Spielberichte

Vor der Pause gedreht: Pottendorf siegt 2:1 in Lichtenwörth dank Brandic und Zimberi

SC Lichtenwörth
SVg. Pottendorf

In der 2. Klasse Steinfeld holte die SVg. Pottendorf beim 2:1-Auswärtssieg über den SC Lichtenwörth drei wichtige Zähler. Nach frühem Rückstand drehte die Elf von Trainer Ivan Brandic die Partie noch vor der Pause durch Brandic selbst und Ilir Zimberi. In Hälfte zwei kontrollierten die Gäste das Geschehen, ließen mehrere Chancen auf die Entscheidung liegen – und fanden in Jungkeeper Jan Stenzel einen sicheren Rückhalt. Brandic sprach von „Wille und Teamgeist“ als Schlüssel für den Auswärtssieg.

Fußball mid kantigem Desin in Weiß, Schwarz und Neonfarben auf Rasen

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Lichtenwörth presst hoch, Pottendorf braucht lange

Lichtenwörth legte los wie die Feuerwehr und ging schon in Minute 5 durch Michael Bayer mit 1:0 in Front. Pottendorf bekam den hohen Druck der Hausherren zunächst nicht in den Griff. „Lichtenwörth hat uns hoch angepresst. Damit sind wir nicht gut zurechtgekommen. Sie haben die Räume eng gemacht und schnell nach vorne kombiniert“, schilderte Ivan Brandic die schwierige Anfangsphase. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs fanden die Gäste Ruhe am Ball. „Da sind wir aufgewacht und haben die Initiative übernommen.“ Der Ausgleich fiel in der 42. Minute: Nach einem starken Angriff über links und einer präzisen Flanke von Mateo Blazevic wuchtete Brandic selbst den Ball per Kopf zum 1:1 ins Tor – die wichtige Antwort vor der Pause.

Standard kurz vor der Pause bringt die Wende

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte drehten die Pottendorfer das Spiel endgültig: Ilir Zimberi traf in Minute 45+3 zum 1:2. Der Treffer entstand nach einer einstudierten langen Freistoßvariante – Josip Komarac schlug den Ball tief, Anton Geljic verlängerte per Kopf, Zimberi antizipierte stark und schob vor dem Keeper ein. „Die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit haben uns gehört, da haben wir die Initiative übernommen“, sagte Brandic. Und er machte klar, warum es am Ende reichte: „Es war der Wille, es war der Teamgeist. Wir waren träge, aber dann haben wir uns reingebissen. Diese Phase hat das Spiel schlussendlich entschieden.“ Lichtenwörth hatte bis dahin das Zentrum dominiert, doch mit dem Doppelschlag kurz vor dem Pfiff kippte die Partie in Richtung der Gäste.

Nach dem Seitenwechsel kontrolliert – das 3:1 bleibt aus

Nach der Pause stellte Pottendorf im Zentrum enger und nahm den Lichtenwörther Aufbau weitgehend aus dem Spiel. „Wir haben dem Gegner nichts mehr zugelassen“, so Brandic. Seine Mannschaft versuchte, den Ball flach laufen zu lassen und auf Konter zu setzen. „Wir haben den Ball am Boden gehalten, den Gegner laufen lassen und über Umschalten Abschlüsse gesucht.“ Die Chancen aufs 3:1 waren da – inklusive Stangenschuss und Abschlüssen aus kurzer Distanz –, doch die Entscheidung fiel nicht mehr. Besonders bemerkenswert: Stammkeeper Eliah Hadobas musste in Hälfte eins raus. Der 15-jährige Jan Stenzel sprang ein und lieferte eine abgeklärte Vorstellung. „Der Junge hat eine fantastische, souveräne Leistung gespielt. Mit seinen fünfzehn Jahren hat er jeden hohen Ball abgefangen“, lobte Brandic. Bitter: Ein Debütant in der Kampfmannschaft musste bei seiner ersten Aktion gleich wieder runter. „Danke an die älteren Spieler und an die Jungs aus der Reserve, die uns ausgeholfen haben – und an die vielen mitgereisten Zuschauer“, ergänzte der Coach.

Schiri-Eindruck, Hausaufgaben und der Blick auf die letzten Runden

Zum Schiedsrichterteam blieb Brandic sachlich. „Die junge Schiedsrichterin war etwas nervös. Es hätte aus meiner Sicht ganz am Anfang Rot wegen Torraub geben müssen, da gab es nicht einmal Gelb. Aber alles in allem war es in Ordnung, die Abseitsaktionen hat sie alle richtig gesehen.“ Für die kommenden Wochen sieht er trotz Sieg klare Aufgaben: „Am Beginn müssen wir ruhiger und klüger Fußball spielen.“ Der Ausblick fällt dennoch selbstbewusst aus: „Nach unserem Horror-April haben wir gesagt: Ab Mai gewinnen wir jedes Spiel. Wir stehen jetzt bei vier von sechs und ich bin zuversichtlich, dass wir auch die letzten zwei Spiele gewinnen.“ Pottendorf will in der Tabelle noch so hoch wie möglich kommen – der 2:1-Auswärtssieg in Lichtenwörth war dafür ein wichtiger Schritt.

2. Klasse Steinfeld: Lichtenwörth : Pottendorf - 1:2 (1:2)

  • 48
    Ilir Zimberi 1:2
  • 42
    Ivan Brandic 1:1
  • 5
    Michael Bayer 1:0