In der 2. Klasse Thayatal hat USV Geras das Derby gegen SVU Langau mit 3:0 gewonnen und schon in der ersten Hälfte alles in die richtige Richtung gelenkt. Zwei Tore von Edvard Vasiljev und ein Treffer von Stephan Raab sorgten für klare Verhältnisse. Für Sektionsleiter Lukas Bühler war vor allem entscheidend, dass seine Mannschaft geschlossen auftrat und vor dem Tor diesmal konsequent blieb.

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Für Bühler begann der Abend genau so, wie man sich ein Derby aus Sicht der Gastgeber wünscht. „Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen und haben das Spiel von Anfang an auf unsere Seite gezogen“, sagte der Geras-Funktionär nach dem Schlusspfiff. Ganz ohne heiklen Moment verlief die Anfangsphase aber nicht, denn Langau kam gleich zu einer sehr guten Chance. Dass es dabei beim 0:0 blieb, war aus Sicht von Geras ein ganz wichtiger Punkt. „Dass uns Emanuel Plessl da vor dem Rückstand bewahrt hat, war ganz wichtig“, meinte Bühler über die Fußabwehr des Torhüters. Danach ließ Geras in der ersten Hälfte laut Bühler nicht mehr viel zu und wurde selbst immer gefährlicher. In der 19. Minute sorgte Edvard Vasiljev für das 1:0, nachdem er sich von der Cornerlinie in den Strafraum gearbeitet und ins kurze Eck unter die Latte getroffen hatte. Nur vier Minuten später legte derselbe Spieler nach: Ein schnell abgespielter Freistoß wurde über die Abwehr gehoben, Vasiljev lief allein auf den Tormann zu und schob flach zum 2:0 ein. Vor der Pause blieb Geras am Drücker, hatte sogar noch die Chance auf einen weiteren Treffer, ehe in der 40. Minute das 3:0 fiel. Diesmal wurde Stephan Raab mit einem Lochpass auf die Reise geschickt und verwertete ebenfalls flach. So ging es mit einer klaren 3:0-Führung in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zumindest ein Stück weit. Bühler berichtete, dass Langau umgestellt habe und mehr auf den Anschlusstreffer aus war. „Langau war nach der Pause etwas besser im Spiel“, sagte er, ohne den guten Auftritt seiner eigenen Mannschaft damit kleinzureden. Die Partie wurde offener, weil die Gäste mehr investieren mussten, gleichzeitig ergaben sich für Geras Räume für Konter. Genau daraus hätten die Hausherren das vierte Tor machen können, doch dieser Treffer fiel nicht mehr. Bühler hielt dennoch fest, dass seine Mannschaft auch in dieser Phase die richtige Antwort fand. „Wir haben als Mannschaft leidenschaftlich verteidigt, jeder ist für jeden gelaufen und hat gekämpft“, sagte er. Gerade weil Langau im zweiten Durchgang mehr Druck machte, bekam diese Aussage zusätzliches Gewicht. Geras blieb nicht fehlerlos, aber hinten war entweder die Abwehr zur Stelle oder es wurde in brenzligen Situationen rechtzeitig geklärt. Dass am Ende die Null stand, war deshalb nicht nur eine Frage des Resultats, sondern für Bühler auch Ausdruck einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung. Das 3:0 kurz vor der Pause bezeichnete er dabei nicht als endgültige Entscheidung, aber sehr wohl als „ganz wichtig“ für den weiteren Verlauf.
Ein Punkt war Bühler nach dem Spiel besonders wichtig: Geras hat diesmal endlich das nachgeholt, was in den vergangenen Wochen gefehlt hatte. „Wir haben endlich unsere Chancen genutzt, das hat uns in den letzten Partien gefehlt“, sagte er. Genau darin sah er einen der Hauptgründe, warum das Derby diesmal klar an seine Mannschaft ging. Dazu kam, dass Geras laut Bühler ruhig geblieben sei, weiter gut trainiert und trotz der zuletzt mageren Punktausbeute an sich geglaubt habe. Auch deshalb ordnete er den Sieg nicht als Zufall, sondern als verdienten Lohn für einen entschlossenen Auftritt ein. Eine kurze Diskussion gab es nur rund um das 2:0, weil aus Langauer Sicht Abseits reklamiert wurde. Bühler sagte offen, dass er die Situation von seiner Position aus nicht sicher beurteilen konnte, verwies aber darauf, dass der Schiedsrichter weiterspielen ließ und die Partie insgesamt „sehr gut“ geleitet habe. Für ein Derby sei das Spiel vom Unparteiischen ruhig und ordentlich geführt worden. So blieb unter dem Strich ein Abend, an dem bei Geras vieles zusammenpasste: ein starker Beginn, kaltschnäuzige Abschlüsse, viel Einsatz gegen den Ball und laut Bühler auch der nötige Rückhalt von den vielen Zuschauern am Sportplatz. Für die Gastgeber war dieses 3:0 damit mehr als nur ein Derbyerfolg – es war auch ein Ergebnis, das nach schwierigen Wochen wieder Selbstvertrauen bringen kann.