Spielberichte

Thomas Schönleitner (Trainer ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl): "Wampersdorf war die reifere Mannschaft"

ATSV Wöllersdorf
USC Wampersdorf

In der 2. Klasse Steinfeld unterlag der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl dem USC Wampersdorf mit 2:4 (1:2). Trainer Thomas Schönleitner sprach von einem schnellen, abwechslungsreichen Abend mit vielen Möglichkeiten auf beiden Seiten. „Wampersdorf hat am Ende das Match verdient gewonnen“, sagte er, und begründete das mit der Reife und Effizienz des Tabellenführers. Trotz der Niederlage hob er die Entwicklung seiner Elf hervor und betonte die sehr faire Partie ohne Diskussionen: „Alles in Ordnung, der Schiedsrichter hat das gut geleitet.“

Fußballspieler im engen Zweikampf

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Früher Doppelschlag, Wöllersdorf antwortet – zur Pause 1:2

Der Start gehörte dem Gast: Nach 13 Minuten stellte Lukas Erben auf 0:1 und gab dem Spiel früh die Richtung vor. Wöllersdorf reagierte jedoch schnell und glich nur fünf Minuten später durch Adama Saidy zum 1:1 aus. Die Partie blieb im hohen Tempo, und Wampersdorf legte erneut vor: Wieder war es Lukas Erben, der in Minute 26 zum 1:2 traf. „Es war ein interessantes Spiel, sehr abwechslungsreich, mit vielen Torchancen auf beiden Seiten“, beschrieb Thomas Schönleitner die erste halbe Stunde, in der viel los war. Nach dem Seitenwechsel erwischte die Heimelf einen unglücklichen Moment: Ein Eigentor von Ugur Koc bedeutete in der 62. Minute das 1:3. Wöllersdorf gab nicht auf, doch Wampersdorf blieb eiskalt. Adil Uysal erhöhte in der 81. Minute auf 1:4, ehe Matthias Weber postwendend zum 2:4 verkürzte (82.). Trotz des späten Anschlusstreffers reichte die Zeit nicht mehr, der Vorsprung der Gäste war zu groß.

„Sie wollten es mehr“ – Wampersdorfs Mentalität und Offensive geben den Ausschlag

Während sich Wöllersdorf über Phasen gut in die Partie arbeitete, sah Schönleitner den Unterschied klar bei den Gästen. „Wampersdorf hat eine richtig gute Mannschaft mit einem sehr guten Trainer. Sie waren auf das, was wir spielen wollten, sehr gut eingestellt – und sie wollten es an diesem Tag einfach mehr“, erklärte er. Besonders beeindruckte ihn die Energie des Tabellenführers: „Die haben jeden Zweikampf gefeiert, sich gegenseitig gepusht.“ Dazu kam Qualität vorne: „Wir wussten, dass sie in der Offensive mit den Erben-Brüdern und Adil Uysal richtig gut aufgestellt sind. Lukas Erben ist ein Vollblutstürmer, der weiß, wo das Tor steht – das hat er gezeigt.“ Diese Mischung aus Gier, Geschlossenheit und individueller Klasse war für den Wöllersdorf-Coach der Schlüssel: „Wampersdorf war einfach reifer als wir und hat deswegen verdient gewonnen.“ Zugleich lobte er den Rahmen des Spiels: „Der Schiedsrichter hat die Partie über 90 Minuten gut geleitet, die Kommunikation war gut. Es war eine sehr faire Partie – genauso muss Fußball sein.“

Lob für die eigene Entwicklung – Wöllersdorf bleibt positiv und schaut nach vorne

Trotz der Niederlage war Schönleitners Botschaft an seine Mannschaft eindeutig positiv. „Viele von meinen Jungs und auch ich wissen nicht, wie das ist, im oberen Drittel der Tabelle zu sein. Deswegen genießen wir das Woche für Woche, arbeiten in jedem Training hart und wollen jeden Gegner schlagen“, sagte der Trainer. Er sieht sein Team auf einem guten Weg: „Wir sind in einem Prozess, in einer Entwicklung. Die Jungs machen das Woche für Woche gut – da gibt’s für mich nur Positives.“ Auch nach Abpfiff blieb es sportlich: Man stand zusammen, gratulierte Wampersdorf zum Sieg und bekam im Gegenzug Anerkennung für die eigene Entwicklung. In der Tabelle führt Wampersdorf, Wöllersdorf bleibt oben dran – ein Hinweis darauf, dass die Richtung stimmt. Schönleitner fasste es nüchtern zusammen: „Sie haben uns gezeigt, wo wir noch arbeiten müssen – und genau das nehmen wir mit.“

2. Klasse Steinfeld: Wöllersdorf : Wampersdorf - 2:4 (1:2)

  • 82
    Matthias Weber 2:4
  • 81
    Adil Uysal 1:4
  • 62
    Eigentor durch Ugur Koc 1:3
  • 26
    Lukas Erben 1:2
  • 18
    Adama Saidy 1:1
  • 13
    Lukas Erben 0:1