Ein nüchterner, aber zufriedener Ton nach dem Derby-Auftritt: Robert Wenninger ordnete das Auswärtsspiel seines USV Kühnring bei USV Pleißing/W. in der 2. Klasse Thayatal als kontrollierten Auftritt ein. „Es war grundsätzlich ein faires Spiel“, hielt er fest und betonte: „Ja, wir hatten definitiv mehr Ballbesitz.“ Das 3:0 war für ihn das Ergebnis einer reifen Vorstellung mit vielen herausgespielten Möglichkeiten – auf einem „eher schwierig zu bespielenden Boden“.

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Wenninger hob die Überlegenheit im Aufbau und in den Zirkulationsphasen hervor. Kühnring behielt lange die Kontrolle und setzte Akzente in der gegnerischen Hälfte. Die klare Ausrichtung spiegelte sich auch im Verlauf wider: Alle drei Treffer fielen vor der Pause – erzielt von Adam Novotny, Stefan Maurer und Salih Önsoy – und unterstrichen das Selbstverständnis in der Offensive.
Die Gäste erarbeiteten sich zahlreiche Gelegenheiten. „Wir haben einige sehr gute Möglichkeiten gehabt und, glaube ich, ganz am Anfang zwei Tore wegen Abseits zu Unrecht aberkannt bekommen. Also wir haben uns sehr viele Chancen kreiert.“ Ungeachtet der diskutablen Abseitsentscheidungen blieb Kühnring zielstrebig und legte vor dem Halbzeitpfiff den Grundstein für eine souveräne zweite Hälfte ohne Ergebnisdruck.
Besonders positiv bewertete Wenninger die Anpassung an den Platz: „Überraschenderweise sind wir sehr gut mit dem eher schwierig zu bespielenden Boden zurechtgekommen. Wir hatten sehr gute Lösungen parat.“ Das Team kam über Kombinationen und saubere Anschlussaktionen, nicht über ruhende Bälle: „Nein, Standards haben das Spiel nicht geprägt.“
Die Mischung aus Ruhe am Ball und passender Balance im Risiko sorgte für Stabilität – fair, fokussiert und mit einem klaren Plan.