Im 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal-Nachbarderby hat sich SC Guntersdorf mit 2:1 gegen SV Eintracht Pulkautal durchgesetzt. Nach dem 1:1 zur Pause fiel die Entscheidung erst spät, und genau das passte zu einer Partie, die laut Obmann Franz Kurzweil über weite Strecken mehr Kampf als Fußball war. Der Heimsieg stand, spielerisch zufrieden war in Guntersdorf aber niemand.

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Vieles an diesem Sonntag passte eher zur Überschrift Nachbarderby als zu einem Spiel mit großem fußballerischem Glanz. Es war laut Kurzweil gut besucht, auf dem Feld aber lange eine zähe Angelegenheit. Guntersdorf ging in der 28. Minute durch Jan Zeman zwar mit 1:0 in Führung, wirklich Sicherheit brachte das den Gastgebern aber nicht. Schon drei Minuten später stellte Florian Eser auf 1:1, und damit war auch der Pausenstand hergestellt. Kurzweil fand nach dem Schlusspfiff klare Worte: "Für ein Nachbarderby bei gutem Besuch war das fußballerisch Magerkost. Beide Mannschaften haben wenig Höhepunkte geliefert, es war ein zerfahrenes Spiel." Genau dieses Bild blieb hängen, weil auf beiden Seiten viele hohe Bälle und viele Ballverluste dabei waren.
Auch nach der Pause änderte sich am Charakter der Partie nur wenig. Guntersdorf hatte am Ende zwar das bessere Ende für sich, doch im Lager der Heimischen wollte man den Sieg nicht größer machen, als er nach diesem Verlauf war. "Wir sind 1:0 in Führung gegangen, dann ist der Ausgleich gefallen. Am Ende war es ein Standard, ein sehr schön geschossener Freistoß, der uns das glückliche 2:1 gebracht hat", sagte Kurzweil. In der 77. Minute sah Pulkautals Matthias Raab Rot, eine Entscheidung, die der Guntersdorfer Obmann als "gerechtfertigt und richtig" bewertete. Nur eine Minute später traf Dominik Riedmayer zum 2:1. Für Kurzweil kam die späte Entscheidung fast gegen den Trend des Spiels: "Ich habe schon mit dem 1:1 gerechnet, weil sich abgezeichnet hat, dass aus dem Spiel heraus keine Mannschaft mehr ein Tor schießen wird."
Trotz des Heimsiegs blieb bei Guntersdorf also einiges offen, und genau das sprach Kurzweil auch an. Positiv wertete er vor allem, dass seine Mannschaft bis zum Schluss dranblieb und nicht lockerließ. "Sie haben nicht aufgegeben und daran geglaubt, dass wir noch das Siegtor schießen können. Von der Einstellung und kämpferisch war alles in Ordnung", sagte er. Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, dass spielerisch deutlich mehr kommen muss. "Es sollte uns fußballerisch mehr gelingen und nicht so ein zerfahrenes Spiel mit fast nur hohen Bällen und vielen Ballverlusten. Wir tun uns im Moment irrsinnig schwer, dass wir fußballerisch ins Laufen kommen." Auch den Gegner ordnete er nüchtern ein und sah "nicht viel Unterschied" zwischen den beiden Teams. Der Schiedsrichter habe die Partie insgesamt gut geführt, auch wenn es gegen Ende einige Rempeleien und Meckereien gab. Viel Zeit zum langen Analysieren bleibt ohnehin nicht, denn schon am Freitag wartet mit dem nächsten Nachbarderby gegen SU Grabern die nächste Aufgabe.