In der 2. Klasse Thayatal setzte sich der USV Pleißing/Waschbach daheim mit 3:1 gegen den USV Brunn/Wild durch. Die Gastgeber legten früh vor, Brunn antwortete sofort, kassierte aber umgehend den erneuten Rückstand und musste in Hälfte zwei nach einem Standard das 1:3 hinnehmen. Brunn-Trainer Norbert Stummer sprach von einer verschlafenen Startphase und einer offenen Partie über weite Strecken: „Die ersten zwanzig Minuten waren wir nicht wirklich vorhanden. Mit dem 1:3 war es dann im Prinzip entschieden.“

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Pleißing erwischte den besseren Start. David Trajer traf in der 8. Minute zum 1:0, ehe Brunn nur sechs Minuten später antwortete: Leon Hartl stellte in Minute 14 auf 1:1. Der Jubel währte jedoch nicht lange – quasi im Gegenzug legte Michal Vlk (15.) das 2:1 für die Hausherren nach. Aus der Coachingzone klang dazu viel Selbstkritik: „Die ersten fünfzehn, zwanzig Minuten haben wir gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind. Pleißing war besser und ist verdient in Führung gegangen“, sagte Norbert Stummer. Dann stellten die Gäste nach seinen Worten um und bekamen „mehr Zugriff“. Aus seiner Sicht war die Partie danach offen, auch weil Brunn die Duelle energischer annahm und sich in den Zweikämpfen zurückmeldete.
Nach dem Seitenwechsel suchte Brunn/Wild konsequent den Ausgleich. Chancen waren da, die Gäste blieben dran, ließen aber den letzten Punch vermissen. „Dann war es meines Erachtens ein offenes Spiel. Wenn wir da das 2:2 machen, ist vielleicht ein anderer Ausgang möglich“, meinte Stummer. Pleißing blieb jedoch gefährlich – und legte in Minute 73 nach: Conrad Thelen traf zum 3:1. Der Brunner Coach ordnete das Tor klar ein: „Wir kriegen das 1:3 durch eine Standardsituation, damit war das Match im Prinzip gegessen.“ Schon zuvor hatte sein Team einen Nackenschlag vermieden: „Unser Torwart hat vorher einen Elfer super gehalten“, betonte Stummer. Am Ende stand dennoch eine Niederlage, die aus seiner Sicht weniger am Spiel über 70 Minuten lag, als an den Phasen, in denen Pleißing entschlossener zugriff.
Warum es nicht zu einem Punkt reichte, fasste Stummer ohne Ausreden zusammen: „Die ersten zwanzig Minuten und dann das 1:3 – das waren die prägenden Geschichten.“ Dazu kam eine angespannte Personalsituation: „Ein paar Spieler waren nicht da, etliche Verletzte, Urlaube. Trotzdem haben wir uns gut verkauft.“ Auch positiv nahm er mit, dass seine junge Truppe nach dem Rückstand zurückkam und das Spiel lange offenhielt. Zur Leitung des Unparteiischen sagte er: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Es gab Kleinigkeiten, aber nichts Spielentscheidendes.“ In der Tabelle bleibt Brunn/Wild bei zehn Punkten auf Rang 15, Pleißing/Waschbach hält nun bei 16 Zählern. Der Blick geht nach vorne: „Wir haben eine junge Mannschaft. Wenn alle fit sind und wir uns im Sommer mit dem einen oder anderen Spieler verstärken, kann das in Brunn eine gute Zukunft haben.“