Spielberichte

Admira Wr. Neustadt verpasst den Lucky Punch – 0:0 gegen Wöllersdorf trotz Überzahlphase

Admira Wr. N.
ATSV Wöllersdorf

In der 2. Klasse Steinfeld trennten sich der SV Admira Wr. Neustadt und der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl mit 0:0. In einer intensiven Partie vor allem im zweiten Durchgang ließ Admira nach einer Roten für die Gäste Chancen auf den möglichen Sieg liegen, ehe auch die Heimelf in der Schlussphase dezimiert wurde. Trainer Petar Rankic sprach von einem „korrekten X“ und hob den Charakter seiner Mannschaft hervor – das Tor fehlte am Ende trotzdem.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Zwei Rote, viel Kontrolle – und doch kein Tor

Es war ein Spiel, das sich in Phasen entwickelte. Zur Pause stand es 0:0, und laut Admira-Trainer Petar Rankic hatte Wöllersdorf im ersten Abschnitt etwas mehr vom Ball. „Wöllersdorf ist eine sehr gute, kompakte Mannschaft mit vielen starken Spielern. Aber auch wir haben gezeigt, dass wir Qualität haben“, sagte Rankic. Nach Wiederbeginn blieb es eng, dann kippte die Partie kurzzeitig: In Minute 63 sah Wöllersdorfs Patrik Bokjanc Rot. Rankic schilderte die Szene aus seiner Sicht als Eins-gegen-eins mit anschließendem Handspiel außerhalb des Strafraums. Fakt ist: Die Gäste waren ab diesem Zeitpunkt in Unterzahl, Admira übernahm für gut 20 Minuten sichtbar mehr Spielanteile. „Wir hatten da mehr Ballbesitz und zwei, drei Möglichkeiten“, so Rankic. In der 83. Minute dann der nächste Einschnitt: Auch Admiras Zeljko Gojanovic musste mit Rot vom Feld. Die Schlussphase lief wieder ausgeglichen, und weil beide Abwehrreihen wenig zuließen, blieb es beim 0:0.

„Hundert Prozent Unterschied“ – Admira zeigt Moral, das Netz zittert nicht

Rankic’ Fazit fiel trotz ausgelassener Möglichkeiten positiv aus. „Meine Burschen haben Charakter gezeigt. Im Vergleich zur Vorwoche war das ein Unterschied um hundert Prozent. Jeder hat gekämpft, wir waren gestern ein Team.“ Vor allem die Phase nach der Wöllersdorfer Roten deutete für ihn in die richtige Richtung: „Nach der Roten hatten wir mehr vom Spiel, aber der Ball wollte nicht ins Tor.“ Dass gegen einen aktuellen Top-4-Klub der Liga kein Selbstläufer zu erwarten war, strich der Coach ebenfalls heraus: „Wöllersdorf ist nicht umsonst Dritter oder Vierter in der Tabelle, eine sehr gute, sehr kompakte Mannschaft.“ Am Ende blieb für ihn das Gefühl, dass der Punkt gerecht verteilt ist: „Das X ist korrekt. Chancen gab es auf beiden Seiten.“ Für Admira bleibt die Erkenntnis, dass die defensiven Abläufe saßen, vorne aber der letzte Punch fehlte.

Lattenball, Diskussionen und ein Blick nach vorne

Gesprächsstoff lieferte eine Szene, die Rankic offen und fair einordnete. „Es gab einen Kopfball von Wöllersdorf an die Latte, der Ball sprang runter. Ob er drinnen war, kann ich nicht sagen“, erklärte er. Laut Rankic versuchte der Gäste-Trainer, die Situation per Video zu belegen, doch der Beweis blieb aus – die Entscheidung des Unparteiischen lautete Weiterspielen. Insgesamt wollte der Admira-Coach die Schiedsrichterleistung nicht überhöhen: „Der Schiedsrichter ist allein auf dem Feld, er kann nicht alles sehen. Er hatte ein paar kleine Fehler, aber das kann passieren.“ Ein mögliches Foul von hinten, bei dem aus seiner Sicht eine zweite Gelbe hätte folgen können, sprach er an, blieb aber sachlich. Den Blick richtete Rankic schnell nach vorn: „Wir müssen die Eins-gegen-eins-Situationen besser verwerten. Die Jungs haben super gespielt, aber das Tor hat gefehlt.“ Genau daran will Admira in der kommenden Woche arbeiten – damit aus einem ordentlichen X bald wieder drei Punkte werden.