In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat der SV Stetteldorf am Wagram gegen den SC Guntersdorf klar mit 0:5 verloren. Für Obmann Franz Kurzweil war der Auswärtssieg seiner Mannschaft über weite Strecken die logische Folge einer sehr einseitigen Partie. Guntersdorf hatte vom Beginn weg mehr vom Spiel, ließ kaum etwas zu und machte die Überlegenheit mit fünf Treffern auch im Ergebnis deutlich.

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Kurzweil sah seine Mannschaft vom Anpfiff an in der Kontrolle und musste nach dem Schlusspfiff nicht lange nach einem Wendepunkt suchen. "Wir waren von Anfang an überlegen und haben in der ersten Halbzeit in den ersten 30 Minuten noch drei, vier gute Chancen liegen lassen", sagte der Guntersdorf-Obmann. Das 0:1 nach 14 Minuten, als Mathias Goldschmidt den Ball ins eigene Tor lenkte, ordnete er als "ein Standard, eigentlich ein halbes Zufallstor" ein. Entscheidend war für ihn aber weniger diese einzelne Szene als das gesamte Bild, weil die Gäste über weite Strecken am Drücker blieben. Kurz vor der Pause kam Stetteldorf laut Kurzweil zwar "ein bisschen auf", Zählbares sprang für die Heimischen aber nicht heraus. Stattdessen legte Guntersdorf noch vor dem Seitenwechsel nach und ging durch Lorenz Lehner mit einem verdienten 0:2 in die Kabine.
Auch nach der Pause blieb Guntersdorf die aktivere Mannschaft, wenngleich die Partie nicht mehr ganz dieselbe Schärfe hatte wie in der ersten halben Stunde. Kurzweil erklärte das sehr bodenständig: "In der zweiten Hälfte ist das Spiel ein bisschen abgeflacht, weil es einseitig war. Durch die Hitze haben beide Mannschaften ein bisschen Sommerfußball gespielt." Am klaren Kräfteverhältnis änderte das aber nichts. Petr Krivanek erhöhte in der 54. Minute auf 0:3, später schnürte Filip Durda mit Treffern in der 69. und 86. Minute noch einen Doppelpack zum 0:5-Endstand. Kurzweil meinte dazu: "Wir haben zwar noch drei Tore geschossen, aber es war nicht viel Widerstand da." Gleichzeitig hielt er fest, dass die Treffer sauber herausgespielt waren und seine Mannschaft leicht ins Kombinationsspiel fand. Genau darin sah er an diesem Nachmittag den größten Unterschied zwischen den beiden Teams.
Dass Guntersdorf am Ende so deutlich gewann, führte Kurzweil vor allem auf die spielerische Überlegenheit zurück. "Spielerisch war das ein Klassenunterschied", sagte er offen und ergänzte: "Wir haben gut kombiniert und waren im Spielaufbau und im Spiel nach vorne eindeutig die bessere Mannschaft." Ebenso wichtig war für ihn, dass Stetteldorf nur selten gefährlich in Strafraumnähe kam. "Sie sind gar nicht viel in unsere Hälfte gekommen", sagte Kurzweil, lobte aber auch den Gegner für den Einsatz: "Sie haben brav weitergekämpft." Neben dem Ergebnis hob er hervor, dass es insgesamt eine faire Partie gewesen sei. "Es hat keine Aufregung gegeben" und auch mit der Leistung des Schiedsrichters sei "alles in Ordnung" gewesen. Bei aller Zufriedenheit wollte er den klaren Sieg trotzdem nicht größer machen als nötig. "Man wird nächste Woche gegen Hausleiten sehen, was die fünf Tore wert waren", sagte Kurzweil. Unterm Strich bleibt aus Guntersdorfer Sicht dennoch ein sehr gelungener Abend: "Wir sind sehr zufrieden. Fünf Tore schießt man nicht alle Tage, und jetzt haben wir nach drei Spielen sechs Punkte."