Spielberichte

„Die Geduld im Spiel war ganz wichtig“ – Ravelsbach dreht das Match in Würnitz spät

FC Würnitz
SV Ravelsbach

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich der SV Ravelsbach beim FC Würnitz mit 3:1 durchgesetzt, auch wenn es lange nicht nach einem Auswärtssieg aussah. Nach dem 0:1 zur Pause drehte Ravelsbach die Partie erst in der Schlussphase, weil die Gäste laut Trainer Erich Steindl ruhig blieben, den Spielaufbau nicht aufgaben und sich in einer zunehmend hitzigen Begegnung nicht aus der Ordnung bringen ließen.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

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Früher Rückschlag trotz Überzahl

Aus Sicht von Erich Steindl begann die Partie noch in geordneten Bahnen. Der Trainer hatte im Vorfeld mit einer jungen und dynamischen Würnitzer Mannschaft gerechnet, die körperbetont auftritt und viel Bewegung ins Spiel bringt. Genau das bekam Ravelsbach auch zu sehen, allerdings nahm die Härte nach seinen Worten schon im Laufe der ersten Halbzeit deutlich zu. In der 16. Minute musste Würnitz nach der Roten Karte gegen Florian Maksuti in Unterzahl weiterspielen. Steindl betonte, dass er von draußen versuchte, die Lage zu beruhigen: „Ich habe als Trainer versucht, das Spiel wieder zu beruhigen und die Spieler zurückzunehmen.“ Ganz gelingen wollte das nach seiner Wahrnehmung aber nicht. Ravelsbach verlor in dieser Phase etwas den Faden und kassierte trotz numerischer Überlegenheit in der 28. Minute das 0:1, als Ricki Mulaj für die Gastgeber traf. Dass es mit einem 0:1 in die Pause ging, wurmte Steindl hörbar, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht gerade nach der hektischen Phase die Linie verlor.

Nach der Pause kommt Ravelsbach besser ins Spiel

In der Kabine ging es deshalb vor allem um Ordnung und Geduld. Steindl schilderte, dass seine Mannschaft das Spiel nach dem Seitenwechsel wieder besser organisieren musste, und genau das habe sie dann auch getan. „In der zweiten Halbzeit haben wir die Organisation gefunden. Wir haben das Spiel in die Hand genommen und dem Gegner keinen einzigen Torschuss mehr gelassen“, sagte der Ravelsbach-Coach. Dazu kam, dass seine Elf den Wiederbeginn gut erwischte, sich lange aber nicht belohnte, weil der Torhüter von Würnitz stark hielt. Trotzdem blieb Ravelsbach am Drücker und ließ sich auch davon nicht aus der Ruhe bringen, dass auf Würnitzer Seite aus Sicht des Trainers immer wieder Zeit heruntergespielt wurde. „Die Geduld im Spiel war ganz wichtig. Wir mussten ruhig bleiben und den Spielaufbau weiterspielen“, sagte Steindl. Diese Ruhe zahlte sich schließlich in der 84. Minute aus, als Arvid Feriz mit einem sehenswerten Schuss aus rund 25 Metern ins lange Kreuzeck das längst fällige 1:1 erzielte.

Die späte Wende und ein klarer Appell

Mit dem Ausgleich war für Steindl zu spüren, dass die Partie noch ganz kippen konnte. „Das 1:1 durch Arvid war sehr wichtig“, sagte er, und tatsächlich legte Ravelsbach danach sofort nach. In der 89. Minute kam ein Abpraller nach einem Lattenschuss von Marcel Engelmaier zu Matthias Maurer, der entschlossen zum 2:1 vollendete. Kurz darauf machte Oliver Kapetanovic per Elfmeter alles klar und stellte auf 3:1. Steindl bezeichnete den Strafstoß als „hundertprozentig gerechtfertigt“ und sprach insgesamt von einem verdienten Ausgang. Gleichzeitig wollte er nach dem Schlusspfiff nicht nur über Tore reden. Der Trainer schilderte mehrere aggressive Szenen und lobte den Schiedsrichter dafür, dass er aus seiner Sicht in einer schwierigen Partie ruhig geblieben sei. Noch wichtiger war ihm aber ein grundsätzlicher Satz: „Fußball soll Fußball bleiben und nicht von Gewalt oder Eskalation leben.“ Sportlich nimmt Ravelsbach damit nach einem schwierigen Nachmittag drei Punkte mit, inhaltlich blieb dem Trainer aber vor allem hängen, dass seine Mannschaft in einer unruhigen Partie Geduld bewiesen und sich damit den späten Sieg erarbeitet hat.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Würnitz : Ravelsbach - 1:3 (1:0)

  • 90
    Oliver Kapetanovic 1:3
  • 89
    Matthias Maurer 1:2
  • 84
    Arvid Feriz 1:1
  • 28
    Ricki Mulaj 1:0