In der 2. Klasse Thayatal hat der TSV Irnfritz am Freitagabend ein schwieriges Heimspiel gegen den UFC Drosendorf noch mit 2:1 gedreht. Nach einem 0:1 zur Pause kam die Mannschaft von Trainer Peter Bauer erst nach dem Ausgleich richtig ins Spiel. Der Coach sprach danach offen von keinem guten Auftritt, aber auch davon, dass seine Mannschaft die drei Punkte mit viel Nachdruck noch erzwungen habe.

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Der Beginn verlief aus Sicht der Gastgeber alles andere als rund. Bauer machte nach dem Schlusspfiff kein Geheimnis daraus, dass ihm vor allem die erste Hälfte überhaupt nicht gefallen hatte. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit sehr schwer getan. Wir haben zu viele Fehler im eigenen Spiel gehabt, im Spielaufbau, zu viele Passfehler, zu viele letzte Pässe, die nicht gut genug gespielt waren“, sagte der Irnfritz-Trainer. Dazu kam, dass seine Mannschaft auch mit den Hereingaben nicht zum gewünschten Erfolg kam. „Wir haben zu viele Flanken geschlagen, obwohl wir gewusst haben, dass Drosendorf lauter große Spieler in der Abwehr hat, die das gut wegverteidigen können“, erklärte Bauer. So kam Drosendorf immer besser in die Partie, präsentierte sich nach seinen Worten nicht nur körperlich stark, sondern auch fußballerisch ordentlich und ging in der 35. Minute durch Omar El-Gauar mit 1:0 in Führung. Bauer sprach dabei von einem Fehler der eigenen Mannschaft und stellte gleichzeitig klar, dass die Pausenführung der Gäste „nicht unverdient“ gewesen sei.
In der Kabine wurde laut Bauer dann klar angesprochen, was sich ändern musste. Auch nach dem Seitenwechsel sei es zwar „kein wirklich gutes Spiel“ seiner Mannschaft gewesen, trotzdem wurde Irnfritz im Vergleich zur ersten Hälfte etwas stabiler. Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz und fanden besser in die Begegnung. Der entscheidende Moment war für Bauer dann das 1:1 in der 67. Minute durch David Vacek. Der Trainer hob diese Szene besonders hervor und sagte: „Für uns entscheidend war auf jeden Fall das 1:1 vom David Vacek, weil ich mir nicht sicher bin, wenn wir in dieser Phase das Tor nicht machen, ob wir das Spiel noch drehen können.“ Noch deutlicher wurde er bei der Beschreibung des Treffers. Bauer sprach von einer Einzelaktion, bei der Vacek von rechts in die Mitte zog, Spieler stehen ließ und dann mit links aus rund 20 bis 22 Metern ins Kreuzeck traf. „Das war wirklich ein Traumtor“, meinte der Coach, der sich für seinen Offensivspieler besonders freute, weil dieser in den ersten vier Runden laut Bauer im Abschluss mehrfach Pech gehabt hatte.
Mit dem Ausgleich kippte die Partie aus Sicht des Heimtrainers spürbar. Bauer sagte, dass seine Mannschaft ab diesem Zeitpunkt die spielbestimmende Mannschaft war und man auch merkte, dass Drosendorf etwas Kraft verlor. „Wir waren dann sehr aktiv im Spiel, haben hoch angepresst“, erklärte er. Genau diese Phase nutzte Irnfritz in der Schlussviertelstunde. In der 83. Minute fiel das 2:1 durch Vojtech Preucil, nachdem ein Eckball zunächst von der Drosendorfer Abwehr geklärt worden war. Preucil nahm den Ball außerhalb des Sechzehners mit und schloss ab, ehe der Schuss noch unhaltbar abgefälscht wurde und im Tor landete. Bauer ordnete den Sieg danach ehrlich ein und verzichtete auf große Jubelsätze. „Besonders gut funktioniert hat nicht wirklich etwas. Es war gestern wirklich kein guter Auftritt von uns“, sagte er. Was ihm aber gefiel, war die Reaktion seiner Mannschaft. „Wir haben nicht aufgegeben“ und „wir haben diese drei Punkte gestern erzwungen“, lautete seine Bilanz. Gleichzeitig zollte er auch dem Gegner Respekt: Drosendorf habe vor allem vor der Pause „eine sehr gute Leistung“ gezeigt und sich einen Punkt durchaus verdienen können. So blieb am Ende ein glücklicher, aber für Irnfritz enorm wertvoller Heimsieg, mit dem die Mannschaft nach vier Runden bei zehn Punkten hält. Zum Schluss richtete Bauer den Blick noch auf einen angeschlagenen Spieler, der laut Trainer eine leichte Gehirnerschütterung davongetragen hat: „Wir wünschen Maxi natürlich gute Besserung, alles Gute und dass er so schnell wie möglich wieder auf dem Platz steht.“