In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich SC Guntersdorf am 4. Spieltag gegen SV Hausleiten mit 1:0 durchgesetzt. Nach einem zähen 0:0 zur Pause entschieden die Gastgeber die Partie erst in der 89. Minute für sich. Obmann Franz Kurzweil sprach danach von keinem großen Fußballnachmittag, sah aber genau das, was seiner Mannschaft diesmal die drei Punkte brachte: Kampfgeist, Geduld und in der Schlussphase etwas mehr Siegeswillen.

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Für Kurzweil war nach dem Schlusspfiff schnell klar, wie dieses Spiel einzuordnen ist. Auf dem Papier trafen zwei Mannschaften aufeinander, die eher zum vorderen Tabellendrittel gezählt wurden. Auf dem Platz war davon spielerisch aber nur wenig zu sehen. "Das hat spielerisch nicht das Niveau gehabt und war von vielen Zweikämpfen und Einzelaktionen geprägt", sagte der Guntersdorfer Obmann offen. Genau so entwickelte sich dann auch die erste Halbzeit. Hausleiten hatte nach seiner Einschätzung mehr vom Spiel, während Guntersdorf nur schwer einen sauberen Rhythmus fand. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, passte daher gut zum Verlauf, weil viel gearbeitet wurde, aber nur wenig wirklich flüssig zusammenlief.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht sofort, aber Schritt für Schritt. Kurzweil schilderte, dass seine Mannschaft vor allem in der letzten halben Stunde deutlich besser ins Spiel kam. "In der zweiten Halbzeit sind wir in den letzten dreißig Minuten immer stärker geworden", sagte er. In der Schlussviertelstunde war Guntersdorf dann klar näher am Treffer und kam laut seinem Obmann auch zu "zwei, drei Torchancen". In diese Phase fiel auch die Rote Karte gegen Nikolas Hüttmair in Minute 78, nach der die Gäste die Partie in Unterzahl zu Ende bringen mussten. Die Entscheidung fiel schließlich ganz spät: In der 89. Minute traf Georg Kurzweil zum 1:0. Franz Kurzweil machte aus dem Zustandekommen des Treffers kein großes Geheimnis und ordnete die Szene ehrlich ein: "Einwurf, Kopfball und Tor – das war glücklich und ein glückliches Ende für uns."
Dass die drei Punkte am Ende in Guntersdorf blieben, erklärte der Obmann vor allem mit der Haltung seiner Mannschaft. "Wir haben die letzte halbe Stunde vielleicht ein bisschen mehr gewinnen wollen als der Gegner", sagte Kurzweil und zog dabei auch den Vergleich zum Heimspiel gegen Langenzersdorf, in dem genau dieser Aufwand noch nicht belohnt worden war. Diesmal ging die Rechnung auf. Die größte Stärke seines Teams sah er "im kämpferischen Bereich, im Zweikampfverhalten und darin, dass wir nie aufgegeben haben". Gleichzeitig blieb er trotz des Sieges kritisch. "Spielerisch ist uns nicht alles gelungen. Im Mittelfeld sind wir noch nicht so weit, dass wir uns immer wieder anbieten und über längere Phasen nach vorne spielen. Der Spielaufbau war heute sicher nicht optimal." Auch den Gegner schätzte er nüchtern ein. Er habe Hausleiten stärker erwartet, dazu merkte er an, dass sich die Gäste aus dem Spielfluss heraus eher schwergetan hätten und sich als junge Mannschaft vielleicht erst noch finden müssten. Am Schiedsrichter wollte er die Partie jedenfalls nicht festmachen. "Über neunzig Minuten war alles in Ordnung", meinte Kurzweil. Getrübt wurde der Heimsieg allerdings von einer Verletzung in der Defensive. Sportlich bleibt unter dem Strich dennoch ein starker Start, denn mit neun Punkten aus vier Runden ist Guntersdorf weiter im Spitzenfeld dabei.