In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SV Hausleiten gegen SG Obritz / Hadres-M. mit 1:4 verloren. Der Auswärtssieg fiel deutlicher aus, als der Spielverlauf lange vermuten ließ, denn Hausleiten war laut Obmann Christoph Jordan über weite Strecken ebenbürtig. Den Ausschlag gab aus seiner Sicht vor allem die Effizienz: „Über die 90 Minuten gesehen haben wir ganz klar die bessere Chancenverwertung gehabt.“

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Jordan schilderte einen Start, in dem sich zunächst keine Mannschaft sofort klar absetzen konnte. „Die erste Halbzeit war ein ausgeglichener Start“, sagte der Obmann, und genau in dieser Phase gelang den Gästen ein Treffer, der vieles in die richtige Richtung schob. In der 18. Minute ging Obritz / Hadres-M. in Führung, als Jaromir Motycka zum 0:1 vollendete. Für Jordan war dieser frühe Treffer ein wichtiger Teil der Geschichte dieses Nachmittags. „Es ist immer gut, wenn man in Führung geht und einmal sicherer spielen kann“, erklärte er. Hausleiten hatte danach zwar mehr vom Spiel, doch die Gäste konnten aus der Führung eine gewisse Ruhe ziehen.
Dass die Partie am Ende so klar ausging, hatte nach Jordans Einschätzung viel mit dem Zeitpunkt der nächsten beiden Tore zu tun. Während Hausleiten im ersten Durchgang zu seinen Möglichkeiten kam, legte Obritz / Hadres-M. kurz vor der Pause nach. Wieder war es Jaromir Motycka, der in der 45. Minute auf 0:2 stellte und damit den Gästen einen idealen Halbzeitstand bescherte. Kaum war die zweite Hälfte angelaufen, folgte schon der nächste Wirkungstreffer. Motycka traf in der 46. Minute auch zum 0:3 und schnürte damit seinen Dreierpack. Jordan brachte die Bedeutung dieses Abschnitts klar auf den Punkt: „Kurz vor und kurz nach der Pause war das natürlich für uns glücklich vom Spielverlauf. Das hat uns geholfen, den Sieg rüberzubringen.“ Gerade weil die Begegnung laut ihm sonst keineswegs einseitig war, wog dieser Doppelschlag besonders schwer.
Ganz ruhig wurde der Nachmittag für die Gäste trotzdem nicht zu Ende gespielt. In der 57. Minute sah Michael Wildam die Rote Karte. Damit bekam Hausleiten noch einmal eine lange Phase, in der die Gastgeber klar mehr Druck aufbauen konnten. Jordan beschrieb diese Minuten offen: Nach dem Ausschluss sei Hausleiten „klar überlegen“ gewesen, habe aber erneut aus seinen Chancen kein Kapital geschlagen. Genau das zog sich aus seiner Sicht durch das ganze Spiel. Statt des möglichen Anschlusstreffers fiel in der 73. Minute auf der anderen Seite das 0:4, als Lukas Höllmüller auf 0:4 stellte. Erst in der 85. Minute gelang Hausleiten durch Sebastian Zeinzinger noch das 1:4. Für eine Wende war es da längst zu spät, weil die Gäste ihre wenigen klaren Möglichkeiten deutlich konsequenter genutzt hatten.
Jordan wollte den Erfolg nach dem Schlusspfiff gar nicht groß ausschmücken, benannte die Gründe aber sehr klar. „Die Chancenverwertung“, sagte er auf die Frage nach der größten Stärke seiner Mannschaft, „was wir in den letzten Spielen teilweise verabsäumt haben, ist dieses Mal sehr gut gelungen.“ Dazu kam aus seiner Sicht ein guter Auftritt gegen den Ball. „Die Verteidigung war dieses Mal sehr gut bei uns“, meinte er, obwohl Hausleiten immer wieder zu Abschlüssen kam. Den Gegner stufte der Obmann ausdrücklich als „ebenbürtig“ ein, nur eben mit dem entscheidenden Unterschied vor dem Tor. Auch rund um die Spielleitung sah er keinen Aufreger und sprach von einer „normalen Schiedsrichterleistung“. Für die kommenden Aufgaben nimmt Obritz / Hadres-M. damit nicht nur drei Punkte mit, sondern auch die Erkenntnis, dass die Mannschaft mit konsequenter Chancenverwertung und sauberer Defensivarbeit Spiele auf ihre Seite ziehen kann. Nach drei Runden hält die SG nun bei sechs Punkten.