In der 2. Klasse Steinfeld setzte sich der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl im Spiel gegen den SC Lanzenkirchen mit 2:0 durch. Nach einer heiklen Anfangsphase übernahmen die Gastgeber immer mehr die Kontrolle, ehe Adama Saidy nach der Pause zum Doppelpacker wurde. Das 2:0 gab Diskussionsstoff, doch Trainer Thomas Schönleitner sprach von einer diskussionswürdigen Entscheidung und hob vor allem den durchgezogenen Matchplan sowie die Bedeutung des Führungstreffers hervor. Für ihn war es ein gelungener, stimmungsvoller Abschied beim letzten Heimspiel als Wöllersdorf-Coach.

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Die Partie begann aus Sicht der Hausherren wackelig. Lanzenkirchen kam in den ersten Minuten wuchtig ins Spiel, fand schnell Tiefe und setzte mit einem aberkannten Abseitstor sowie einem Eins-gegen-eins gegen den Wöllersdorfer Torhüter die ersten Ausrufezeichen. „In den ersten fünfzehn Minuten war Lanzenkirchen gut drinnen, sehr gefährlich. Wir hatten Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind“, meinte Thomas Schönleitner. Ab rund Minute 20 drehte sich das Bild. „Ab der zwanzigsten Minute hatten wir Ballkontrolle und haben wenig bis gar nichts mehr zugelassen“, so der Trainer. Wöllersdorf näherte sich an, traf vor der Pause einmal die Latte und einmal die Stange, musste sich aber mit dem 0:0 zur Halbzeit begnügen. Der Weg war dennoch erkennbar: mehr Ballbesitz, mehr Ruhe am Ball und klarere Lösungen im letzten Drittel.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild gleich: Wöllersdorf hatte viel vom Spiel, Lanzenkirchen lauerte auf Umschaltmomente, kam aber seltener durch als noch zu Beginn. Der erste große Stich der Gastgeber fiel in Minute 52: Adama Saidy stellte auf 1:0. Wie der Treffer entstand, schilderte Schönleitner so: „Wir haben nach einem Eins-gegen-eins im Strafraum einen Elfmeter bekommen und das 1:0 gemacht.“ Später legte Saidy in der 74. Minute das 2:0 nach – eine Szene, die für Diskussionen sorgte. „Das 2:0 war abseitsverdächtig, eine Fifty-fifty-Entscheidung. Aus meinem Winkel hat es nicht so ausgesehen, aber ich stehe 30 Meter weg“, sagte der Coach. Er zeigte Verständnis für den Ärger der Gäste, betonte aber auch: „Diesmal waren wir die Glücklicheren.“ In der Schlussphase verteidigte Wöllersdorf kompakt, ließ kaum noch etwas zu und brachte den verdienten Heimsieg sauber über die Zeit.
Die Einordnung des Trainers fiel klar aus. „Wir haben den Matchplan von der ersten bis zur letzten Minute durchgezogen“, lobte Schönleitner seine Mannschaft. Besonders die eigene Spielidee trug: „Unsere Stärke ist der Ballbesitzfußball, wir finden immer wieder spielerische Lösungen. Das haben wir in den letzten Monaten genau so trainiert.“ Bei aller Freude fand er wertschätzende Worte für den Gegner: „Lanzenkirchen ist eine super Mannschaft mit starker Einzelqualität. Es war intensiv, aber nie unfair.“ Dazu passte der Rahmen am Sportplatz: „Es war eine super Kulisse, ein würdiger Rahmen für unser letztes Heimspiel – und für mein letztes Heimspiel als Trainer.“ Zum Abschied bedankte sich Schönleitner ausführlich: „Ich möchte mich bei allen bedanken – vom Obmann über den Kassier, bei allen Ehrenamtlichen und bei den Jungs von den Ultras. Ein besonderer Dank geht an den sportlichen Leiter David Zeis, der mich von Anfang an unterstützt hat. Der größte Dank gilt der Mannschaft.“ Seine Botschaft zum Schluss: „Wenn sie den eingeschlagenen Weg weitergehen, wird Wöllersdorf eine sehr gute Zukunft haben.“