Spielberichte

Sebastian Pürzl (ESV HW Wr. Neustadt): „Wir müssen viele Hebel in Bewegung setzen“

ESV Wr. Neustadt

In der 2. Klasse Steinfeld kämpft Co-Trainer Sebastian Pürzl mit dem ESV HW Wr. Neustadt um Stabilität und einen klaren Aufwärtstrend. Der Coach zieht eine ehrliche Zwischenbilanz zur ersten Saisonhälfte. Nach zwölf absolvierten Spielen rangiert der Klub mit sieben Punkten auf Tabellenplatz 13. Die jüngsten Ergebnisse – darunter ein 3:2-Auswärtssieg bei SC Piesting, gefolgt von 3:5-, 3:4- und 0:3-Niederlagen gegen Lanzenkirchen, die SG Ortmann/Oed-Waldegg II und den USC Wampersdorf sowie einem 2:2 gegen den SV Winzendorf – spiegeln die wechselhafte Form. In dieser Gemengelage arbeitet das neu formierte Trainerteam an klaren Strukturen und an einer nachhaltigen Entwicklung im Kader.

Schiedsrichter macht eine Notiz, hinter ihm liegt der Spielball

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Neuaufbau und Aufbruchsstimmung

Pürzl beschreibt die Ausgangslage offen: Das Trainerteam habe sich neu zusammengesetzt, nun gelte es, Strukturen in die Mannschaft zu bringen. Er betont: „Das Potenzial der einzelnen Spieler ist absolut vorhanden – damit hätten wir sicher einen Kader für die Top fünf.“ Zufriedenheit über die Hinrunde kann aber nicht aufkommen. „Wir müssen viele Hebel in Bewegung setzen, damit wir in der Rückrundentabelle relativ weit oben landen – das muss das Ziel sein“, so Pürzl.

Gleichzeitig spricht er von einer spürbaren Aufbruchsstimmung im Team und Umfeld – ein Zeichen, dass Veränderungen nicht nur auf dem Papier stattfinden, sondern im Klub tatsächlich Wirkung zeigen. Hinter den Kulissen werden auch strukturelle Themen neu aufgesetzt, während sich der sportliche Fokus auf Trainingsqualität, klare Abläufe und Mentalität richtet.

Kaderbewegungen und Rückkehrer

Im Winter blieb der Großteil der Mannschaft beisammen. Einzig Alexander Gruber wurde verliehen. Im Gegenzug rückten zwei junge Spieler in den Kader, die ihre Chance in der Kampfmannschaft nutzen und sich für höhere Aufgaben empfehlen sollen.

Eine personelle Hoffnung verbindet sich auch mit dem Genesungsverlauf von Max Skobek, der nach einer Operation im Verlauf der Rückrunde wieder einsteigen soll. Diese Optionen könnten dem Team zusätzliche Variabilität verleihen. Pürzl hofft, dass insbesondere die jungen Kräfte frischen Schwung bringen und lernen, Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen.

Leistungsschwankungen und Ausblick

Die jüngsten Partien zeigten deutlich, dass Neustadt offensiv Akzente setzen kann, defensiv jedoch zu anfällig bleibt. Beim 3:2-Auswärtssieg in Piesting nutzte die Mannschaft ihre Chancen konsequent, während hohe Resultate wie die 3:5- und 3:4-Niederlagen gegen Lanzenkirchen und die SG Ortmann/Oed-Waldegg II auf ein offenes Visier verweisen. Die 0:3-Niederlage gegen Wampersdorf offenbarte zudem Defizite im Umschaltspiel, ehe beim 2:2 gegen Winzendorf zumindest ein Achtungserfolg gelang. Trotz Platz 13 erkennt Pürzl Perspektiven: „Das Ziel muss sein, dass man in der Rückrundentabelle relativ weit oben landet.“

Der Co-Trainer sieht die Zukunft nicht im Tabellenkeller, sondern in einem stabileren, eingespielten Team, das sich Schritt für Schritt nach oben arbeitet. Auch abseits des Rasens engagieren sich Spieler im Jugendturnier des Vereins – ein kleines, aber wichtiges Signal des Zusammenhaltes und der Verantwortung. Pürzl und sein Team stehen damit für den Versuch, aus Neustadt ein Kollektiv mit klarer Identität zu formen, in dem Einsatzbereitschaft und Entwicklung ebenso zählen wie Ergebnisse auf dem Platz.