drücker und suchte den Weg zurück. Belohnt wurde dieser Aufwand in der 75. Minute, als Lukas Gassner den verdienten Ausgleich zum 1:1 erzielte. Für Molzer war dieses 1:1 keine Überraschung mehr, sondern eine Entwicklung, die sich schon länger angedeutet hatte. „Der Ausgleich war mehr als verdient. Das hat sich eigentlich abgezeichnet“, meinte er. Gerade deshalb ärgerte ihn, dass seine Mannschaft aus der guten Ausgangslage nicht noch mehr machen konnte. „Wir haben viel zu kompliziert gespielt und die Torchancen nicht genutzt“, sagte der Trainer. Auch nach dem 1:1 sei die Möglichkeit noch da gewesen, nachzulegen, betonte der Heimcoach. Genau dort lag für ihn der Unterschied zwischen einem Punkt und drei.
In seiner Analyse hob Molzer durchaus Dinge hervor, mit denen er leben konnte. „Die Zweikampfhärte und die gute Bank, mit der nochmals deutlich Schwung ins Spiel kam – einzig das zweite Tor hat gefehlt“, sagte er über die Leistung seiner Mannschaft. Gleichzeitig sprach er sehr offen an, woran es aus seiner Sicht gehapert hat. „Die Kaltschnäuzigkeit, einfach vor dem Tor abgebrüht zu sein und die wenigen Chancen, die man bekommt in so einem Spiel, zu nutzen. Das hat den Ausschlag gegeben. Und auch der letzte Pass, der hat leider oft gefehlt.“ Dazu kam, dass Pulkautal schwer zu bespielen blieb. „Sie haben uns das Spiel sehr schwer gemacht. Sie haben gut verteidigt, wir sind kaum durchgekommen", sagte Molzer. Er sprach insgesamt von einem „sehr kampfbetonten Spiel“, in dem der Gegner die Zweikämpfe hart geführt hat. Mit der Leistung des Schiedsrichters war er im Großen und Ganzen einverstanden. Unter dem Strich bleibt für die SG nach zwei Runden der vierte Punkt, auch wenn sich dieses 1:1 aus Sicht der Gastgeber eher wie eine verpasste Gelegenheit anfühlte.