Im Duell zwischen SC Theresienfeld und SV Zillingdorf in der 2. Klasse Steinfeld schildert Semir Ramic eine Partie mit klarer Kontrolle vor der Pause und einem späten Dämpfer. Der Obmann betont die Ballbesitzvorteile, zollt dem Gegner für dessen Stabilität Respekt und ärgert sich über ungenutzte Möglichkeiten in der Schlussphase. Nach dem 1:1 überwiegen bei ihm nüchterne Selbstkritik, Zuversicht und der klare Auftrag, die Durchschlagskraft zu erhöhen.

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Theresienfeld setzte in der ersten Hälfte die Akzente, Zillingdorf agierte abwartend und lauerte auf Umschaltmomente. Ramic verortet die Dominanz vor der Pause klar bei seiner Mannschaft. Folgerichtig führte Theresienfeld zur Halbzeit mit 1:0 – hergestellt in der 29. Minute durch Marko Vasic, der seinen zweiten Startelfeinsatz in der Kampfmannschaft mit einem starken Auftritt krönte und in der Endphase sogar noch eine Chance auf den Doppelpack vorfand. Der Ausgleich fiel nach dem Seitenwechsel: In der 73. Minute lenkte Semih Kaya den Ball unglücklich ins eigene Tor – Zillingdorf nutzte einen seiner wenigen Momente und stellte auf 1:1. Danach wurden die Gastgeber wieder druckvoller, es fehlte laut Ramic jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss, um das Momentum noch in einen späten Sieg zu drehen.
Ramic zieht ein klares Zwischenfazit: „Wir hatten mehr Ballbesitz.“ Eine einzelne Szene wollte er nicht als Knackpunkt herausstellen: „Keine Szene war spielentscheidend.“ Dass es im zweiten Durchgang nicht zum Befreiungsschlag reichte, führt er auch auf die starke Ordnung des Gegners zurück: „Sie waren defensiv sehr stabil.“ Die Wertschätzung für die Arbeit der Gäste-Abwehr geht in seiner Einschätzung Hand in Hand mit der Überzeugung, dass die eigene Mannschaft über weite Strecken die Kontrolle hatte – ein Spannungsfeld, das den Charakter dieses Remis treffend beschreibt.
Dass Theresienfeld in der Schlussphase trotz Anlaufens nicht mehr zuschlagen konnte, ordnet Ramic auch grundsätzlich ein. Er erwartet mehr Wucht und Ideen im letzten Drittel: „Wir müssen anfangen, offensiver zu spielen und gefährlicher nach vorne zu werden.“ Personalthemen spielen ebenfalls eine Rolle. Aktuell fehlen vier Spieler: Muharem Hujdurovic, Ilir Maliqi, Yusuf Sen und Berke Berberoglu. Zudem sind zwei Rückkehrer noch nicht im erwarteten Fitnesszustand: Petar Vidakovic nach einer Verletzung aus der Hinrunde und Alexander Kopeszky nach einer Muskelblessur vor wenigen Wochen. Abseits davon gibt es laut Ramic keine weiteren angeschlagenen Spieler – ein Hinweis darauf, dass die gewünschte Offensiventwicklung vor allem über die Arbeit auf dem Platz kommen soll: mehr Risiko, mehr Tempo, mehr Zielstrebigkeit im letzten Drittel.