Spielberichte

Petar Rankic (Trainer SV Admira Wr. Neustadt): "Wir spielen 90 Minuten in Unterzahl und gewinnen"

Admira Wr. N.
SV Winzendorf

In der 18. Runde der 2. Klasse Steinfeld lieferte der SV Admira Wr. Neustadt gegen den SV Winzendorf ein echtes Spektakel ab: 5:4 nach früher Unterzahl und einer Entscheidung in der Nachspielzeit. Trainer Petar Rankic sprach von einem Abend „zum Erleben“ und lobte seine Mannschaft für Charakter und Moral. Nach einer frühen Roten Karte verteidigte die Admira lange mit einem Mann weniger, drehte das Spiel mehrfach und setzte in Minute 95 den Schlusspunkt – der doppelte Marko Kolundzija krönte eine wilde Partie.

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

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Frühe Unterzahl, wilder Schlagabtausch – und eine Pausenführung für Winzendorf

Der Ton war früh gesetzt: In der 6. Minute sah Admiras Richard Zeiß Rot. „Mein Tormann hat reflexartig außerhalb des Sechzehners hingelangt – Rot war korrekt. Gleich danach kassieren wir das 0:1, direkt vom Freistoß“, schilderte Petar Rankic den Auftakt. Oliver Jansa traf in Minute 8 zum 0:1. Die Admira biss sich aber in Unterzahl zurück: Nach einer Aktion durch die Tiefe stellte Thomas Langer in der 25. Minute auf 1:1 – „eine schöne Aktion, Ball in die Tiefe, Thomas Langer macht das 1:1“, so Rankic. Nur drei Minuten später drehte Marko Kolundzija die Partie mit einem wuchtigen Freistoß auf 2:1 (28.): „Den hält kein Tormann.“ Winzendorf nutzte seinerseits die Chancen eiskalt und schlug noch vor der Pause doppelt zu: David Ulreich glich in Minute 38 aus, Dominic Fiala traf in der 41. Minute zum 2:3. Mit diesem Rückstand ging es in die Kabinen – und in eine zweite Hälfte, die nicht minder verrückt war.

Charakter, Krämpfe und der ganz späte Lucky Punch der Admira

Nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren trotz Unterzahl am Drücker und belohnten sich: Mehmet Tunc stellte in Minute 65 auf 3:3. Doch Winzendorf antwortete und legte durch Samuel Windisch (79.) wieder vor – 3:4. Die Admira gab nicht auf: Ibrahim Tiskaya besorgte in Minute 86 das 4:4, ehe die Partie endgültig kippte. In der 95. Minute schlug erneut Kolundzija zu und machte das 5:4 perfekt. „Wir spielen fast das ganze Spiel mit einem Mann weniger und gewinnen trotzdem. Ich bin besonders stolz: Moral, Motivation, Charakter“, sagte Rankic. Er hob einzelne Momente hervor: „Alle neun Tore waren schön. Erst die schöne Aktion zum 1:1, dann der Freistoß von Marko – ein Traum. Und am Ende macht Marko in der 95. das 5:4.“ Dass ein paar Spieler laut Coach angeschlagen durchspielten und „unser Sechser am Ende mit Krämpfen noch sprintete“, passte ins Bild eines Abends, an dem Wille und Glaube die Admira trugen. „Selbst bei einer Niederlage hätte ich gesagt: Burschen, danke für die Leistung.“

Respekt für Winzendorf und den Unparteiischen – und ein Blick nach vorne

Bei allem Jubel fand Petar Rankic ehrliche Worte für den Gegner: „Winzendorf ist eine junge, sehr gefährliche Mannschaft. Hinten kompakt, vorn mit zwei schnellen Spitzen. Viel Potenzial – großer Respekt.“ Auch der Schiedsrichter bekam Lob: „Ein junger Mann, sehr fair, er hatte alles im Griff.“

In der Tabelle rangiert die Admira aktuell auf Platz 7 mit 23 Punkten, Winzendorf hält Rang 10 bei 16 Zählern. Der Heimsieg nach 2:3-Pausenrückstand und in langer Unterzahl ist für die Neustädter mehr als nur drei Punkte – ein echter Energieschub. Rankic' Schlusswort fiel entsprechend klar aus: „Respekt an meine Burschen. Danke.“ Mit diesem Rückenwind will die Admira die nächsten Aufgaben mit demselben Mut und derselben Gier anpacken.

2. Klasse Steinfeld: Admira Wr. N. : Winzendorf - 5:4 (2:3)

  • 95
    Marko Kolundzija 5:4
  • 86
    Ibrahim Tiskaya 4:4
  • 79
    Samuel Windisch 3:4
  • 65
    Mehmet Tunc 3:3
  • 41
    Dominic Fiala 2:3
  • 38
    David Ulreich 2:2
  • 28
    Marko Kolundzija 2:1
  • 25
    Thomas Langer 1:1
  • 8
    Oliver Jansa 0:1