In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal trennten sich SG Korneuburg/Stetten II und SV Langenzersdorf mit 1:1. Die Heimelf lag durch Thomas Klaus bis kurz vor Schluss vorne, musste nach dem Treffer von Thomas Jackel aber noch den Ausgleich hinnehmen. Trainer Stefan Molzer sprach trotzdem von einem starken Auftritt seiner Mannschaft, weil der Matchplan weitgehend aufging und Langenzersdorf aus seiner Sicht nicht wirklich gefährlich wurde.

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Von Beginn an war es nach der Einschätzung von Stefan Molzer eine Partie mit ordentlich Zug. „Es war ein temporeiches, intensives Spiel“, sagte der Trainer der SG, der in der Begegnung über weite Strecken ein hohes Niveau sah. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass vieles zwischen den Strafräumen stattfand. Es ging hin und her, ohne dass sich auf einer Seite eine klare Überlegenheit ergab. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Für die Gastgeber kam dazu, dass sie bereits im ersten Durchgang zweimal verletzungsbedingt wechseln mussten. „Das hat uns sicher nicht in die Karten gespielt“, meinte Molzer, der diesen Punkt ausdrücklich erwähnte, weil solche Wechsel gerade in einem intensiven Spiel den Rhythmus verändern können und im weiteren Spielverlauf die Möglichkeiten nehmen.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel laut Molzer ausgeglichen, wobei seine Mannschaft aus seiner Sicht etwas gefährlicher wirkte. „Vielleicht waren wir ein bisschen gefährlicher, aber nicht zwingend genug“, fasste er diese Phase zusammen. Der Lohn kam dann in der 79. Minute, als Thomas Klaus die SG mit 1:0 in Führung brachte. Der Treffer setzte auf den Rängen einiges frei. „Da ist die Stimmung wirklich explodiert“, schilderte Molzer den Moment des Führungstores. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht. In der 88. Minute gelang Thomas Jackel der Ausgleich für Langenzersdorf. Molzer machte dabei keinen Hehl daraus, dass ihn vor allem die Entstehung ärgerte. Der Trainer sprach von einer „fragwürdigen Elfmeterentscheidung“, durch die seine Mannschaft noch das 1:1 hinnehmen musste.
Trotz des späten Gegentores stellte Molzer seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus. Vor allem gegen den Ball sah er vieles so, wie er es sich vorgestellt hatte. „Wir haben alles wegverteidigt“, sagte er, und schob gleich nach: „Langenzersdorf ist kaum ins Spiel gekommen.“ Für ihn war entscheidend, dass seine Elf früh störte und den Tabellenführer kaum sauber in gefährliche Räume kommen ließ. „Spätestens 30 Meter vor unserem Tor war eigentlich Schluss mit deren Aktionen“, erklärte der Trainer. Genau darin sah er auch die Bestätigung für den eigenen Zugang. „Der Matchplan ist voll aufgegangen. Wir haben sie früh gestört, wir haben sie wirklich ständig unter Druck gesetzt, wir haben aggressiv und intensiv gespielt.“ Was aus seiner Sicht zum vollen Ertrag fehlte, lag weiter vorne. Wenn der letzte Pass in ein, zwei Szenen sauberer ankommt, wären die Angriffe noch gefährlicher geworden.
Dass am Ende trotzdem nur ein Remis stand, nahm Molzer insgesamt nüchtern an. „Ich kann meiner Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, sagte er, und diese Aussage zieht sich durch seine gesamte Einordnung. Er sah Einsatz, Leidenschaft und eine funktionierende Ordnung, dazu eine Mannschaft, die dem Spitzenreiter das Leben schwer machte. Deshalb konnte er mit etwas Abstand mit dem Ergebnis leben, auch wenn der Ausgleich sehr spät fiel. „Summa summarum ist das 1:1 wahrscheinlich gerecht, auch wenn ich gerne die 3 Punkte geholt hätte“, meinte Molzer. Dazu kam für ihn noch ein anderer Punkt, der an diesem Nachmittag wichtig war: die Atmosphäre. „Es waren wirklich viele Zuseher. Ich glaube, den Fans wurde ein tolles, spannendes Match geboten und es war ein toller Nachmittag“, sagte er. In der Tabelle bleibt Langenzersdorf mit 16 Punkten vorne, die SG hält nach sechs Runden bei 12 Zählern auf Rang vier. Für die Gastgeber war dieses 1:1 damit mehr als nur ein Punktgewinn, sondern auch eine Bestätigung, dass sie ganz vorne mithalten können.