In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich SG Korneuburg/Stetten II am Sonntag mit UFC Hanfthal 1:1 getrennt. Nach Ansicht von Trainer Stefan Molzer war das für seine Mannschaft aber klar zu wenig. Seine Elf hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, geriet nach einem Standard in Rückstand und kam durch einen eigenen Standard zurück, ließ davor und danach aber zu viele Möglichkeiten liegen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Für Molzer war der Nachmittag vor allem deshalb enttäuschend, weil seine Mannschaft aus ihrer Überlegenheit zu wenig gemacht hat. „Für uns ist das Unentschieden wie eine Niederlage. Wir haben viel Aufwand betrieben und daraus kein Kapital schlagen können“, sagte der Trainer. Er sah seine Elf von Beginn an als das aktivere Team, das den Gegner früh unter Druck setzte und die Partie lange kontrollierte. „Wir haben 90 Minuten das Spiel unter Kontrolle gehabt“, meinte Molzer, schob aber gleich hinterher, wo das Problem lag: „Bis zum Sechzehner haben wir sehr gut gespielt. Der finale Pass hat oft gefehlt.“ So stand es zur Pause trotz eines klaren Übergewichts der Gastgeber 0:0. Gerade diese Phase war aus Sicht der SG bezeichnend, weil vieles ordentlich aussah, im letzten Drittel aber die letzte Konsequenz fehlte.
Nach dem Seitenwechsel bekam das Spiel dann genau die Wendung, die Molzer seiner Mannschaft am meisten vorwarf. Hanfthal ging in der 56. Minute durch Simon Schmidt mit 1:0 in Führung, und aus Sicht des Trainers war es besonders bitter, wie dieses Gegentor fiel. „Das Gegentor war natürlich bitter aus dem ersten Standard. Das war, glaube ich, der erste Corner für den Gegner. Wir haben bis dahin sicher schon zehn Ecken gehabt, die alle gefährlich kamen“, sagte Molzer. Seine Elf musste damit einem Rückstand hinterherlaufen, fand aber rasch eine Antwort. Nur fünf Minuten später gelang Sefa Aydemir nach einem Standard der Ausgleich zum 1:1. Dass die SG danach nicht nachlegen konnte, wurmte den Trainer besonders. „Wir haben selbst nach dem Ausgleich noch unzählige Chancen gehabt, auch durch Standards, vor allem durch Ecken, die wir einfach nicht genutzt haben“, sagte er. Gerade deshalb blieb am Ende das Gefühl, dass für seine Mannschaft deutlich mehr möglich gewesen wäre.
In seiner Analyse sprach Molzer ein Thema an, das seine Mannschaft schon seit mehreren Spielen begleitet. „Gefehlt hat wirklich diese letzte Konsequenz im vorderen Drittel und diese Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Das verfolgt uns leider schon das vierte Spiel in Folge“, erklärte er. Aus seiner Sicht wurde vor dem Tor oft zu kompliziert gespielt, obwohl der Weg eigentlich klar wäre. „Einfach spielen, im richtigen Moment die Tiefe suchen und vorne dann Zielstrebigkeit und der Wille das Tor zu erzielen. Das fehlt uns momentan noch, daran werden wir in Zukunft arbeiten.“ Den Gegner beschrieb er als „sehr robust, kämpferisch“, dazu mit einem gefährlichen Stürmer, den seine Mannschaft aber „weitestgehend ausgeschaltet“ habe. Wenn Hanfthal noch zu Möglichkeiten kam, dann laut Molzer vor allem über lange Bälle und durch Eigenfehler der Gastgeber. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters konnte er sehr gut leben: „Es wird immer die ein oder andere Szene geben, die viele vielleicht anders bewerten, aber für mich hebt sich das in einem Spiel und über die ganze Saison auf“. So blieb für die SG nach vier Runden und nun acht Punkten vor allem ein Ergebnis, das der Trainer nicht schönreden wollte: „Wir wollten die drei Punkte. Wir hätten sie meiner Meinung nach verdient gehabt, haben sie aber nicht geschafft.“