Spielberichte

„Mit dem 3:0 war der Deckel drauf“ – Irnfritz-Coach Bauer erklärt den klaren Auswärtssieg

Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf
TSV Irnfritz

In der 2. Klasse Thayatal hat der TSV Irnfritz am Freitagabend bei der SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf einen klaren 4:0-Auswärtssieg geholt. Trainer Peter Bauer sah einen starken Start seiner Mannschaft, eine heikle Phase rund um die Unwetterpause und ab dem 3:0 die endgültige Entscheidung. „Mit dem Tor war der Deckel drauf“, sagte er nach einem Spiel, das Irnfritz vor allem vor der Pause lange im Griff hatte.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

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Winkler stellt früh die Weichen

Irnfritz kam laut Bauer genau so in die Partie, wie man es sich vorgenommen hatte. Die Gäste wollten Sigmundsherberg in der ersten Hälfte hoch attackieren, früh zu Ballgewinnen kommen und dem Spiel von Beginn an ihren Rhythmus geben. Das gelang zunächst sehr gut. Schon in der 8. Minute brachte Michael Winkler die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieses frühe Tor war für Bauer ein wichtiger Punkt. „Das frühe 1:0 war wichtig, damit wir ein bisschen Sicherheit gehabt haben“, sagte der Trainer. Danach blieb Irnfritz das aktivere Team, spielte sich weitere gute Aktionen heraus und kam immer wieder in aussichtsreiche Räume. Bauer sprach von vielen Situationen mit Querpässen vor dem Sechzehner und Flanken, die allerdings oft nicht genau genug waren. Auch in der Box habe die Abstimmung nicht immer gepasst. Trotzdem legte Michael Winkler in der 31. Minute das 2:0 nach. Bauer sprach dabei von zwei „sehr schönen Toren“, verschwieg aber auch nicht, dass die Gastgeber in der ersten Hälfte zu der einen oder anderen Abschlussmöglichkeit kamen.

Nach dem Unwetter wurde es kurz offen

Bis zur Pause hatte Irnfritz also vieles unter Kontrolle, nach dem Seitenwechsel bekam die Partie aber einen klaren Bruch. Der Grund war ein heftiges Unwetter, das eine rund 15-minütige Unterbrechung erzwang. Nach dem Wiederanpfiff tat sich Irnfritz deutlich schwerer. Bauer schilderte offen, dass seine Mannschaft für etwa zehn bis fünfzehn Minuten zu passiv wurde und dem Gegner zu viel Ballbesitz überließ. „Da waren wir nicht stabil“, sagte er. Sigmundsherberg war in dieser Phase besser im Spiel und kam zu einigen Abschlussmöglichkeiten. Gerade deshalb wollte Bauer die Partie trotz des Zwischenstands nicht zu früh als entschieden ansehen. „Wenn wir dort den Anschlusstreffer bekommen, kann das Match vielleicht noch einen anderen Ausgang nehmen“, erklärte der Trainer. Diese ehrliche Einordnung zeigt, dass der klare Endstand den etwas heikleren Abschnitt nach der Regenpause nicht ganz überdecken darf. Irnfritz brachte diese Phase aber ohne Gegentor über die Zeit, und das war aus Sicht des Trainers ein ganz wichtiger Punkt.

Preucil macht in zwei Minuten alles klar

Die Szene, auf die Bauer im Gespräch immer wieder zurückkam, folgte dann in der 75. Minute. Vojtech Preucil traf zum 3:0, und für den Irnfritz-Coach war damit die Entscheidung gefallen. „Mit dem Tor war der Deckel drauf“, sagte er klar. Dieses Tor habe nicht nur seinem Team wieder Ruhe gegeben, sondern auch dem Gegner gezeigt, dass an diesem Abend nichts mehr zu holen war. Nur zwei Minuten später erhöhte Preucil auf 4:0, und spätestens da war die Partie endgültig in eine Richtung gekippt. Bauer beschrieb seine Mannschaft ab diesem Zeitpunkt wieder als klar dominant. Irnfritz blieb am Drücker, hatte wieder deutlich mehr vom Spiel und erspielte sich nach Einschätzung des Trainers „gefühlt im Minutentakt“ weitere Torchancen. Dass am Ende ein 4:0 auf der Anzeigetafel stand, war für Bauer daher nicht nur ein verdienter Sieg, sondern auch einer, der „übers ganze Spiel gesehen auch in der Höhe absolut verdient“ war.

Lob für den Gegner, aber auch klare Hausaufgaben

Bemerkenswert war, dass Bauer trotz der deutlichen Niederlage des Gegners mehrere anerkennende Worte für Sigmundsherberg fand. Die Gastgeber seien „überraschend positiv“ aufgetreten, meinte er, und gerade die junge Mannschaft habe gezeigt, dass sie Fußball spielen wolle. Bauer hob hervor, dass Sigmundsherberg nicht einfach lange Bälle schlage, sondern versuche, das Spiel konstruktiv zu lösen. Darin sieht er eine gewisse Ähnlichkeit zu seiner eigenen Mannschaft, die ebenfalls auf Spielkontrolle und ein schnelles Kombinationsspiel ausgerichtet ist. Gleichzeitig blieb der Irnfritz-Trainer bei der Analyse seiner Mannschaft kritisch. Vor allem bei der Chancenverwertung, beim letzten Pass und bei den Flanken sieht er noch Luft nach oben. „Wir haben oft super Aktionen, aber dann ist die Flanke zu ungenau oder wir sind in der Mitte nicht gut genug gestaffelt“, sagte Bauer. Auch die Leerlaufphase nach der Unwetterpause will er nicht einfach abhaken. Am Ende stand vor allem die sportliche Leistung im Mittelpunkt. In der Tabelle hält Irnfritz nach drei Runden nun bei sieben Punkten und bleibt damit ganz vorne dabei.

2. Klasse Thayatal: Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf : Irnfritz - 0:4 (0:2)

  • 77
    Vojtech Preucil 0:4
  • 75
    Vojtech Preucil 0:3
  • 31
    Michael Winkler 0:2
  • 8
    Michael Winkler 0:1