In der 2. Klasse Steinfeld feierte der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl einen 3:2-Heimsieg gegen den SV Zillingdorf. Zur Pause stand es 1:1, nach einem Rückstand in Minute 76 drehte Wöllersdorf die Partie dank Adama Saidy und Doppelpacker Adam Mihalík noch spät. Trainer Thomas Schönleitner sprach von einem verdienten Sieg und hob vor allem die Reaktion hervor: "Wir haben sofort geantwortet und den Matchplan bis zum Schluss durchgezogen." Es war das dritte Spiel binnen sieben Tagen – umso wichtiger dieser Dreier.

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Wöllersdorf erwischte den besseren Start. Schon in der 7. Minute staubte Adam Mihalík zum 1:0 ab. Trainer Thomas Schönleitner ordnete den Auftakt ein: "Das erste Tor war nach einem Gestocher und einer Flanke auf die zweite Stange." Zillingdorf blieb aber im Spiel und kam in Minute 20 durch Hüseyin Aydin zum 1:1. Schönleitner ärgerte sich über die Entstehung: "Wir wussten, dass ihre linke Mittelfeldseite ihr Prunkstück ist. Da haben wir einmal zu viel Platz gelassen; ein taktisches Foul wäre klüger gewesen." Insgesamt tat sich der ATSV im ersten Abschnitt schwerer als geplant. "Wir hatten in der ersten Halbzeit den Zugang nicht so, wie wir wollten", sagte der Coach, und ergänzte: "Wir haben trotzdem wenig zugelassen, aber sie waren gefährlicher." Mit dem 1:1 zur Pause war noch alles offen, doch die Hausherren hatten spürbar vor, im zweiten Durchgang zuzulangen.
Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel offener, ehe Zillingdorf in der 76. Minute erneut zuschlug: Wieder war es Hüseyin Aydin, der nach einem einstudierten Corner das 1:2 markierte. "Wir haben gewusst, was kommt. Das haben wir schlecht verteidigt", räumte Schönleitner ein. Die Reaktion folgte prompt: Nur zwei Minuten später stellte Adama Saidy auf 2:2 (78.). Der ATSV blieb am Drücker und holte sich in Minute 86 den Lohn, als Adam Mihalík zum 3:2 vollendete. Für den Trainer passte da alles zusammen: "Das zweite und das dritte Tor waren genau so, wie wir spielen wollen: über die Flügel durchkombinieren oder den tiefen Ball hinter die Kette und dann der Querpass." Sein Fazit zur Schlussphase: "Wir sind drinnen geblieben und haben den Matchplan durchgezogen. Am Ende war es ein verdienter Sieg, weil wir die gefährlicheren Chancen hatten und das Spiel in der zweiten Hälfte im Griff hatten."
Dass Wöllersdorf in der Schlussphase noch zulegen konnte, war für Schönleitner doppelt bemerkenswert. "Es war die dritte Partie in sieben Tagen, dazu hatten wir einige Ausfälle", erklärte der Coach. Er setzte auf Umstellungen und Spieler, die zuletzt weniger Minuten hatten: "Wir haben mit fünf Jungs auf ungewohnten Positionen gespielt. Die Jungs aus der zweiten Reihe haben echt eine Talentprobe abgeliefert. Wir wissen, dass wir uns auf sie verlassen können." Auch den Gegner stellte er positiv heraus: "Zillingdorf ist ein guter Gegner mit super Fußballern, die im Kollektiv gut stehen. In der ersten Halbzeit hatten sie über die Mitte mehr Bälle, ihr Spielmacher hat gut verteilt. Wir haben das angepasst und dann die Mitte kontrolliert." Zur Rahmenhandlung passte ein fairer Auftritt der Unparteiischen: "Der Schiedsrichter hat eine super Leistung abgeliefert, es war ein sehr faires Match." Mit so einer Reaktion will der ATSV im engen Spitzenfeld weiter dranbleiben – zumal, wie der Trainer betonte, "in der Tabelle alles enger zusammenrückt" und jeder Zähler zählt.