In der 2. Klasse Steinfeld setzte sich der SC Theresienfeld bei der SVg. Pottendorf mit 3:1 durch. Zur Pause führten die Gäste 2:0, nach dem Anschlusstreffer der Hausherren brachte ein drittes Tor die Entscheidung. Obmann Semir Ramic sprach von einer abgeklärten Auswärtsleistung, lobte Leidenschaft und Kontrolle – und haderte trotz des verdienten Sieges mit der Chancenverwertung. „Das 3:1 war der Genickbruch“, hielt Ramic fest und verwies darauf, dass sein Team am Ende sogar noch höher hätte gewinnen können.

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Pottendorf legte los wie die Feuerwehr, blieb geduldig im Aufbau und kombinierte sich sauber bis an den Sechzehner. „Pottendorf hat sehr routiniert und sehr gut von hinten herausgespielt. Wir hatten die ersten 20 bis 30 Minuten keine Idee, wie wir das verteidigen“, schilderte Semir Ramic. Doch was den Gastgebern im Abschluss fehlte, fand Theresienfeld im Umschalten: Yusuf Sen traf in Minute 29 zum 0:1 und legte noch vor der Pause in der 43. Minute das 0:2 nach. „Nur hat ihnen der passende Abschluss gefehlt“, sagte Ramic über Pottendorf – und sein Team nutzte die Räume. Nach Seitenwechsel meldete sich Pottendorf zurück: Ilir Zimberi verkürzte in der 56. Minute auf 1:2. Danach, so Ramic, „hat Pottendorf nicht mehr so herausgespielt wie am Anfang.“ Theresienfeld bekam wieder mehr Kontrolle – und Sinan Kaya stellte in der 69. Minute auf 1:3. „Das 3:1 war der Genickbruch für Pottendorf“, so Ramic, der zusätzlich „mehrere Chancen, den Deckel draufzumachen“ sah.
In seiner Analyse rückte Ramic die mannschaftliche Geschlossenheit in den Mittelpunkt. „Ich war mit der Abwehr, mit dem Torhüter, mit dem Mittelfeld – also mit dem gesamten Team – sehr zufrieden, weil sie heute das Herz aufs Spielfeld gelegt und mit viel Leidenschaft gekämpft, verteidigt und nach vorne gespielt haben.“ Gerade nach dem Pottendorfer Anschluss erlebte er mehrere Sequenzen, in denen sein Team das Heft wieder fester in der Hand hatte: „Da war ich mir sicher, dass wir diese Partie nicht mehr aus der Hand geben.“ Trotz des klaren 3:1 blieb der Sportchef selbstkritisch. „Verbesserungspotenzial sehe ich eindeutig wieder in der Chancenverwertung“, betonte Ramic und erinnerte an verpasste Möglichkeiten: „Wir hatten schon in der ersten Halbzeit mehrere Eins-gegen-eins-Situationen, die wir nicht sauber zu Ende gespielt haben.“ Der Auftritt stimmte, doch an der Kaltschnäuzigkeit will Theresienfeld weiter arbeiten.
Ramic hob den Gegner ausdrücklich hervor: „Für eine Zweite-Klasse-Mannschaft sehr taktisch diszipliniert, sehr stark im Herausspielen, technisch auch sehr versiert.“ Sein Fazit zu Pottendorf fiel differenziert aus: „Sehr, sehr stark nach vorne, aber sie haben Defizite in der Verteidigung.“ Weniger zufrieden war er mit einzelnen Entscheidungen des Schiedsrichters. „Der Schiedsrichter hat einige Abseitsentscheidungen falsch eingeschätzt“, sagte Ramic. Zum Schluss richtete Ramic den Blick aufs Positive: „Ich kann mich nur für die Unterstützung der Fans bedanken, die wieder zahlreich da waren.“ Auch an Pottendorf ging ein „Danke für die Gastfreundschaft“.