In der 2. Klasse Steinfeld setzte sich der SV Winzendorf beim ESV HW Wr. Neustadt mit 3:1 durch. Nach einer chancenarmen ersten Hälfte legten die Gäste nach der Pause zu, trafen zum richtigen Zeitpunkt und brachten die Partie kontrolliert heim. Trainer Mario Modad führte den Auswärtssieg auf Disziplin und Effizienz zurück: "Wir haben die Chancen besser genutzt." Neustadt gelang zwar der Ausgleich, doch Winzendorf antwortete und entschied die Begegnung in der Schlussphase für sich.

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Der Auftakt war umkämpft, aber ohne Hochkaräter. "Zu Beginn war es eine Patt-Situation, beide haben sich taktisch ein wenig neutralisiert. Dadurch war es eine chancenarme erste Halbzeit", erklärte Winzendorf-Trainer Mario Modad. Nach dem 0:0 zur Pause nahmen beide Seiten mehr Risiko – genau das bestätigte der Coach: "In der zweiten Hälfte spielten beide mit etwas offenem Visier, und wir haben die Chancen besser umgesetzt." Oliver Jansa brach kurz nach Wiederbeginn in Minute 48 den Bann und stellte auf 0:1. Die Heimelf antwortete durch Anton Weikl in der 59. Minute mit dem Ausgleich zum 1:1. Winzendorf blieb aber am Drücker und legte in der 70. Minute erneut vor: Lukas Jansa traf zum 1:2. Als HW Wr. Neustadt noch einmal alles versuchte, machte Fabian Dorfmeister in Minute 89 mit dem 1:3 den Deckel drauf. In der Nachspielzeit sah Winzendorfs Lukas Haas noch Rot (90+2), am Auswärtssieg änderte das nichts mehr.
Für Mario Modad war es kein Spiel mit einem einzigen Knackpunkt, sondern ein Arbeitssieg über 90 Minuten. "Da gibt es nicht den einen Moment. Es war über die gesamte Dauer eine sehr starke und taktisch disziplinierte Leistung", sagte der Trainer und blieb bei seiner Linie, den Teamgedanken voranzustellen. Besonders imponierte ihm, wie geschlossen seine Elf auftrat: "Heute waren wir sehr gemeinschaftlich, sehr kampfbetont und haben von der ersten bis zur letzten Sekunde alles am Platz gelassen." Dass sich diese Haltung auszahlt, sah man nach dem Seitenwechsel. Modad: "Wir haben uns diszipliniert an die Vorgaben gehalten und es HW über 90 Minuten sehr schwer gemacht." Diese Konsequenz spiegelte sich in der Ausbeute wider – die wenigen klaren Möglichkeiten wurden genutzt, und genau darin sah er den Unterschied. "Wir haben die Chancen besser verwertet als HW", hielt er fest und ordnete den Sieg als souveränen, soliden Auftritt seiner Mannschaft ein.
Auch den Gegner hatte Modad nüchtern auf dem Zettel. "HW ist eine Mannschaft, wo es mal super rennt – wie letzte Woche – oder auch einmal nicht so ideal. Heute konnten sie nicht so überzeugen wie sonst, und wir waren dafür sehr souverän und sehr solide." Damit beschrieb er treffend das Duell zweier Tabellennachbarn, in dem Kleinigkeiten und Effizienz entschieden. Positiv fiel zudem die Spielleitung auf: "Es war eine emotionale, hitzige Partie, aber der Schiedsrichter hatte das ziemlich solide im Griff", so Modad. Der späte Platzverweis gegen Lukas Haas war zwar ein Schönheitsfehler, blieb aber ohne Einfluss auf das Ergebnis. Für Winzendorf zählt unterm Strich der Dreier und die Erkenntnis, dass Disziplin, Kollektiv und klare Abschlüsse tragen. Genau darauf wollen die Gäste aufbauen.