In der 24. Runde der 2. Klasse Steinfeld holte der USC Wampersdorf gegen den ESV HW Wr. Neustadt ein 1:1. Die Gäste führten früh durch Stefan Sebesta, ehe Dominik Erben spät ausglich. Trainer Günter Pürzl lobte die stabile Defensivleistung und haderte mit einer vergebenen Konterchance zum möglichen 2:0, nahm das Remis aber an: „Das Unentschieden geht in Ordnung.“

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Günter Pürzl hatte seine Mannschaft auf ein hartes Auswärtsspiel eingestellt. „Es war das erwartete schwere Spiel gegen den Tabellenführer“, sagte der Coach und betonte, wie entschlossen seine Elf auftrat: „Wir wollten unbedingt etwas Zählbares mitnehmen, die Räume eng machen und hinten alles wegverteidigen.“ Das funktionierte von Beginn an, Wampersdorf fand kaum Lücken – und Neustadt setzte den ersten Nadelstich. Nach einem schnellen Angriff über rechts gingen die Gäste in der 8. Minute durch Stefan Sebesta mit 0:1 in Führung. „Das 1:0 hat uns Selbstvertrauen gegeben“, so Pürzl. Bis zur Pause blieb seine Mannschaft kompakt, ließ wenig zu und zwang den Favoriten immer wieder in Zweikämpfe, mit denen dieser – so Pürzl – „ein Stück weit überrascht“ war. Folgerichtig ging es mit einer 0:1-Führung in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel sah Pürzl zunächst kein Feuerwerk des Spitzenreiters. „Ich hätte erwartet, dass Wampersdorf mit ein bissl mehr Feuer rauskommt“, erklärte er. Gefährlich wurde der Tabellenführer vor allem nach hohen Bällen, „da hatten sie zwei, drei gute Möglichkeiten, die sie nicht genutzt haben“. Neustadt verteidigte weiter diszipliniert und lauerte auf Umschaltmomente. In der 78. Minute kam dann der Ausgleich – laut Pürzl nach einem Strafstoß. „Ob das Foul notwendig war oder ob es überhaupt eines war, darüber scheiden sich die Geister“, meinte der Trainer, ohne zu lange bei der Szene zu verweilen. Grundsätzliche Kritik am Unparteiischen gab es aber nicht: „Im Großen und Ganzen war die Leistung vom Schiedsrichter in Ordnung.“ Den fälligen Elfer verwandelte Dominik Erben zum 1:1, womit die Partie wieder offen war.
Auch in der Schlussphase blieb das Bild deutlich: Neustadt stand geordnet, verschob konsequent und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne. „Wir haben gut gestanden, keine Räume hergegeben und Wampersdorf weit weg von unserem Tor gehalten“, fasste Pürzl zusammen. Der eine Stachel, der wirklich weh tat, stach jedoch nicht: „Das Einzige, was wir uns heute ankreiden müssen, ist, dass wir in der zweiten Halbzeit aus einem Konter nicht das 2:0 gemacht haben. Da trauern wir natürlich dieser Chance nach.“ Am Ende blieb die Einordnung nüchtern. „Das Unentschieden geht in Ordnung“, sagte Pürzl – auch, weil der Gegner aus seiner Sicht „im letzten Drittel keine klaren Ideen“ fand.