In der 2. Klasse Thayatal hat sich USV Kühnring in Runde drei gegen USV Geras mit 1:0 durchgesetzt. Nach einem torlosen ersten Durchgang fiel die Entscheidung erst in der 70. Minute, als Adam Novotny für die Gastgeber traf. Trainer Robert Wenninger sah seine Mannschaft über weite Strecken leicht im Vorteil und führte den knappen Heimsieg vor allem darauf zurück, dass Kühnring diesmal „die Fehler deutlich minimiert“ habe.

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Wenninger sprach nach der Partie von einem „dauernden Hin und Her“, in dem seine Mannschaft nach seinem Eindruck über weite Strecken die bessere gewesen sei. Gleichzeitig merkte der Kühnring-Coach aber auch an, dass bei seinem Team in manchen Phasen noch eine gewisse Verunsicherung zu sehen gewesen sei. Der Grund dafür lag für ihn in den vergangenen beiden Wochen, in denen man aus seiner Sicht zu einfache Gegentore zugelassen und den Gegner durch individuelle Fehler zu oft eingeladen habe. Diesmal war deshalb deutlich zu spüren, dass bei dem engen Spielstand niemand den einen Fehler machen wollte, der die Partie kippen lässt. So entwickelte sich ein Spiel, das laut Wenninger zwar ziemlich ausgeglichen war, in dem Kühnring aber dennoch etwas mehr Spielanteile hatte. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen, und gerade im ersten Drittel der zweiten Halbzeit sah Wenninger auch eine kritische Phase für seine Elf. „Da haben wir wahrscheinlich Glück und einen guten Tormann gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten“, sagte der Trainer ganz offen. Gleichzeitig war für ihn aber auch klar, dass sein Team selbst etliche Möglichkeiten vorfand und diese zunächst nicht nutzen konnte. Für Wenninger stand deshalb früh fest: „Der, der das erste Tor macht, wird das Spiel auch gewinnen.“ Genau so kam es dann auch. In der 70. Minute brachte Adam Novotny Kühnring mit 1:0 in Führung. Wenninger beschrieb die Szene so: „Wir sind schön über links durchgegangen, haben einen guten Ball gespielt und dann ist endlich einmal der Adam dagewesen, der uns mit diesem 1:0 erlöst.“ Danach hätten die Gastgeber laut ihrem Trainer noch nachlegen können, ließen aber weitere Chancen ungenutzt. Auch ein 2:0 oder sogar 3:0 sei möglich gewesen, unter anderem mit einem Stangenschuss in der Schlussphase. „Diesmal hat’s halt Gott sei Dank gereicht“, sagte Wenninger.
Der Trainer machte keinen Hehl daraus, worin für ihn der Hauptgrund für den Heimsieg lag. „Wir waren mannschaftlich sehr, sehr kompakt und haben eine total gute Mannschaftsleistung abgerufen“, betonte Wenninger. Von ganz hinten bis ganz vorne habe jeder den Plan relativ gut umgesetzt, jeder habe für jeden gearbeitet. Gerade das sei diesmal der Unterschied gewesen, weil Kühnring die Fehler, die in den letzten Wochen noch viel zu teuer gewesen seien, stark reduziert habe. Gleichzeitig stellte Wenninger auch dem Gegner ein gutes Zeugnis aus. Geras verfüge über individuell starke Spieler, vor allem die Nummer zehn und die Nummer acht seien nur schwer über 90 Minuten komplett zu kontrollieren. Dennoch habe Kühnring es „über weite Strecken sehr, sehr gut gemacht“ und den Gegner oft gut vom eigenen Tor ferngehalten. Dass Geras nach drei Runden noch ohne Punkt dasteht, hält Wenninger ohnehin für etwas trügerisch: „Sie stehen meiner Meinung nach zu Unrecht mit null Punkten da.“ Auch mit der Leistung des Unparteiischen war der Kühnring-Coach zufrieden. Bis auf eine Szene in der ersten Halbzeit, in der aus seiner Sicht ein Vorteil wegen einer vermeintlichen Abseitsposition zu früh zurückgenommen wurde, habe der Schiedsrichter „seine Sache durchwegs gut gemacht“.
Trotz des Sieges sah Wenninger einen Punkt, an dem seine Mannschaft weiter arbeiten muss. „Ganz klar die Torchancenverwertung, vor allem in der Schlussphase“, sagte er mit Blick auf die ausgelassenen Möglichkeiten nach dem 1:0. Abgesehen davon konnte der Kühnring-Trainer seiner Mannschaft aber wenig vorwerfen. Für ihn überwog klar der Eindruck eines guten Auftritts, der auch deshalb wichtig war, weil seine Elf aus den vergangenen beiden Spielen sichtbar gelernt habe. „Wir haben unsere Fehler deutlich minimiert und wir haben den nächsten richtigen Schritt gemacht in die Richtung, wo wir hinwollen“, sagte Wenninger. Der Heimsieg bringt Kühnring nach drei Runden auf vier Punkte und vor allem neue Zuversicht. Oder, wie es der Trainer selbst formulierte: „Das stimmt mich für die nächsten Wochen wieder sehr, sehr zuversichtlich.“