Spielberichte

„Für uns ist es im Nachhinein ein gewonnener Punkt“ – Würnitz hält nach turbulenter zweiter Hälfte ein 1:1

FC Würnitz
SV Stetteldorf

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich FC Würnitz am Sonntag mit SV Stetteldorf am Wagram 1:1 getrennt. Die Gastgeber lagen zur Pause nach einem Treffer von Jürgen Hornyak vorne, mussten nach Wiederbeginn aber den Ausgleich hinnehmen und aus Sicht ihres Trainers eine heikle Phase überstehen. Markus Stroschneider sprach am Ende von einem Remis, das sich für seine Mannschaft wegen der Umstände „im Nachhinein wie ein gewonnener Punkt“ anfühlte.

Gestapelte Bälle auf Rasen

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Würnitz hat das Spiel lange im Griff

Würnitz kam laut Stroschneider genauso in die Partie, wie er es sich vorgestellt hatte. „Wir haben am Anfang sehr gut in der Defensive verschoben, haben das Spiel im Griff gehabt“, sagte der Trainer, der mit der Ordnung gegen den Ball sichtlich zufrieden war. Seine Mannschaft stand stabil, ließ wenig zu und hatte nach seiner Einschätzung auch mehr vom Spiel. Nach einer Viertelstunde belohnte sich der FC dafür mit dem 1:0. Jürgen Hornyak sah, dass der Stetteldorfer Tormann weit vor seinem Tor stand, und traf mit einem Schuss aus rund 30 Metern. „Wir hatten mehr vom Spiel und haben den Gegner sehr gut im Griff gehabt“, meinte Stroschneider, für den die Pausenführung deshalb folgerichtig war.

Kurz nach der Pause wird es hektisch

Nach dem Seitenwechsel änderte sich die Partie dann spürbar. Stroschneider schilderte die Phase unmittelbar nach Wiederbeginn sehr deutlich und machte die Unterzahl seiner Mannschaft als Wendepunkt aus. Aus Würnitzer Sicht war die Entscheidung nicht nachvollziehbar, fest steht aber, dass die Gastgeber danach lange in Unterzahl auskommen mussten. In dieser Phase fiel auch der Ausgleich der Gäste. Nach einem Freistoß kam der Ball zu Mathias Goldschmidt, der laut Stroschneider „einfach draufgehaut“ habe und damit zum 1:1 ins lange Eck traf. Mit dem Treffer in der 52. Minute war der Vorsprung dahin, und aus der bis dahin kontrollierten Würnitzer Leistung wurde plötzlich eine Abwehrschlacht. „Ich glaube, wenn wir zu elft weitergespielt hätten, hätten wir das Spiel gewonnen“, sagte der Trainer.

Unterzahl, Wechsel und trotzdem noch Möglichkeiten

Was Stroschneider seiner Mannschaft hoch anrechnete, war die Reaktion auf diese schwierige Phase. „Wir haben die letzten dreißig Minuten super gekämpft, obwohl wir einer weniger waren“, sagte er und verwies auch darauf, dass Würnitz personell ohnehin eingeschränkt war. Vier Spieler fehlten von Beginn an, später musste er noch dreimal wechseln, weil mehrere Akteure angeschlagen waren. Trotzdem blieb sein Team nicht nur mit Defensivarbeit beschäftigt. „Wir haben noch die eine oder andere Topchance gehabt“, sagte Stroschneider. Er verwies dabei auch auf eine Szene von Nico Stürzer, der sich den Ball in der eigenen Hälfte eroberte, durchlief und am Tormann scheiterte. Für den Würnitzer Trainer war das ein weiterer Hinweis darauf, dass mehr als ein Punkt möglich gewesen wäre. Gleichzeitig hob er hervor, dass sein Tormann „eine Topleistung“ gezeigt und das Remis am Ende abgesichert habe.

Viel Lob für die Haltung, klarer Auftrag mit dem Ball

So blieb bei Würnitz nach dem Schlusspfiff ein gemischtes, aber keineswegs nur negatives Gefühl zurück. Stroschneider ordnete das 1:1 insgesamt als gerecht ein, gerade weil seine Mannschaft den Kampf angenommen und sich auch in Unterzahl nicht hängen gelassen habe. „Unter dem Strich muss ich sagen: eine kämpferische Topleistung meiner Mannschaft“, sagte er. Gleichzeitig sieht der Trainer klar, woran weiter gearbeitet werden muss. „Es ist ein Neubeginn mit sehr vielen neuen Spielern. Wir müssen uns erst finden“, erklärte er. Das defensive Verhalten und das Verschieben hätten schon sehr gut funktioniert, nun gehe es darum, mit dem Ball ruhiger zu werden, sauberer von hinten herauszuspielen und die Stürmer noch besser einzusetzen. Der erste Sieg lässt damit zwar weiter auf sich warten, doch aus Würnitzer Sicht war dieses 1:1 mehr als nur ein nackter Punktgewinn.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Würnitz : Stetteldorf - 1:1 (1:0)

  • 52
    Mathias Goldschmidt 1:1
  • 15
    Jürgen Hornyak 1:0